Richtlinien für Programmierer Apps für Apple Watch dürfen nicht bloß die Zeit anzeigen

Apples Vorschriften für Entwickler von Watch-Anwendungen wurden strenger gefasst. Reine Zeitangabe-Programme für die digitale Armbanduhr sind nicht zulässig. Auch Furz-Apps sind unerwünscht.

Watchfaces der Apple Watch: Reine Zeitangabe-Apps nicht zulässig
Matthias Kremp

Watchfaces der Apple Watch: Reine Zeitangabe-Apps nicht zulässig


Apple hat die Entwickler-Richtlinien für seinen App Store überarbeitet und an sein erweitertes Angebot angepasst. Die Änderungen beziehen sich diesmal auf das jüngste Produkt in der Angebotspalette, die Apple Watch. Wer neue iOS-Anwendungen programmiert, sollte diese Apple-Vorschriften genau studieren, ansonsten übersteht die Applikation nicht den hauseigenen Genehmigungsprozess.

Für Apps, die für die Apple Watch entwickelt werden, gilt seit Dienstag eine neue Regel. In Punkt 10.7 heißt es: "Watch Apps, deren primäre Funktion die Zeitanzeige ist, werden abgelehnt." Damit stehen reine Uhrzeit-Anwendungen für Apples Armband-Computer auf demselben Niveau wie ebenfalls nicht zugelassene Furz-Apps (Punkt 2.11).

Tatsächlich scheint es sich bei der Restriktion um nur einen Aspekt einer weitergehenden Beschränkung zu handeln. Derzeit können Watch-Nutzer unter lediglich neun verschiedenen Anzeige-Ansichten wählen. Die Entwicklung weiterer Anzeige-Varianten ist nicht gestattet, führt "9to5mac.com" aus.

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Apple-Watch-Apps: Die besten und schlechtesten Apple-Watch-Apps
Allerdings scheinen sich die Verantwortlichen bei Apple noch nicht ganz sicher zu sein, wie viele verschiedene Zifferblätter es denn nun geben soll. Das schließt "Mashable" aus der Beobachtung eines Apple-Nutzers, der im März auf die ursprüngliche Pressemitteilung zur Apple Watch vom September 2014 hinwies, in der von elf Uhr-Ansichten die Rede gewesen sei. Zudem habe es zwischenzeitlich wohl Entwürfe für eine wesentlich größere Anzahl von Anzeigen gegeben, darunter auch viele mit Fotohintergrund.

An den Features dürfte sich in Zukunft aber ohnehin immer mal wieder etwas ändern. So heißt es auch in den Apple-Watch-Nutzerrichtlinien, die Watch-Besitzer sollten die Software regelmäßig aktualisieren, Menge und Auswahl der zur Verfügung stehenden Anzeigen könnten sich von den derzeitigen unterscheiden. Viel dürfte sich auch tun, wenn Apple sein versprochenes natives Entwickler-Kit für die Watch veröffentlicht.

Das ist die Apple Watch

Apple Watch: Schon die Mittelklasse-Version kann ziemlich teuer werden. Diese Variante mit Edelstahlgehäuse und dem Edelstahlarmband Link kostet rund 1150 Euro.

Das Gliederarmband ist sehr hochwertig verarbeitet und besteht aus mehr als 100 Einzelteilen. Viele davon sind wohl notwendig für die spezielle Mechanik, die es so einfach macht, das Armband ohne Werkzeug zu kürzen.

Günstiger als das Stahlarmband ist das Sportarmband. Wer sich für das Modell aus Kunststoff entscheidet, kann 450 Euro sparen.

Damit der überstehende Teil des Sportarmbands nicht herumschlackern kann, wird er beim Schließen unter den gegenüberliegenden Teil des Armbands geschoben.

Auf der Rückseite der Apple Watch findet man die Sensoren des optischen Pulsmessers.

Die installierten Apps werden wie eine Wolke dargestellt, die man mit dem Finger verschieben kann.

Alles kommt durch: Meldungen, die in der Mitteilungszentrale des iPhones ankommen, erscheinen auch auf der Apple Watch.

Ein Dutzend Kontakte passt auf die kreisförmige "Freunde"-Übersicht, die sich mit einem Druck auf die Seitentaste jederzeit schnell aufrufen lässt.

Freunden, die auch eine Apple Watch besitzen, kann man seinen Pulsschlag schicken, indem man mit zwei Fingern auf das Display drückt. Dem Empfänger wird der Puls dann mithilfe der Taptic Engine spürbar gemacht. Eine nette Idee, aber letztlich nur eine Spielerei.

Ein bisschen Computerei gibt es auch bei der Apple Watch. Im Menü Einstellungen lassen sich grundlegende Parameter festlegen. Besonders viel gibt es hier aber nicht einzustellen.

Lange Leitung: Das Ladekabel der Apple Watch ist mit zwei Metern erheblich länger als beispielsweise die Ladekabel von iPhones und iPads.

Kontakt ohne Kontakte: Das Ladekabel wird magnetisch am Gehäuse gehalten, eine Buchse gibt es nicht, der Strom wird schnurlos per Induktion übertragen.

Ist der Kontakt zum Ladekabel hergestellt, leuchtet für wenige Sekunden diese Meldung auf, danach schaltet sich das Display wieder ab. Der Ladevorgang dauerte im Test, je nach Entladezustand des Akkus, meist weniger als eine Stunde.

Apple liefert zehn verschiedliche Zifferblätter mit, die man farblich und hinsichtlich der angezeigten Daten anpassen kann. Dies sind drei Beispiele.

meu



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Seite 1
gumbofroehn 29.04.2015
1. Ich wundere mich immer wieder ...
... warum sich Apple-Nutzer so bereitwillig bevormunden lassen.
themistokles 29.04.2015
2. Nutzlos- Apps...
Naja, man kann trefflich über einige Punkte diskutieren und ob das jetzt einer "Zensur" gleichkommt. Aber die (gefühlt) 5.000.000 nutzlose Furz- App braucht es wohl nun wirklich nicht. Insofern vielleicht sogar ein Fortschritt, der vor allem der Übersichtlichkeit und der allgemeinen App- Qualität im Store zu Gute kommt.
yshitake 29.04.2015
3. Verständlich
Bin mir sicher, das sich Apple das lukrative Watchface Zusatzgeschäft nicht von jedem dahergelaufenem App-Bastler abgraben lassen will. Apple wird die Watchfaces am liebsten selbst vermarkten. Da trifft geringster Programmieraufwand auf maximalen Ertrag. Wer da unter den Ersten den Markt entert, kann schnell reich werden. Hätte aber eigentlich gedacht, das wäre schon längst gelaufen bevor die Watch verkauft wird.
hschmitter 29.04.2015
4.
Wie dämlich muß man sein, wenn man einen (Teil)Computer erwirbt, bei dem einen der Hersteller vorschreibt, was erlaubt ist und was nicht. Das Ganze erinnert eher an Nordkorea anstatt an mündige Bürger.
hschmitter 29.04.2015
5.
Zitat von themistoklesNaja, man kann trefflich über einige Punkte diskutieren und ob das jetzt einer "Zensur" gleichkommt. Aber die (gefühlt) 5.000.000 nutzlose Furz- App braucht es wohl nun wirklich nicht. Insofern vielleicht sogar ein Fortschritt, der vor allem der Übersichtlichkeit und der allgemeinen App- Qualität im Store zu Gute kommt.
Persönlich würde ich eine der erwähnten Apps auch ziemlich beschränkt finden, aber wieso bestimmt ein Hardwarehersteller, welche Software auf dem System zum Einsatz kommt?
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