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iPad Air 2 und iPad mini 3: Apple verdünnisiert sich mal wieder

Oktober-Event: Apple frischt iPads, Macs und Software auf Fotos
AFP

Neues iPad Air 2, neues iPad Mini und neue Mac-Rechner: Ein neues Produktpaket soll Apple das Weihnachtsgeschäft versüßen. Doch letztlich sind die Updates nur eine Reaktion auf die immer stärker werdende Konkurrenz.

225 Millionen iPads hat Apple bis heute nach eigenen Angaben weltweit verkauft. Damit es noch ein paar mehr werden, hat der Konzern am Donnerstagabend neue Modelle des Tablet-Rechners präsentiert. Das iPad Air 2 ist mit 6,1 Millimeter dünner als die Modelle zuvor. Zwei übereinander gestapelte iPads sollen damit immer noch dünner sein als das allererste iPad.

Das iPad Air 2 soll ab kommender Woche auch in Deutschland ausgeliefert werden. Die Preise starten bei 489 Euro für das kleinste Modell mit 16 GB Speicher und W-Lan-Verbindung. Die Modelle mit 64 und 128 GB Speicher sind 100 und 200 Euro teurer. Ebenfalls überholt wurde das iPad Mini. Das neue Modell, iPad Mini 3, kostet in der 16-GB-Version 389 Euro, mehr Speicher kostet so viel mehr als beim iPad Air 2.

Ab Montag soll eine neue Version des Mobil-Betriebssystems iOS für Nutzer von iPhones und iPads zur Verfügung stellen. Auch der Bezahldienst Apple Pay soll Montag starten - zumindest in den USA. Besitzer von der neuen iPhones 6 und 6 Plus sollen dann per App einfach bezahlen können, die Kreditkartendaten werden dabei nicht an die Händler übertragen.

Schon jetzt verfügbar ist die nächste Version der Mac-Software, OS X Yosemite. Das sieht nun ähnlich aus wie iOS. Nutzer sollen zwischen mobilen Geräten und Computern nahtlos hin- und herwechseln können, die Anwendungen bringen die Daten automatisch auf denselben Stand.

Auch die iMac-Familie wurde für das Weihnachtsgeschäft überholt. Alle Modelle sollen schneller sein. Und es gibt Nachwuchs: Ein neuer iMac mit 27-Zoll-Display hat nun eine 5K-Auflösung, 5120 x 2880 Pixel. Der Rechner soll in den USA rund 2500 Dollar und in Deutschland 2600 Euro kosten. Der Einsteiger-Rechner Mac Mini ist ebenfalls schneller geworden, die Preise starten bei 500 Dollar.

Kunden wollen Phablets

Auf automatische Rekordumsätze, wie in den vergangenen Jahren, kann sich Apple nicht mehr verlassen. Die Konkurrenz wird immer besser - etwa mit Samsungs Galaxy Tab S und dem neuen Google Nexus 9. Zudem verlagert sich das Interesse der Käufer zusehends von den Tablets zu den Phablets, also den übergroßen Smartphones. Die Marktforscher von IDC rechnen damit, dass der Absatz von Phablets in 2014 um sagenhafte 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen wird, der von Tablets aber nur um 6,5 Prozent. Immerhin: Mit dem iPhone 6 Plus hat Apple gerade rechtzeitig auf diese Verschiebung reagiert.

iOS 8 verbreitet sich langsam

Aktuelle Zahlen zeigen, wie sehr die anfänglichen Probleme mit dem Betriebssystem iOS 8 das Vertrauen der Nutzer eingeschränkt haben. War iOS 7 vier Wochen nach seiner Einführung vergangenes Jahr bereits auf gut 70 Prozent aller i-Geräte installiert, trauten sich in den ersten vier Wochen nach der Veröffentlichung von iOS 8 nur knapp 50 Prozent der Anwender, das Update zu installieren.

Schuld war wohl vor allem die Größe des Updates, die auf vielen Geräten mit wenig freiem Speicherplatz ein einfaches Update verhinderte. Es gab aber auch Berichte über Probleme mit Apples Gesundheitssoftware Healthkit, mit der Mobilfunkanbindung und dem Fingerabdruckscanner der neuen iPhones.

ore/mak

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insgesamt 57 Beiträge
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1. Eimäck
ladozs 16.10.2014
Na, da bin ich gespannt ob er denn 4K Video in After Effects ab kann, wenn ja gekauft!
2. Meine fresse
mal so mal so 16.10.2014
endlich wieder neues von Apple. Stehen die Leute schon Schlange?
3. Aha
Finsternis 16.10.2014
"Zudem verlagert sich das Interesse der Käufer zusehends von den Tablets zu den Phablets, also den übergroßen Smartphones." Das zweifel ich ganz stark an. Es kann niemand mehr Interesse an einem Handy haben, das man mit mehr als einer Hand bedienen muss und das kein Platz mehr in der Hosentasche findet. In diesem Spektrum gibt es Tablets. Dafür gibt es Tablets. Den gleichen Quatsch von wegen "Der Kunde will es" sieht man bei Microsoft mit den Smartphone-Bedienung für den Heimrechner alias Windows 8. Dieser Verschmelzungswahn muss doch langsam mal aufhören. Er hat Stellen erreicht wo es einfach keinen Sinn mehr gibt.
4. Klasse
bluemetal 16.10.2014
Das hochauflösendste Display der Welt im neuen im neuen iMac, das dünnste Tablet der Welt, 2 neue Betriebssysteme und Office (iWork) umsonst für alle, der Mac Mini im Preis um satte 100$ gesenkt. Apple macht einfach nur noch Spaß...Perfekt ist Apple nicht, aber wieder wegweisend und ziemlich nahe dran. So, jetzt warte ich auf mein neues Mac Betriebssystem, ohne Viren und für 0,- €. ;) Und meine Frau bekommt Weihnachten einen neuen Mac Mini, ihr drecks Lenovo Windows Rechner schmiert nur noch ab.
5.
wakaba 16.10.2014
Zitat von Finsternis"Zudem verlagert sich das Interesse der Käufer zusehends von den Tablets zu den Phablets, also den übergroßen Smartphones." Das zweifel ich ganz stark an. Es kann niemand mehr Interesse an einem Handy haben, das man mit mehr als einer Hand bedienen muss und das kein Platz mehr in der Hosentasche findet. In diesem Spektrum gibt es Tablets. Dafür gibt es Tablets. Den gleichen Quatsch von wegen "Der Kunde will es" sieht man bei Microsoft mit den Smartphone-Bedienung für den Heimrechner alias Windows 8. Dieser Verschmelzungswahn muss doch langsam mal aufhören. Er hat Stellen erreicht wo es einfach keinen Sinn mehr gibt.
Hab ein Riesenwindowsphone. Ist schlichtwegs nicht vergleichbar mit den Klasse 2 Aepfeln. War am Anfang etwas sperrig, danach merkt man gar nichts davon. Win 8 kannst einfach auf Win 7 Bedienung zurückstellen. Du und Apple sind konservativ. Ihr ergänzt euch prächtig. Wir anderen wollen aber mehr.
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