Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Sony Xperia Z1 Compact im Test: Klein, schnell, wasserdicht

Von

Wasserfest und schnell: Das Xperia Z1 Compact im Test Fotos
SPIEGEL ONLINE

Sony geht auf Schrumpfkurs. Das Xperia Z1 Compact hat dieselbe Technik wie das größere Z1, ist ebenso gut gegen Wasser und Staub geschützt - aber deutlich kleiner. Der Test zeigt, was die Mini-Variante leistet.

Endlich! Im Wettrüsten um das größte Mobiltelefon legt Sony den Rückwärtsgang ein. Hatten die Japaner im Herbst 2014 noch ein besonders großes Exemplar vorgestellt, das 6,4 Zoll große Z1 Ultra, geht das neue Z-Modell in eine andere Richtung. Das Xperia Z1 Compact ist eine geschrumpfte Version des Z1.

Statt fünf Zoll wie das Original, dessen erste Version wir vor einem Jahr getestet haben, misst der Bildschirm des Compact nur 4,3 Zoll in der Diagonalen. Der Unterschied mag sich gering anhören, ist aber deutlich spürbar. Alle Bereiche des Bildschirms können mit dem Daumen der Hand erreicht werden, in der man das kleine Z1 hält. Alle Funktionen lassen sich einhändig bedienen, gegenüber dem großen Z1-Modell ist das ein echter Komfortgewinn.

Aber auch diesen Komfort muss man sich erkaufen. Symbole, Schrift und virtuelle Tastatur zeigt der Bildschirm des Z1 Compact entsprechend kleiner an als die der großen Modelle. Echte Schwächen leistet sich das Display aber nicht: Mit 1280 x 720 Punkten ist die Auflösung hoch genug, um keine Pixel erkennen zu lassen. Schriften erscheinen scharf, Farbflächen homogen. Farben werden kräftig wiedergegeben, das Schwarz ist wirklich schwarz. Sogar ein manueller Weißabgleich ist vorgesehen.

Volle Auflösung nur im manuellen Modus

Für die Kamera wirbt Sony mit der Auflösung von 20,7 Megapixeln. Die bekommt man aber nur im manuellen Modus zu sehen. Sobald man die intelligente Automatik oder andere Funktionen nutzen will, muss man sich mit acht Megapixeln begnügen. Die Qualität der Fotos hängt stark vom Licht ab. Bei blauem Himmel sind die Ergebnisse sehr gut und vor allem Hauttöne werden realistisch abgebildet. Je dunkler es wird, desto deutlicher machen sich Rauschen und ein leichter Blaustich bemerkbar. Insgesamt lassen sich mit dem Z1 Compact gute, aber nicht immer sehr gute Schnappschüsse machen.

Die entsprechend großen Bilddateien lassen sich mühelos bearbeiten, da der Quadcore-Prozessor reichlich Leistung liefert. Im Geekbench-Testprogramm erreicht das Sony-Handy mehr als 2900 Punkte. Zum Vergleich: Das iPhone 5s erreicht rund 2500 Punkte.

Die Ausstattung mit Funktechnik passt gut zu diesen überdurchschnittlich guten Details. Neben LTE und HSPA+ für unterwegs beherrscht das kleine Sony Gigabit-W-Lan, Bluetooth 4.0 und hat einen NFC-Chip eingebaut. Verglichen mit dem großen Z1 muss man keine Abstriche machen.

Eine Folie schützt den Bildschirm

Das gilt auch für den Schutz gegen Umwelteinflüsse. Wie alle aktuellen Sony-Smartphones ist auch das Z1 Compact gegen Wasser und Staub geschützt. Man kann es also ruhig mal in eine Pfütze oder den beutellosen Staubsauger fallen lassen, ohne dass es Schaden nimmt. Dafür soll auch eine Schutzfolie sorgen, die auf das Deckglas des Bildschirms aufgeklebt ist. Sie soll ein Zersplittern und Zerkratzen des Glases verhindern. Wie nötig diese Folie ist, zeigt ein Blick auf die ebenfalls verglaste Rückseite des Handys, die bei unserem Testgerät nach einigen Tagen intensiver Nutzung mehrere deutliche Kratzer aufwies.

Während dieser Testphase zeigte sich auch, dass die Ausdauer des Akkus eher mittelmäßig ist. Einen Tag hält das Sony durch, nicht länger. Das Aufladen des Stromspeichers dauert relativ lange. Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt es vor dem Zubettgehen ans Ladegerät an.

Fazit

Gegenüber dem Xperia Z vom vergangenen Jahr hat das Z1 Compact in allen Bereichen zugelegt, nur nicht bei seinen Maßen. Es ist schneller, hat eine aktuelle Version des Google-Betriebssystems Android (4.3), eine höher auflösende Kamera und alle modernen Funkstandards an Bord. Die einzigen wahrnehmbaren Unterschiede sind der kleine Bildschirm und der um 50 Euro günstigere Preis: Ohne Mobilfunkvertrag kostet es 500 Euro.

Vorteile und Nachteile

Hochwertige technische Ausstattung

Schneller Prozessor

Gute Kamera

Gut einhändig bedienbar

Wasserdicht und staubfest

In Automatik-Modi reduzierte Kameraauflösung

Kratzempfindliche Rückseite

Gerade weil der Preisunterschied so gering ist, bleibt die Entscheidung für oder wider des kleineren Modells am Ende eine Geschmacksfrage. Wer sich kein Mobiltelefon von der Größe eines kleinen Tablet-Computers in die Tasche stecken mag, bekommt mit dem kompakten Sony das bessere, weil handlichere Smartphone und muss dafür sogar weniger zahlen.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 32 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Müll
rxzlmn 10.02.2014
Absoluter Müll, dieser 'Test'. Der Akku gehört zum besten auf dem Markt, übrigens auch schon beim Z1 so. Die Folie auf dem Bildschirm ist die gleiche wie auf der Rückseite, und auch der Grund für Kratzer. Das eigentlich Glas ist extrem hart. Der Zweck ist auch nicht Kratzer zu verhindern, sondern Glasbruch. Es sollte auch nicht mit dem Z verglichen werden, sondern offensichtlich mit dem Z1. Der Link zumTest yom Z 'vor einem Jahr' ist Schwachsinn. Die Kamera gehört zum besten in aktuellen Smartphones, und man 'muss' sich nicht mit 8Mp 'zufriedengeben', das downsampling ist gewollt und hilft der Bildqualität. Naja, mehr Blödsinn hat wohl nicht mehr in auf die knappe Seite Text gepasst.
2. Militärischer Standard IP55 und IP58
palpiteiro 10.02.2014
Klingt zwar martialisch für ein Handy, ist aber ein ganz normaler Industriestandard. Mil. Spezifikationen haben oft ein MIL.. in der Bezeichnung. (Foto 10)
3. Wasserschutz
hanswurster 10.02.2014
Ich habe selber kein Sony, mich aber vor dem letzten Smartphonekauf intensiv mit allen Modellen auseinandergesetzt. Nach allen Informationen gibt es beim Sony eben kein Wasserschutz. Das ist eine reine Werbebehauptung. Es gibt etliche Berichte von Nutzern, die ihr Gerät eingeschickt hatten, weil es nicht mehr funktionierte, ohne dass es großartig mit Wasser in Berührung gekommen ist. Daraufhin lehnte Sony alle Ansprüche ab und gab die ganz deutlichen Gebrauchsanweisungen raus, dass das Sony auf keinen Fall in die Nähe von Wasser kommen darf. Unter anderem darf es auch nich im Auto gelassen werden, weil sie dort Kondenswasser bilden kann. Das Sony hat lediglich einen Schutz für die Anschlüsse. Dieser Schutz scheint allerdings sehr schnell durchlässig zu werden, so dass er letztendlich keine Hilfe ist.
4. Militärischer Standard IP55 und IP58
palpiteiro 10.02.2014
Klingt zwar martialisch für ein Handy, ist aber ein ganz normaler Industriestandard. Mil. Spezifikationen haben oft ein MIL.. in der Bezeichnung. (Foto 10)
5. Militärischer Standard IP55 und IP58
palpiteiro 10.02.2014
Klingt zwar martialisch für ein Handy, ist aber ein ganz normaler Industriestandard. Mil. Spezifikationen haben oft ein MIL.. in der Bezeichnung. (Foto 10)
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Bei Amazon kaufen.
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: