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20. März 2012, 23:03 Uhr

Tablet-PC

Apple dementiert Fehler beim iPad 3

Hat Apple das neue iPad soweit hochgerüstet, dass es sich unter voller Auslastung zu sehr erhitzt? Das behaupten jedenfalls einige Nutzer und Tester.  Der Konzern kontert: Alles sei im grünen Bereich.

New York - Apple dementiert, dass sein neues iPad zu heiß wird. Die Temperatur liege im Rahmen der Vorgaben, betonte eine Sprecherin des Unternehmens am Dienstag. Nutzer mit Problemen sollten sich an den Kundendienst wenden.

Zuvor hatte das einflussreiche US-Testmagazin "Consumer Reports" erklärt, dass sich das neue Gerät in seinen Versuchen stärker aufgeheizt habe als das iPad 2. In der Spitze seien umgerechnet rund 47 Grad Celsius erreicht worden (116 Grad Fahrenheit). Allerdings lief dafür eine Dreiviertelstunde lang ununterbrochen das von der Grafik her anspruchsvolle Spiel "Infinity Blade II". Es ist eine Temperatur, die auch bei Notebooks nicht ungewöhnlich ist.

Schon nach dem Verkaufsstart der dritten Generation des populären Tablet-Computers am Freitag hatte es Berichte gegeben, dass sich das neue iPad teilweise merklich wärmer anfühle als die Vorgängermodelle. Apple hat das Gerät mit einem deutlich verbesserten Bildschirm, einem mächtigeren Grafik-Prozessor, LTE-Funkchips und einen stärkeren Akku ausgerüstet - was als mögliche Quellen für die zusätzliche Wärme gesehen wurde. Andere Nutzer und Experten berichteten zugleich, keine stärkere Hitzeentwicklung gespürt zu haben.

Fast interessanter als die Apple-Antwort selbst ist dabei die Tatsache, dass der Konzern überhaupt so schnell auf die Kritik reagiert hat. Üblicherweise waren in der Vergangenheit schon mal mehrere Wochen vergangen, bis sich das Unternehmen zu Wort meldete - wenn überhaupt.

So dauerte es zum Beispiel lange, bis Apple im Sommer 2010 auf Berichte über Empfangsprobleme bei seinem iPhone 4 einging. Die schnellere Kommunikationspolitik gilt als neuer Ton unter Konzernchef Tim Cook, der im vergangenen August den wenig später verstorbenen Firmengründer Steve Jobs ablöste.

bos/dpa/Reuters

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