iPads und mehr Das ist heute von Apple zu erwarten

Am Dienstagabend will Apple neue Gadgets vorstellen und hat nebulös zu einem "Schulausflug" in eine Highschool eingeladen. Seither wabern die Gerüchte.

Ein Mädchen spielt mit einem iPad (Archivbild)
DPA

Ein Mädchen spielt mit einem iPad (Archivbild)

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Am 16. März hatte Apple Einladungen zu einer Veranstaltung verschickt, die auf vielerlei Weise ungewöhnlich ist. "Let's take a field trip", also, "Lasst uns einen Schulausflug machen", hieß es darin. Statt in Apples neues Hauptquartier in Cupertino lädt der Konzern in die Lane Tech Highschool in Chicago ein.

Damit ist auch der Fokus des Events klar: Apple wird über sein Engagement im Bildungssektor sprechen - und Produkte zeigen, die speziell für Schüler und Studenten gedacht sind.

Das dürften in erster Linie iPads sein. Apple bewirbt seine Tablets ohnehin schon als Werkzeug für Lehrer und Lernende. Für viele Schüler und vor allem für viele Schulen, sind sie aber zu teuer. Naheliegend wäre deshalb eine modernisierte und gleichzeitig abgespeckte Version. Derzeit kostet die günstigste iPad-Version 399 Euro, in Gerüchten ist von eine Schülerversion die Rede, die rund 100 Euro billiger sein könnte.

Apple Store in Chicago
AP

Apple Store in Chicago

Zudem könnte Apple das iPad mini wieder hervorholen, das der Konzern bis heute in einer Version anbietet, die schon 2015 vorgestellt wurde und technisch längst überholt ist. Mit einem Preis von 479 Euro für das billigste Modell ist es zudem viel zu teuer.

iPad statt Notebook

Apples Einladung deutet allerdings auch auf einen Zusammenhang der neuen iPads mit dem Apple Pencil hin. Den digitalen Zeichenstift gibt es für 109 Euro als Zubehör. Die aktuelle Version funktioniert nur mit den iPad-Pro-Modellen, die zwischen 729 und 1449 Euro kosten.

Denkbar wäre nun eine günstigere Schulversion des Pencil, die nur mit den neuen Schüler-iPads zusammenarbeitet. Oder ein Bündelangebot, das iPad, Pencil und eine Schutzhülle mit integrierter Tastatur zu einem günstigen Preis umfasst. Damit würde Apple seinem eigenen Anspruch genügen, das iPad als vollwertigen Computer und damit auch als Ersatz für ein Notebook anzusehen.

ClassKit

Doch bei Hardware wird es nicht bleiben. Apples Stärke besteht darin, Hard- und Software aus einer Hand liefern zu können. Was das hier bedeuten könnte, lässt ein Artikel von "9to5mac" vermuten. Darin wird erklärt, dass es in einer Betaversion des zukünftigen iOS 11.3 Hinweise auf eine Technologie Namens ClassKit gibt.

Die soll es Entwicklern leichter machen, Apps für den Einsatz im Klassenraum zu programmieren. Typisch für Apple wäre es, diese Technologie bereits ein paar Entwicklern bereitgestellt zu haben, damit diese auf dem Event bereits fertige oder fast fertige Apps zeigen können.

Und was noch?

Darüber hinaus dürfte Apple noch ein paar weitere Neuheiten präsentieren. So ist in manchen Gerüchten von einem neuen MacBook Air die Rede, doch das dürfte eher Wunschdenken sein. Wahrscheinlicher ist, dass es eine neue Version der iBooks-App für macOS geben wird. Die nämlich ist aus der aktuellen Betaversion von macOS verschwunden und könnte nun in neuer Version per Update an die Nutzer verteilt werden.

Möglich auch, dass Apple vor der Präsentation der Schul-iPads noch einen Schlenker macht, um im vergangenen Jahr angekündigte Hardware zu zeigen. So könnte beispielsweise die AirPower genannte Ladestation zum kabellosen Aufladen von iPhones auf dem Programm stehen. Ebenso erwarten manche Beobachter die Einführung einer kabellos aufladbaren Version der AirPods-Kopfhörer.

Die Auflösung für diese ungeklärten Fragen wird es am Dienstagabend geben. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr deutscher Zeit. SPIEGEL ONLINE wird zeitnah berichten.



insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
wolke:sieben 27.03.2018
1. Als Apple Fan
..bin ich ganz schön gespannt was es hier für Neuigkeiten gibt !!
hrboedefeld 27.03.2018
2. als unter Apple leidender...
...hoffe ich mal, dass es Apple jetzt nach acht Jahren endlich schafft auf dem iPad auch einen Taschenrechner zu installieren! Wer soll so ein Produkt zu diesem Preis ernst nehmen, bei dem nichtmal ein Taschenrechner installiert ist? #nurfürhippsterabernichtzumarbeiten
hietzinger 27.03.2018
3. taschenrechner
gibt es dutzende im apple-store. gratis oder auch kostenpflichtige.
swnf 27.03.2018
4. App Store
Zitat von hrboedefeld...hoffe ich mal, dass es Apple jetzt nach acht Jahren endlich schafft auf dem iPad auch einen Taschenrechner zu installieren! Wer soll so ein Produkt zu diesem Preis ernst nehmen, bei dem nichtmal ein Taschenrechner installiert ist? #nurfürhippsterabernichtzumarbeiten
Ich habe kein iPad und bin jetzt sehr überrascht! Die Taschenrechner App vom iPhone gibt es nicht auf einem iPad? Hoppla! Was ist mit dem App Store? Gibt es da auch keine Taschenrechner für's iPad? Letzte Fragen: was hat das mit Hipstern zu tun?? Sind das die einzigen, die wissen, wie man den App Store nutzt?
j.vantast 27.03.2018
5. Sehr sinnvoll
Da ja Schüler aber auch die Schulbehörden für ihren unermesslichen Reichtum bekannt sind ist es natürlich eine Superidee iPads zu 299 Euro an die Schüler zu verticken. Selbst wenn dieses iPad mit dem 109 Euro teuren Apple Pencil funktionieren würde wäre das immer noch eine Summe die sehr viele Eltern nicht aufbringen können, von der Schulbehörde mal ganz abgesehen. Man muss ja selbst die Schulbücher als Eltern selbst bezahlen. Und dieser Mumpitz das Schüler programmieren lernen sollen ist sowieso ausgemachter Schwachsinn. mindestens 90% aller Leute die mit einem PC, Notebook, Tablet oder Smartphone umgehen sind reine Nutzer, die wollen auch gar nicht programmieren. Wozu auch? Fahrschüler müssen in der Fahrschule ja auch nicht lernen wie man einen Zahnriemen wechselt.
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