Apple-Smartphone: Forscher hebeln iPhone-Verschlüsselung aus

In sechs Minuten geknackt: Deutsche Forscher haben die Geräteverschlüsselung des iPhones ausgehebelt und auf dem Gerät gespeicherte Passwörter ausgelesen. Die Informatiker warnen: Wer sein iPhone verliert, muss schnell handeln.

iPhone 4: Das Handy mit dem Mega-Bildschirm Fotos
Matthias Kremp

Hamburg - Der Zugriff auf ein iPhone lässt sich mit einem sogenannten Passcode blockieren - nur wer die vierstellige Nummer kennt, kann auf die Anwendungen zugreifen. Dieser Schutzmechanismus soll verhindern, dass jemand, der ein verlorenes iPhone findet, sofort Zugriff auf alle per Passwort geschützten Dienste des Vorbesitzers hat.

Doch wer einen Passcode-Schutz setzt, sollte sich nicht allzu sicher fühlen, warnen die Forscher des Fraunhofer-Institut SIT. Die Informatiker haben diesen Passcode-Schutz ausgehebelt. Ohne den Passcode zu kennen, verschafften sie sich nach einem Jailbreak des Geräts Zugriff auf das Dateisystem und konnten einen Teil der gespeicherten Passwörter mit einer selbstprogrammierten Anwendungen auslesen. Unter anderem erbeuteten sie so Zugangsdaten zu W-Lan-Netzen und VPN-Verbindungen.

Eigentlich bietet Apple im iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS4 einen Schutzmechanismus, der diese Angriffe blockiert. Nur verschlüsseln noch lange nicht alle iPhone-Anwendungen Daten mit diesem zusätzlichen Instrument.

Deshalb raten die Forscher im Fazit ihrer Analyse: "Besitzer eines verlorenen oder gestohlenen iOS-Geräts sollten sofort alle Passwörter ändern, die auf dem Gerät gespeichert waren."

lis

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 13 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Nicht gerade ein Business Gerät
LeisureSuitLenny 11.02.2011
Wer ein iPhone hat, sollte auch daran denken das dies kein Business Gerät ist. Dementsprechend ist die Sicherheit für privaten ChitChat wohl in Ordnung, aber darüber hinaus... sieht man ja. Mein Tipp: schauen das es versichert ist. Und das der Wert des Geräts den Wert der Infos, die damit abhanden kamen, beiweitem übersteigt.
2. ...
m-pesch, 11.02.2011
Zitat von sysopIn sechs Minuten geknackt: Deutsche Forscher haben die Geräteverschlüsselung des iPhones ausgehebelt und auf dem Gerät gespeicherte Passwörter ausgelesen. Die Informatiker warnen: Wer sein iPhone verliert, muss schnell handeln. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,744921,00.html
Leider wurde der Artikel schon wieder rausgenommen. Hier nochmal das Original aus der PC Welt: http://www.pcwelt.de/news/Sicherheitsexperten-iPhone-Passwoerter-in-sechs-Minuten-geknackt-1466038.html
3. jeder Dieb oder Finder...
earl grey 11.02.2011
Zitat von sysopIn sechs Minuten geknackt: Deutsche Forscher haben die Geräteverschlüsselung des iPhones ausgehebelt und auf dem Gerät gespeicherte Passwörter ausgelesen. Die Informatiker warnen: Wer sein iPhone verliert, muss schnell handeln. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,744921,00.html
Jau, weil jeder Dieb oder Finder Informatikexperte ist oder jemanden kennt, der mit den selbstprogrammierten Programmen des Instituts sofort die Passwörter ausliest...is schon klar, ey...
4. ...
K-Mann 11.02.2011
Zitat von earl greyJau, weil jeder Dieb oder Finder Informatikexperte ist oder jemanden kennt, der mit den selbstprogrammierten Programmen des Instituts sofort die Passwörter ausliest...is schon klar, ey...
Graf Grau, ich wäre trotzdem sehr vorsichtig. Denn wie sang die Erste Allgemeine Verunsicherung vor Jahren: "das Böse ist immer und überall!" Der ehrliche Zufallsfinder eines Smartphones gibt es vielleicht sogar beim Fundbüro ab. Der Unehrliche nicht.
5. Egal was man macht, es ist nicht zu verhindern
Retikulator, 11.02.2011
Zitat aus dem Artikel: Dieser Schutzmechanismus soll *verhindern*, dass jemand (...) *nicht* sofort Zugriff auf alle per Passwort geschützten Dienste des Vorbesitzers hat. Genau das haben die Entwickler ja erreicht, egal, ob mit oder ohne Schutzmechanismus. Warum dann die Aufregung? (Die Alternative, sich über mangelndes Sprachgefühl der Journalisten aufzuregen, ist längst abgehakt.)
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Gadgets
RSS
alles zum Thema Apple
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 13 Kommentare
Fotostrecke
iPhone 4: Das Innenleben des Apple-Handys


Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Einfach und bequem: Direkt bei Amazon kaufen.