Die Microsoft-Handys wenden sich dem "Wall Street Journal" zufolge an die Generation Facebook, sollen vor allem jüngere Käufer ansprechen. Konkrete Berichte über ein entsprechendes Projekt des Software-Riesen gibt es schon seit etwa einem Jahr - der Technik-Blog Gizmodo zeigte vor einigen Monaten auch schon Bilder von einem Smartphone-Modell mit abgerundeten Ecken und einer Tastatur zum Herausschieben. Das Projekt trage den Codenamen "Pink" berichtete Gizmodo damals, es werde zunächst zwei Modelle namens "Turtle" und "Pure" geben.
Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf ungenannte Quellen, Microsoft habe Hardware, Software und Online-Dienste für die Geräte selbst entworfen. Gebaut werden sie dem Bericht zufolge aber vom japanischen Elektronikkonzern Sharp. Ein Microsoft-Sprecher bestätigte, am kommenden Montag sei eine Veranstaltung geplant; er wollte aber nichts zum Thema sagen.
Auf dem Handymarkt ist Microsoft bislang vor allem mit seinem Betriebssystem Windows Mobile präsent, das im Gesamtmarkt für Smartphones allerdings mit knapp acht Prozent einen vergleichsweise geringen Marktanteil hat (siehe Tabelle links). Kürzlich stellte der Konzern die neue Version der Software, Windows Phone 7, vor (siehe Fotostrecke links). Laut "Wall Street Journal" sollen die Microsoft-Handys allerdings mit einer abgewandelten Variante laufen.
Reuters berichtet, ebenfalls unter Berufung auf ungenannte Quellen, die Geräte würden von dem Mobilfunkanbieter Verizon Wireless, einem Gemeinschaftsunternehmen von Verizon und Vodafone, verkauft. Es sei nicht vor Sommer damit zu rechnen, dass die Handys auf den Markt kommen. Den Kreisen zufolge wird der Unterhaltungselektronikhersteller Sharp die Smartphones produzieren.
Microsofts Konkurrent Apple hat mit seinem iPhone einen überraschend starken Eintritt in den Markt für Mobiltelefone hingelegt. Der dritte große Rivale im Wettstreit der Branchengiganten, Google, hat im Januar 2010 sein erstes eigenes Handy namens Nexus One vorgestellt, das mit dem von Google vorangetriebenen Open-Source-Betriebssystem Android läuft.
cis/AFP/Reuters
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