Apple iPhone 6 Plus Kunden beschweren sich über verbogene iPhones

Apple-Kunden beklagen sich: Das iPhone 6 Plus verbiege sich in der Hosentasche. Bei YouTube wagt ein Nutzer den Test - während sich im Internet die Uri-Geller-Scherze verbreiten.

YouTube

Ist das iPhone 6 Plus etwa nicht geeignet für die Hosentasche? Knapp eine Woche nach dem Verkaufsstart des aktuellen Apple-Smartphones häufen sich Beschwerden über die Stabilität des Geräts. Der Vorwurf: Das große Modell des iPhone 6 verbiege sich beim Transport in der Hosentasche.

So heißt es unter anderem beim Tech-Portal "MacRumors", es gebe mittlerweile "eine kleine, aber wachsende Zahl von Besitzern des iPhone 6 Plus", deren Telefone sich innerhalb weniger Tage nach dem Kauf in der Hosentasche verbogen haben sollen. Das Portal bezieht sich dabei auf Berichte und Bilder der Nutzer aus den eigenen Foren.

Ein Apple-Kunde etwa berichtet von einer Hochzeitsfeier, bei der er knapp 18 Stunden unterwegs gewesen sei und die meiste Zeit gesessen habe - mit dem iPhone 6 Plus in der Hosentasche. Als er nach der Feier nach Hause gekommen sei, habe er das Telefon auf einen Tisch gelegt und anhand der Spiegelung auf dem Display bemerkt, dass das Gerät verbogen sei. Die Autoren empfehlen den Nutzern, die Telefone aus der Hosentasche zu nehmen, bevor sie sich setzen. Oder das Smartphone einfach in eine größere Tasche zu stecken.

Am Dienstag schließlich ist ein YouTube-Video aufgetaucht, das offenbar einen Biegetest mit dem neuen iPhone zeigt. Der Tester sagt, er habe nach einigen Tagen einen leichten Knick im Gehäuse seines iPhone 6 Plus bemerkt. Nun wolle er es genauer wissen und presst vor laufender Kamera mit seinen Daumen gegen die Rückseite des Smartphones. Das Ergebnis: Mit festem Druck verbiegt sich das Telefon tatsächlich an der Stelle, wo die Lautstärkeregler angebracht sind. "Das war schmerzhaft", sagt er gegen Ende des Videos. "Aber das ist alles im Dienste der Wissenschaft."

Die Berichte über gekrümmte iPhones ziehen Spott im Netz nach sich. So schreibt ein Nutzer bei Twitter: "Ich habe gehört, dass Uri Geller aufgehört hat, Löffel zu verbiegen. Er hat auf iPhones umgestellt." Außerdem tauchen unter dem Hashtag #Bentgate immer mehr Bananenbilder in den sozialen Netzwerken auf und Schaubilder, die den Krümmungswinkel des iPhone nach der ersten Woche zeigen:

@reverseocr, 19. September: "baseline"

Auch die Konkurrenz nutzt ihre Chance und verhöhnt Apple. Der Elektronikkonzern LG hat bei Twitter ein Bild des geschwungenen Smartphones LG Flex gepostet und schreibt dazu: "#Bentgate? Wäre mit dem LG Flex nicht passiert." Auf eine Anfrage von SPIEGEL ONLINE am Mittwochmorgen hat Apple bisher nicht reagiert.

Das iPhone 6 Plus ist das aktuelle Flaggschiff der Smartphone-Reihe bei Apple. Im Gegensatz zur kleineren Ausgabe des iPhone 6 mit einem 4,7-Zoll-Bildschirm hat das iPhone 6 Plus sogar ein Display mit 5,5 Zoll. Damit ist es das bisher größte Smartphone, das Apple bisher im Programm hat.

jbr

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Olaf 24.09.2014
1.
It's not a bug, it's a feature!
derigel3000 24.09.2014
2.
Tja, man sollte vielleicht Haltbarkeitstests eines neuen Produktes durchführen BEVOR man es überteuert auf den Markt wirft, nur weil dieser danach sabbert.
themistokles 24.09.2014
3. Wirklich Materialfehler?
"Ein Apple-Kunde etwa berichtet von einer Hochzeitsfeier, bei der er knapp 18 Stunden unterwegs gewesen sei und die meiste Zeit gesessen habe - mit dem iPhone 6 Plus in der Hosentasche.... Die Autoren empfehlen den Nutzern, die Telefone aus der Hosentasche zu nehmen, bevor sie sich setzen. Oder das Smartphone einfach in eine größere Tasche zu stecken." Ist ja eigentlich auch logisch, oder? Erst einmal abwarten. Ich habe die Fälle auch in diversen Foren gelesen. Bei fast allen spielt das Fremdverschulden eine sehr große, wenn nicht die Hauptrolle. Wenn man sich mit einem solchen Gerät in der Hosentaschen hinsetzt (in diesem Fall sogar 18 (!) Stunden lang) oder mit anderen Leuten oder harten Gegenständen zusammenstößt, ... naja.
chavezding 24.09.2014
4.
Aluminium verbiegt sich unter starkem Druck. Daran ist nichts neu. Und bei der geringen Tiefe des iPhone 6 ist es sicherlich nicht allzu schwer, genug Druck aufzubauen. Nur drück ich im Alltag nicht dagegen bis es sich biegt. Und wenn in der Hosentasche, je nach Größe, beim Sitzen ein größerer Druck auf das Display bzw. die Fläche wirkt, und man selbiges nicht merkt, naja. Hauptsache man hat wieder was um sich dran hochzuschaukeln.
yshitake 24.09.2014
5. Klar, was Apple jetzt zu tun hat
Passende Textilien vermarkten, in denen sich die Iphones nicht mehr ungewollt verbiegen können. Vielleicht auch eine neue Ladestation mit Schraubstock, die über Nacht nicht nur den Akku auffüllt, sondern auch das Telefon bis zum Morgengrauen wieder in die die ursprüngliche Form zurückbiegt
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