Siri-Lautsprecher Apple kündigt Verkaufsstart des HomePod an

Später als zunächst geplant will Apple Anfang Februar seinen HomePod in den Handel bringen - in drei Ländern. Gegen die Konkurrenz von Amazon und Google wird es der smarte Lautsprecher nicht leicht haben.

Apples HomePod
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Apples HomePod


Mitte November hatte Apple erklärt, man brauche noch "ein wenig mehr Zeit", um den HomePod fertigzustellen. Die geplante Markteinführung des smarten Lautsprechers war deshalb von der Vorweihnachtszeit auf Anfang 2018 verschoben worden. Jetzt hat das Unternehmen angekündigt, dass das mit Sprachbefehlen steuerbare Gerät ab dem 9. Februar erhältlich sein wird. Kaufen kann man den HomePod zunächst in den USA, in Großbritannien und in Australien.

In Deutschland und Frankreich werde der HomePod hingegen erst "in diesem Frühjahr" erhältlich sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Von weiteren Ländern ist bisher nicht die Rede. Möglicherweise plagen den Konzern bei der Lokalisierung seiner sprachbasierten Angebote dieselben Probleme, die auch schon bei Amazon und Google dazu geführt hatten, dass deren Smarthome-Lautsprecher hierzulande erst mit reichlich Anstand zum US-Start eingeführt werden konnten.

HomePods auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2017
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HomePods auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2017

Wie Amazons Echo-Lautsprecher und die Geräte der Google-Home-Serie ist auch Apples HomePod mehr als nur ein kabellos vernetzter Lautsprecher. Über Apples Siri-Technologie soll er auch als digitaler Assistent einsetzbar sein und als Basis für die Steuerung von Smarthome-Geräten per Sprache dienen.

Wie bei den Konkurrenzmodellen soll man Siri Wissensfragen stellen, aber auch nach aktuellen Nachrichten, Wettervorhersagen und Verkehrsprognosen fragen können. Über Apples Homekit-Technik lassen sich beispielsweise vernetzte Lampen und die Raumtemperatur steuern, sofern man entsprechende Geräte installiert hat.

Apple selbst betont vor allem die klanglichen Vorzüge des HomePod. Ähnlich wie manche Heimkinosysteme soll sich der Aktivlautsprecher an den Gegebenheiten im jeweiligen Raum orientieren und seinen Klang an Geometrie und Möblierung automatisch anpassen können. Ein ähnliches System hat die Firma Sonos unter der Bezeichnung TruePlay bereits im Angebot.

Primär sieht Apple den HomePod als Möglichkeit, sein Musikangebot Apple Music und ergänzende Angebote, wie etwa Podcasts, zu nutzen. Ein Abo von Apple Music brauchen HomePod-Kunden aber nicht unbedingt. Gekaufte Musik, Podcasts und Apples Onlineradiosender sind auch ohne monatliche Verpflichtung abspielbar. Andere Musikdienste, wie Deezer oder Spotify, sollen über die Airplay-Funktion von Apple-Gadgets auf den Lautsprecher gestreamt werden können.

Ganz abgeschlossen ist zumindest die Entwicklung der HomePod-Software aber noch nicht. So kündigt Apple an, dass die Funktionen zur Kopplung zweier HomePods zu einem Stereopaar sowie die Multiroom-Funktionen erst später in diesem Jahr nachgeliefert werden.

Mit einem Nettopreis von 349 Dollar ist der HomePod erheblich teurer als die smarten Lautsprecher der Konkurrenz. Amazons Echo und Echo Plus etwa kosten 100 beziehungsweise 150 Euro, ein Google Home ist für 150 Euro zu bekommen. Bestellungen für den HomePod nimmt Apple ab dem 26. Januar entgegen.

mak



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charly05061945 24.01.2018
1. Echo u. Co.
Gibt es verlässliche Verkaufszahlen für Echo u. Co.? Wieviele dieser überflüssigen Teile werden (nach anfänglicher Spielerei damit) wirklich dauerhaft eingesetzt?
AndyH 24.01.2018
2. Assistenten
Ich habe lange überlegt was einem dazu treibt seine Lampen, Heizung und Türen von Kalifornien aus steuern zu lassen. Weder energetisch noch logisch ergibt das ein Sinn. Wenn das ganze innerhalb des Hauses ohne Netzwerkverbindung geht, wird einigermaßen brauchbar.
neurobi 24.01.2018
3.
Ich bin zwar kein Apple-Freund und halte solche Geräte, egal ob von Apple, Amazon oder Google für überflüssig. Aber schon im Apple-Universum ist und meint sowas zu brauchen wird sich das Teil zulegen, schon weil es "gefühlt" alles besser kann als die Konkurrenz.
cabeza_cuadrada 24.01.2018
4. wieso nicht?
Zitat von AndyHIch habe lange überlegt was einem dazu treibt seine Lampen, Heizung und Türen von Kalifornien aus steuern zu lassen. Weder energetisch noch logisch ergibt das ein Sinn. Wenn das ganze innerhalb des Hauses ohne Netzwerkverbindung geht, wird einigermaßen brauchbar.
Wieso sollte man nicht seine Heizung von überall aus steuern können und somit die Bude remote wieder hochheizen wenn man aus dem Urlaub kommt. Oder gegenenfalls die Heizung runterdrehen wenn man auf der Fahrt in den Urlaub bemerkt, dass man vergessen hat die Heizung runterzuregeln. Klar, es gibt auch programmierbare Thermostate oder man kann auch dem Nachbarn den Wohnungs oder Hausschlüssel geben. Man kann ja auch noch ein Fax statt einer E Mail verschicken.
Referendumm 24.01.2018
5. Warum nicht?
Zitat von cabeza_cuadradaWieso sollte man nicht seine Heizung von überall aus steuern können und somit die Bude remote wieder hochheizen wenn man aus dem Urlaub kommt. Oder gegenenfalls die Heizung runterdrehen wenn man auf der Fahrt in den Urlaub bemerkt, dass man vergessen hat die Heizung runterzuregeln. Klar, es gibt auch programmierbare Thermostate oder man kann auch dem Nachbarn den Wohnungs oder Hausschlüssel geben. Man kann ja auch noch ein Fax statt einer E Mail verschicken.
Ja, warum nicht? Vielleicht, weil es absolut unnötig ist? Wer braucht schon ne total warme Wohnung, wenn er / sie gerade ausm Urlaub kommt? Selbst wenn, ein oder zwei Stunden ein bisschen kälter, wen juckts? Man / Frau sind in der Regel ja ständig in Urlaub und / oder auf Dienstreise, oder doch etwa nicht? Vielleicht, weil der Unsinn ziemlich viel Geld kostet und eigentlich zu nix zu gebrauchen ist? Ganz abgesehen von den vielen Fehlfunktionen nur weil die Daddelkisten einen eh nicht richtig verstehen - überlegt mal, wie komplex die Sprache ist! Vielleicht, weil der Unsinn ein "Haus der offenen Tür" macht, indem sich Hacker mal so richtig wohl fühlen? Und dann ist das eigene Geld noch schneller weg, als ob des Kaufes dieser ollen Daddelkisten. Vielleicht, weil der Unsinn die Ressourcen auf dieser Welt noch schneller verbrauchen? Ökologischer Footprint - schon mal was von gehört? Wenns wenigsten ne Cherry2000 wäre ;) Aber wer will sich von ner Zigarrenkiste nur totquatschen lassen? Tja, immer dumm, wenn man von nix ne Ahnung hat: Ein Fax wird vom Gericht etc. als Dokument anerkannt. Eine 08/15-email eben nicht. Faxgeräte funktionieren, das dämliche beA (besondere elektronische Anwaltspostfach) z.B. eben nicht – alles kleine, aber feine Unterschiede, gelle! Und mit den Nachbarn zu kommunizieren, sich gegenseitig helfen, erhöht das soziale Umfeld. Einsam zu Hause rumsitzen und mit ner ollen Zigarrenkiste quatschen, ist auf Dauer nicht so prickelnd. Darum und wegen zig weiteren Gründen - sind die Kisten was für die Rundtonne, sonst zu nix zu gebrauchen.
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