Apple-Gerüchte So könnte das neue iPhone aussehen. Aber was wünschen Sie sich?

Ist der iPhone-Boom vorbei? Nicht unbedingt - das nächste Gerät könnte starke neue Features haben. Hier der Stand der Gerüchte. Und Sie können abstimmen: Was brauchen Sie wirklich?

iPhone 6s: Zu groß für die einen, zu wenig Innovation für die anderen
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iPhone 6s: Zu groß für die einen, zu wenig Innovation für die anderen

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Ist das jetzt das Ende für Apple? Wenn man manche Kommentare zu den Quartalszahlen liest, die der Konzern am Dienstag veröffentlicht hat, könnte man das glauben. Der Konzern hat "nur" 74,8 Millionen Exemplare seines Geldbringers iPhone verkauft und damit "nur" 18,4 Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftet - 6,1 Milliarden mehr als Finanzminister Schäuble für die Bundesrepublik Deutschland vermelden konnte. Rekordzahlen, allesamt, den Anlegern aber nicht genug.

Denn die erwarten neben Rekordzahlen auch Rekordwachstum - und das gibt es bei Smartphones nicht mehr. Gründe dafür, dass Umsatz und Gewinn nicht mehr ganz so rasant steigen, gibt es viele. Der starke Dollar vermiest Apple den Gewinn, die schwache Wirtschaft in China womöglich den Absatz.

Aber es gibt noch einen dritten Faktor, der hier hineinspielt und vielen Smartphone-Herstellern zu schaffen macht: Die Geräte sind einfach schon zu gut. Wer sich in den letzten Jahren ein Oberklasse-Handy gekauft hat, ist damit in der Regel zufrieden. Egal ob Samsung LG oder eben Apple, die Geräte haben meist eine ordentliche Kamera eingebaut, genug Speicher, Leistung und sind auch in den Netzen schnell unterwegs.

Die Unterschiede sind kaum zu erkennen. Von links nach rechts liegen hier iPhone 6s, iPhone 6, iPhone 6s Plus und iPhone 6 Plus nebeneinander.

Die neue Farbvariante Roségold sticht allerdings deutlich hervor.

Ob Apple Probleme hat, das pinkfarbene Modell herzustellen oder ob die Nachfrage danach einfach sehr hoch ist, lässt sich nicht sagen. Aber während die anderen Modelle im Vorverkauf bequem zum Erstverkaufstag, dem 25. September, bestellbar sind, werden für diese Variante bereits wochenlange Wartezeiten in Aussicht gestellt.

Das Pinkmetallic wurde bei dem neuen Modell konsequent auf alle sichtbaren Teile übertragen.

Auch die neuen iPhones benötigen wieder eine Nano-Sim-Karte, die in eine kleine Schublade eingelegt werden muss.

Einen USB-C-Anschluss, wie man ihn mittlerweile bei einigen aktuellen Android-Smartphones findet, baut Apple nicht ein. Stattdessen setzt das Unternehmen weiter auf seinen Lightning-Connector.

In den Homebutton ist wieder ein Fingerabdrucksensor eingebaut. Gegenüber dem Vormodell soll er doppelt so schnell sein. Im Alltag ließ sich kaum ein Unterschied feststellen.

Die Auflösung der Bildschirme ist so hoch, dass sich mit bloßem Auge keine Pixel erkennen lassen. Hier haben wir mit siebenfacher Vergrößerung eine Nahaufnahme des Displays eines iPhones 6s gemacht, um die Bildpunkte sichtbar zu machen.

Die Selfiekamera hat ein signifikantes Update bekommen, zeichnet jetzt 5 Megapixel auf. Zuvor waren es 1,2. Der Bildschirm dient ihr als Blitzersatz.

Auch die Hauptkamera der neuen iPhones wurde aufgewertet, nimmt zwölf statt bisher acht Megapixel auf und kann jetzt auch 4K-Videos filmen. Im iPhone 6s Plus wird das Linsensystem durch einen optischen Bildstabilisator unterstützt.

Die am deutlichsten spürbare Neuerung der iPhones 6s und 6s Plus ist die Funktion 3D Touch.

Drückt man etwas kräftiger auf App-Symbole, lassen sich per 3D Touch Menüs ausklappen, über die man auf einige Funktionen der App sofort zugreifen kann.

Welche Funktionen per 3D Touch nutzbar sind, entscheidet der Entwickler, selbst auswählen kann man nicht.

Auch in Apps selbst lässt sich 3D Touch nutzen. Hier beispielsweise wird der Inhalt einer Playlist angezeigt, nachdem diese per 3D Touch ausgewählt wurde.

Auch im Adressbuch und der Telefon-App ist 3D Touch nützlich. Drückt man auf den Namen einer Person, wird angezeigt, über welche Kommunkationswege man diese Person erreichen kann.

Ein Druck auf die Fotos-App fördert diese Menü hervor, über das man unter anderem die neuesten Aufnahmen und Bilder anzeigen lassen kann, die man vor einem Jahr aufgenommen hat.

Die E-Mail-App von iOS 9 ist ein gutes Beispiel für die Möglichkeiten von 3D Touch. Drückt man auf eine Mail, wird eine Vorschau von deren Inhalt angezeigt.

Schiebt man die E-Mail nach links, lässt sie sich sofort löschen. Ein Wisch nach rechts markiert sie als gelesen.

Schiebt man die Nachricht nach oben, werden verschiedene Optionen angezeigt, etwa, um sie zu beantworten oder weiterzuleiten.

Wer mit 3D Touch nicht zurechtkommt, sollte einen Blick in die Einstellungen-App werfen. Dort gibt es unter Allgemein/Bedienungshilfen die Möglichkeit einzustellen, wie sensibel der Bildschirm auf den Druck der Finger reagieren soll.

Firmen wie Apple fällt es deshalb immer schwerer, ihre Bestandskunden zum Umstieg auf ein neues Modell zu bewegen. Dafür fehlt es einfach an neuen Killerfeatures. Womit sich die Frage stellt, was sich Smartphone-Nutzer eigentlich wünschen, womit man sie zum Neukauf locken könnte.

Apple selbst verrät natürlich nicht, wie es das schaffen will. Doch kursieren im Netz schon seit Wochen etliche Gerüchte darüber, wie die nächsten iPhones aussehen, was sie können sollen. Das hier sind die wichtigsten:

  • Ein neues 4-Zoll-iPhone: Während die Konkurrenz immer größere Smartphones baute, blieb Apple bis zum iPhone 5s dem handlichen 4-Zoll-Format treu. Seit dem iPhone 6 und 6 Plus sind die Geräte aber deutlich größer geworden, was sicher eine richtige Entscheidung war, aber nicht allen gefällt. Ein womöglich günstigeres kleines iPhone könnte diese Kunden zurückgewinnen. Angeblich soll es schon im März vorgestellt werden.
  • Ein wasserfestes iPhone: Schon seit Jahren hoffen Apple-Fans auf ein iPhone, das mit in die Badewanne kann. Sony macht vor, dass das problemlos möglich ist. Gerüchte, Apple wolle beim iPhone 7 auf den Kopfhöreranschluss verzichten, beflügeln diese Hoffnung. Ohne diese Buchse wäre es viel leichter, die Geräte dichtzumachen.
  • Eine neue Kamera: Möglicherweise wird Apple die Technik der Kamera komplett verändern. Ähnlich wie das HTC One (M8) soll das iPhone 7 zwei im Geräterücken eingebaute Kameras haben, um bessere Aufnahmen zu machen. Außerdem ist von einem optischen Zoom die Rede - das wäre neu bei einem Smartphone.
  • Besser schlafen: Dies ist kein Gerücht, sondern ein konkreter Plan: Mit iOS 9.3 führt Apple eine Funktion ein, mit der die Farbtemperatur des Bildschirms automatisch verändert werden kann. Das soll iPhone-Nutzern helfen, besser zu schlafen, indem Nachts auf wärmere Farben umgeschaltet wird, die helfen den Tag-Nacht-Rhythmus beizubehalten.

Betaversion von iOS 9.3: Mit der neuen Nachtschicht-Funktion lässt sich festlegen, dass der Bildschirm während der Nachtstunden wärmere Farben anzeigt. So soll vermieden werden, dass das sonst eher kalte blaue Licht zu Einschlafproblemen führt.

In der Health-App werden mit iOS 9.3 nun auch die mit der Apple Watch aufgezeichneten Aktivitätsdaten angezeigt.

Auch im sogenannten Dashboard der Health-App lassen sich die Aktivitätsdaten nun übersichtlich anzeigen.

Wer fürchtet, sein Handy könnte Fremden in die Hände fallen, kann seine in der Notizen-App gespeicherten Aufzeichnungen jetzt auch per Passwort und Fingerabdruck sichern.

In Autos mit CarPlay-Unterstützung sind unter anderem die Navigationskarten erweitert worden. Außerdem soll die Integration von Apple Music verbessert worden sein.

An Universitäten und Schulen können iPads jetzt von mehreren Schülern oder Studenten genutzt werden. Lehrer können über eine neue Classroom-App kontrollieren, was die Schüler am Tablet treiben.

Die 3D-Touch-Funktion der neuen iPhones 6S und 6s Plus wird unter iOS 9.3 von mehr Apps als bisher unterstützt.

  • Ein schnellerer Prozessor: Eigentlich kaum ein Gerücht, sondern Standard bei jeder neuen iPhone Generation: Der Prozessor wird leistungsfähiger, dürfte als A10 bezeichnet werden.
  • Ein dünneres iPhone: Der Wegfall der Kopfhörerbuchse gäbe Apple auch die Möglichkeit, das Handy weiter abzuspecken. So dünn wie ein iPod touch - 6,1 Millimeter - könnte es werden. Die Gefahr: Der Akku müsste dabei kleiner werden, was wiederum durch sehr energieeffiziente Bauteile ausgeglichen werden müsste.
  • Drahtloses Aufladen: Nokia machte es schon vor Jahren, Samsung bietet es auch an, die Apple Watch kann es auch: Wireless Charging. Jetzt wird es Zeit, auch beim iPhone den letzten Draht zu kappen. Aber selbst wenn der Konzern das tut, bleibt die Frage, wie er das tut. Die Technik der Apple Watch etwa basiert zwar auf dem Qi-Standard, sie lässt sich aber trotzdem nur mit Apple-Ladegeräten betanken.
  • Ein neues Design: Seit dem iPhone 4 hat Apple alle zwei Jahre das Design verändert, mal mehr, mal weniger. Nach iPhone 6s und 6s Plus wäre es jetzt also wieder Zeit für einen neuen Look.

Was wollen Sie?

Zugegeben, diese Liste liest sich ein wenig wie eine Wunschliste, doch sie spiegelt in etwa wider, was derzeit an Gerüchten und Vermutungen durchs Netz wabert. Aber: Braucht man das alles wirklich? Will man das haben? Oder vielleicht doch lieber etwas ganz anderes? Machen Sie mit bei unserer Abstimmung!

Oder haben Sie vielleicht eine viel bessere Idee, was ein Smartphone dringend endlich können müsste? Ihr ganz persönliches Killerfeature? Dann schreiben Sie uns (bis Donnerstag, 14 Uhr): spon_netzwelt@spiegel.de, Betreff "iPhonefeatures".

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Was muss das nächste iPhone können?

Gerüchte gibt es viele, Wünsche auch, aber was wäre denn wirklich ein Killerfeature, im iPhone 7?



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insgesamt 70 Beiträge
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Seite 1
Sonicmaster 27.01.2016
1. Killerfeature
Ein Killerfeature wären eingebaute Solarzellen. Dann wäre es auch egal wenn man mal das Kabel oder das Netzteil nicht dabei hätte. Einfach aus der Hosentasche nehmen und der Akku wird geladen, oder weder halt weniger beansprucht.
friedrichgadow 27.01.2016
2. Killerfeature?
Was von den zur Wahl stehenden items ist den jetzt bitte ein Killerfeature? Alles doch schon irgendwo vorhanden... Und ganz ehrlich: wenn der Gewinn von Apple sich in den kommenden Jahren halbieren sollte dann waere meine Trauer auch nur von kurzer Dauer.....
yshitake 27.01.2016
3. Der geheimste Wunsch vieler Iphone-Besitzer
ist wohl ein anderes Betriebssystem. Ich hab wirklich noch nicht viel Iphones am eigenen Leib getestet, aber immer wenn ich eines in der Hand hatte, war ich meistens nach einer Minute schon irgdendwo am Ende der Apple-Sandbox angelangt und hab wieder erleichtert zum Android-Telefon gegriffen. Alle vorgeschlagenen Features habe ich übrigens schon seit über 2 Jahren in meinem Sony Z1 Compact serienmäßig. Wenn Apple-Kunden nach einzelnen solcher "Features" (ich nenne es den Stand der Technik anno 2013) betteln müssen, weiss man das der Kunde bei Apple vieles ist, aber sicher nicht der König.
R. Lorenz 27.01.2016
4. Die Akkuleistung...
muss deutlich verbessert werden. Diese wird von Apple leider nach wie vor sehr stiefmütterlich behandelt.
Tingletangle 27.01.2016
5. an dieser Liste
...wird deutlich wie sehr Apple technisch im Rückstand ist. denn jedes einzelne aufgelistete feature gibt es schon lange bei der Konkurrenz....
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