New York - Der Apple-Fernseher, über den schon lange spekuliert wird, nimmt laut einem Zeitungsbericht Gestalt an. Der US-Konzern teste mit asiatischen Zulieferern mehrere Entwürfe, berichtete das für gewöhnlich gut informierte "Wall Street Journal" am Mittwoch. Der Auftragsfertiger Foxconn, der für Apple unter anderem die iPhones und iPads baut, arbeite dafür mit dem japanischen Elektronikkonzern Sharp zusammen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Im März hatte Foxconn sich mit zehn Prozent der Anteile an Sharp beteiligt und sich verpflichtet, 50 Prozent der von dem japanischen Unternehmen hergestellten TV-Panels abzunehmen.
"Es ist noch kein offizielles Projekt. Es befindet sich in einer frühen Testphase", wurde eine der Quellen zitiert. Mehr noch: Apple habe schon seit einigen Jahren Prototypen mit Zulieferern getestet, hieß es.
Gerüchte, dass Apple mit einem eigenen Fernsehgerät in die Wohnzimmer will, gibt es schon lange. Der "Wall Street Journal"-Bericht ist der bisher stärkste Hinweis darauf, dass die Spekulationen stimmen könnten. Als größtes Hindernis gelten Rechte-Verhandlungen mit der Fernsehbranche, die um ihre heutigen Geschäftsmodelle fürchtet.
Der vor gut einem Jahr verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hatte die Gerüchte selbst befeuert, als er seinem Biografen Walter Isaacson erzählte, er habe eine Idee, wie man die Bedienung von Fernsehgeräten neu gestalten könnte.
Eine Stellungnahme zu dem Bericht im "Wall Street Journal" gibt es seitens Apple ebenso wenig wie Hinweise darauf, dass der Konzern tatsächlich an einem TV-Gerät arbeitet. Das Unternehmen hält sich traditionell an das selbst auferlegte Mantra, neue Produkte erst dann anzukündigen, wenn deren Entwicklung abgeschlossen oder zumindest nahezu abgeschlossen ist.
mak/dpa
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