Nächstes Modell Wird die Apple Watch autonom?

Kurz bevor Apple seine neuen Quartalszahlen bekannt gibt, rumort es in den Gerüchteküchen. Über wasserdichte iPhones wird spekuliert und über eine neue Apple Watch. Und darüber, ob beide Flops sein werden.

Apple-CEO Tim Cook stellt die Apple Watch vor
AP/dpa

Apple-CEO Tim Cook stellt die Apple Watch vor


Am späten Dienstagabend wird Apple per Telefonkonferenz die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2016 präsentieren. In den vergangenen Jahren war das stets ein Anlass, neue Rekorde zu vermelden: mehr Umsatz, mehr Gewinn, mehr verkaufte Geräte.

Doch schon vor Monaten warnte der Konzern, die Geschäfte würden bald nicht mehr so gut laufen wie bisher. Vor allem die schwächelnde Wirtschaft im wichtigen Absatzmarkt China werde daran schuld sein.

Mit dem günstigeren iPhone SE versucht der Konzern gegenzusteuern. Ob die Strategie aufgeht, wird man Dienstagabend gegen 22.30 Uhr erfahren, wenn Apple-Chef Tim Cook nach US-Börsenschluss seine Zahlen vorlegt.

Doch schon vorher wird viel spekuliert, es kursieren zahlreiche Gerüchte darüber, ob dem kalifornischen Konzern tatsächlich ein Gewinneinbruch bevorsteht. Vor allem aber rätseln Fans und Marktbeobachter, wie das iPhone 7 und die Apple Watch 2 aussehen werden.

Aalglatt

Was das nächste iPhone-Modell angeht, sind sich die Auguren erstaunlich einig: Flacher wird es sein und vollkommen glatt, heißt es, vorne wie hinten. Möglich werden soll das durch eine neue Kamera, die wieder komplett im Gehäuse stecken soll. "Appleinsider" berichtet zudem, dass der mechanische Home-Button auf der Vorderseite durch ein berührungsempfindliches Touchpad ersetzt werde.

Das Blog "Macrumors" geht sogar noch einen Schritt weiter und vermutet aufgrund eines jüngst eingereichten Patents, Apple werde diese Schaltfläche samt Fingerabdrucksensor aus sogenanntem Liquidmetal herstellen. Das würde sich verformen, wenn man mit dem Daumen darauf drückt, danach aber zu seiner glatten Form zurückkehren.

Einig sind sich die Gerüchteköche darin, dass das iPhone 7 wasserdicht sein wird. Dafür wolle Apple unter anderem den Kopfhöreranschluss abschaffen. Der Akku könnte dann ja drahtlos geladen werden.

Während "Boy Genius Report" angesichts dieser Vermutungen ganz aufgeregt wird, leitet das "Forbes"-Magazin allein aus den Prognosen von Analysten und Apple-Fans ab, dass das nächste iPhone ganz furchtbar langweilig wird. Erst das iPhone 8 werde die erhofften Innovationen bringen. Das komme aber erst 2017 auf den Markt und dann sei es für Apple womöglich schon zu spät.

Flop oder Top?

Zugleich wird orakelt, wie es denn um die Apple Watch steht, die von vielen Beobachtern als Flop angesehen wird. Das "Wall Street Journal" ("WSJ") hat versucht, den Negativvermutungen etwas entgegenzusetzen. Weil Apple bisher keine Verkaufszahlen seiner Smartwatch veröffentlicht hat, stützt sich die Zeitung dabei auf Schätzungen von Analysten.

Die würden von zwölf Millionen Uhren ausgehen, die Apple im ersten Jahr verkauft habe, heißt es. Diese Zahl vergleicht das "WSJ" mit den Verkäufen des ersten iPhones, von dem der Konzern seinerzeit nur sechs Millionen Exemplare im ersten Jahr absetzen konnte. Demnach sähe es doch gar nicht so schlecht aus.

Die autonome Apple Watch

Trotz einiger Software-Updates plagen die Apple Watch aber immer noch Probleme. Vor allem der langsame Start einiger Drittanbieter-Apps nervt die Träger. Zudem ist die Uhr sehr von dem iPhone abhängig, mit dem sie verbunden ist. Ist das weg oder abgeschaltet, ist sie kaum noch smart.

Das werde sich mit dem nächsten Modell ändern, glauben die Autoren von "9to5mac", nachdem sie den Artikel im "WSJ" gelesen haben. Denn in dem heißt es - mit Bezug auf anonyme Quellen -, Apple wolle in seine nächste Smartwatch einen schnelleren Prozessor und ein Mobilfunkmodul einbauen, damit sie autark vom Smartphone agieren kann.

Apple sagt zu alldem natürlich gar nichts. Wäre auch merkwürdig, schließlich wird die Vorstellung des iPhone 7 erst im September erwartet, dann möglicherweise zusammen mit einer neuen Version der Apple Watch. Der Konzern hat also noch reichlich Zeit, festzulegen, was seine neuen Gadgets können und wie sie aussehen werden.

mak

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insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
midastouch 26.04.2016
1. Zum Kopfhöreranschluss
Der Entfall der Kopfhörerbuchse würde sich nicht darauf auswirken, ob das Handy kabellos oder nicht aufgeladen werden würde. Heute wird dazu der Lightning-Stecker verwendet. Ob der allerdings bleiben kann, wenn das Handy wasserdicht werden soll, kann ich nicht sagen. In allen Berichten zum Thema ist bisher nur vom Entfall der Kopfhörerbuchse die rede.
spon-facebook-10000015195 26.04.2016
2. Autonome AppleWatch?!?
Dann wird die Uhr wahrscheinlich keinen halben Tag ohne Akkuaufladung halten oder Die Uhr wird noch klobiger durch einen stärkeren Akku.
swnf 26.04.2016
3. Naja
Zitat von spon-facebook-10000015195Dann wird die Uhr wahrscheinlich keinen halben Tag ohne Akkuaufladung halten oder Die Uhr wird noch klobiger durch einen stärkeren Akku.
Klobig? Meine mechanische Uhr (Fortis) ist doppelt so dick und 3x so schwer. Akku? Abends habe ich jeden Tag noch ca. 70% Ladung übrig. Ich kann keine Akku-Probleme erkennen. Ich bin aber auch jemand, der Nachts keine Uhren trägt und deshalb auch keinen Nachteil darin sieht, wenn man sie jede Nacht wieder auflädt.
derpif 26.04.2016
4.
"...ein berührungsempfindliches Touchpad"-das ist ja der Wahnsinn. Touchpad UND berührungsempfindlich, dagegen sind ja alle anderen Touchpads nur Pads.
irgeneinleser 26.04.2016
5.
#1 So wie ich das lese soll der Kopfhöreranschluss wegen der Wasserdichtigkeit wegfallen. Ich habe ein Sony Xperia Z2. Das ist auch mit Kopfhöreranschluss "wasserdicht"
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