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Apple Watch im Test: Nenn sie bloß nicht Uhr

Von Benjamin Braden (Video) und

SPIEGEL ONLINE

In wenigen Tagen beginnt der Vorverkauf der Apple Watch. Wir haben an einem der wenigen Testgeräte ausprobiert, was das neue Gadget wirklich kann.

Apple hat sich viel Mühe gegeben, seine erste Smartwatch lange vor der Markteinführung bekannt zu machen. Im September wurde die Apple Watch erstmals öffentlich präsentiert, im Januar kündigte Konzernchef Tim Cook den Verkaufsbeginn für April an, Anfang März schließlich gab das Unternehmen endlich Details und Preise bekannt.

Und jetzt konnte ich eines der ersten Testgeräte in Empfang nehmen, dessen Übergabe ganz anders ablief als üblich. Das Gerät kam nicht per Post, sondern ich durchlief das gesamte Prozedere, das auch künftigen Apple-Watch-Käufern geboten werden soll.

Dazu gehört, dass man schon im Apple Store den Karton öffnet, seine Smartwatch aus der darin verborgenen Box auspackt und sie unter Anleitung eines Apple-Mitarbeiters anpasst, mit dem iPhone verbindet und einrichtet. Ein Service wie bei einem guten Uhrenhändler, der den Preisen zwischen 400 und 18.000 Euro angemessen ist.

Die drei Versionen der Apple Watch
Apple Watch Sport Apple Watch Apple Watch Edition
Gehäusematerial Aluminium Edelstahl Gold
Armbänder Sportarmband Sportarmband, Lederarmbander, Milanaise-Armband, Gliederarmband Sportarmband, Lederarmband
Modellvarianten 10 20 8
Preis 399 bis 449 Euro 649 bis 1249 Euro 11.000 bis 18.000 Euro
Alle Daten sind Herstellerangaben
Wer das nicht will, kann es aber auch allein versuchen. Sonderlich kompliziert ist der Vorgang nicht. Um beispielsweise die Bluetooth-Verbindung zwischen Handy und Smartwatch herzustellen, müssen keine Menüs aufgerufen, keine Codes eingegeben werden.

Stattdessen genügt es, die Handykamera auf den Bildschirm der Smartwatch auszurichten, auf dem nach dem Einschalten eine wirre Pixelwolke wabert. Einen Augenblick später steht die Verbindung. Alles Weitere erledigt man mit der Apple-Watch-App, die zu iOS 8.2 gehört, ihre Funktionen aber erst in Kombination mit der Smartwatch preisgibt.

Fotostrecke

7  Bilder
Steuerungszentralen: Die Apple-Watch-App und die Aktivitäten-App
Siri versteht mich

Schon beim ersten Ausprobieren fällt mir auf, wie gut die Apple Watch verarbeitet ist. Das Edelstahlgehäuse des Testgeräts macht einen soliden und zugleich edlen Eindruck. Das Deckglas des Bildschirms geht ohne spürbare Kante sanft in das Gehäuse über. Die viel billigeren Android-Smartwatches können da nicht mithalten, nicht einmal die ansonsten sehr schöne Asus Zenwatch.

Beim Herumwischen auf dem Bildschirm merke ich bald, dass die Apple Watch sehr schnell reagiert, Grafiken und Symbole geschmeidig animiert werden. Gleichzeitig fällt auf, dass einige Apps ein wenig langsam sind. Die Stoppuhr beispielsweise braucht fünf Sekunden, bevor sie einsatzbereit ist. Das kann noch optimiert werden.

Das ist die Apple Watch

Apple Watch: Schon die Mittelklasse-Version kann ziemlich teuer werden. Diese Variante mit Edelstahlgehäuse und dem Edelstahlarmband Link kostet rund 1150 Euro.

Das Gliederarmband ist sehr hochwertig verarbeitet und besteht aus mehr als 100 Einzelteilen. Viele davon sind wohl notwendig für die spezielle Mechanik, die es so einfach macht, das Armband ohne Werkzeug zu kürzen.

Günstiger als das Stahlarmband ist das Sportarmband. Wer sich für das Modell aus Kunststoff entscheidet, kann 450 Euro sparen.

Damit der überstehende Teil des Sportarmbands nicht herumschlackern kann, wird er beim Schließen unter den gegenüberliegenden Teil des Armbands geschoben.

Auf der Rückseite der Apple Watch findet man die Sensoren des optischen Pulsmessers.

Die installierten Apps werden wie eine Wolke dargestellt, die man mit dem Finger verschieben kann.

Alles kommt durch: Meldungen, die in der Mitteilungszentrale des iPhones ankommen, erscheinen auch auf der Apple Watch.

Ein Dutzend Kontakte passt auf die kreisförmige "Freunde"-Übersicht, die sich mit einem Druck auf die Seitentaste jederzeit schnell aufrufen lässt.

Freunden, die auch eine Apple Watch besitzen, kann man seinen Pulsschlag schicken, indem man mit zwei Fingern auf das Display drückt. Dem Empfänger wird der Puls dann mithilfe der Taptic Engine spürbar gemacht. Eine nette Idee, aber letztlich nur eine Spielerei.

Ein bisschen Computerei gibt es auch bei der Apple Watch. Im Menü Einstellungen lassen sich grundlegende Parameter festlegen. Besonders viel gibt es hier aber nicht einzustellen.

Lange Leitung: Das Ladekabel der Apple Watch ist mit zwei Metern erheblich länger als beispielsweise die Ladekabel von iPhones und iPads.

Kontakt ohne Kontakte: Das Ladekabel wird magnetisch am Gehäuse gehalten, eine Buchse gibt es nicht, der Strom wird schnurlos per Induktion übertragen.

Ist der Kontakt zum Ladekabel hergestellt, leuchtet für wenige Sekunden diese Meldung auf, danach schaltet sich das Display wieder ab. Der Ladevorgang dauerte im Test, je nach Entladezustand des Akkus, meist weniger als eine Stunde.

Apple liefert zehn verschiedliche Zifferblätter mit, die man farblich und hinsichtlich der angezeigten Daten anpassen kann. Dies sind drei Beispiele.

Fast fehlerlos funktioniert die Texteingabe mit Siri. Das ist wichtig, weil es keine Tastatur gibt, auch keine virtuelle. Gesprochene Nachrichten, Erinnerungen, Termine versteht die Software nahezu perfekt. Nach Ansagen, zum Beispiel "Kalendereintrag, morgen um elf Uhr zum Zahnarzt", erscheint Sekunden später ein entsprechender Vermerk in meinem Terminplan.

Viele verschiedene Klopfzeichen

Ebenso gut funktioniert die sogenannte Taptic Engine, die Apple als verbessertes Gegenstück zum Vibrationsalarm im Handy anpreist. Wenn sie mir etwas signalisiert, fühlt sich das eher so an, als würde mir jemand mit dem Finger aufs Handgelenk klopfen.

Verschiedene Klopfzeichen, kombiniert mit Tonsignalen, sollen unterschiedliche Ereignisse und Mitteilungen signalisieren. Mehrere Dutzend solcher Paare gibt es laut Apple. Nach einer Woche habe ich allerdings Mühe, sie noch auseinanderzuhalten.

An der Krone drehen

Weil der Bildschirm so klein ist, wurden einige Funktionen auf die digitale Krone rechts am Gehäuse gelegt. Der Grund ist klar: Man will mich davon abhalten, mit meinen Fingern auf dem Display herum zu wischen und mir damit selbst die Sicht darauf zu versperren.

Es dauert ein wenig, mich daran zu gewöhnen, aber nach ein paar Tagen habe ich es raus und scrolle seither nur noch mithilfe des kleinen Drehrads durch mein Adressbuch und meine E-Mails.

Eintrittskarten am Arm

Neben den Grundfunktionen - Textnachrichten, Freisprechfunktion, Wetter, Uhrzeit - hat Apple einige Extras in seine Smartwatch gepackt. Eine App beispielsweise, mit der man sein Apple TV oder den iTunes-Player auf iMac und Macbook fernsteuern kann.

Das sind die ersten Apps der Apple Watch

Meldungen, die in der Mitteilungszentrale auf dem iPhone erscheinen, können in derselben Form auch auf dem Display der Apple Watch angezeigt werden.

Auf Reisen hat sich Apples Passbook-App als nützlich erwiesen. Hier lassen sich beispielsweise Hotelreservierungen und Flugtickets digital ablegen.

Auf dem Flughafen kann man mithilfe der Passbook-App beispielsweise seine digitalen Flugtickets vorzeigen. Auch der QR-Code, der vor dem Einsteigen gescannt wird, wird auf dem Bildschirm angezeigt. So kann das Handy in der Tasche bleiben.

Mit einen System von Ringen soll die Aktivitäten-App visualisieren, wie viele Kalorien man am jeweiligen Tag schon verbraucht hat, wie viel man trainiert hat und wie viel Zeit man im Stehen verbracht hat. Wer lieber konkrete Daten mag, kann sich auch die anzeigen lassen.

Von sich aus erkennt die Apple Watch nicht, welcher sportlichen Betätigung man sich gerade widmet. Stattdessen muss man aus einer Liste auswählen, was zu tun man sich vorgenommen hat.

Die Fitnessdaten werden überwiegend grafisch dargestellt. Der Vorteil dabei: Man bekommt auf einen Blick einen schnellen Eindruck davon, was das Gerät aufgezeichnet hat.

Wie viel Wetter darf es denn sein? Für die Darstellung aktueller und prognostizierter Wetterdaten gibt es auf der Apple Watch verschiedene Möglichkeiten.

Auch als Musikplayer ist die Apple Watch geeignet. Wahlweise kann man dabei Songs in den internen Speicher des Geräts laden oder von der Uhr aus den Musikplayer des iPhones steuern.

Empfehlenswert ist es, lieber Musik aus dem Speicher der Uhr abszuspielen. Umfangreiche Musiksammlungen, wie man sie auf dem iPhone sammeln kann, lassen sich nicht gerade komfortabel auf dem kleinen Bildschirm durchsuchen.

In der Nachrichten-App werden SMS und iChat-Nachrichten angezeigt. Auf der Übersichtsseite werden stets drei Nachrichten, mit Absendername, Textbeginn und Empfangsdatum aufgelistet.

Mit einem kräftigen Fingerdruck, Apple nennt ihn Force Touch, ruft man weitere Optionen auf - etwa, um eine Nachricht zu beantworten.

Ein Chatverlauf wird auf der Apple Watch genau so dargestellt wie auf einem iPhone, nur kleiner.

Genau wie für Nachrichten gibt es auch bei E-Mails Optionen, die man per Force Touch aufruft.

Bis zu 500 Fotos lassen sich auf der Apple Watch speichern.

Weil es doch sehr unübersichtlich ist, die winzigen Fotominiaturen auf dem kleinen Display anzuschauen, lassen sich Fotos auch stufenlos vergrößern.

Eine der wenigen von Drittanbietern vor der Markteinführung bereitgestellten Apps kommt von Twitter.

Zeitmessen, bis in kleinste Einheiten: Auch verschiedene Stoppuhr-Varianten sind in der Apple Watch zu finden.

Die Watch-App von Expedia macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck, stellt Reiseinformationen übersichtlich dar.

Auch eine Tripadvisor-App gibt es bereits. Sie kann beispielsweise helfen, in der Umgebung eine gutes Restaurant zu finden.

Die Apple-Maps-App scheint auf den ersten Blick eher schmückendes Beiwerk zu sein, schließlich lässt sich auf dem kleinen Bildschirm nur ein ebenso winziger Kartenausschnitt anzeigen. Trotzdem kann sie die Orientierung in fremden Städten erleichtern, da sie über eine Navigationsfunktion verfügt.

Noch nützlicher ist Passbook. Die App, die es auch für iPhones gibt, speichert Flugtickets, Hotelreservierungen, Kinokarten und dergleichen. Bei einer Kontrolle lässt man einfach den QR-Code des entsprechenden Tickets auf dem Display anzeigen. In der Praxis funktionierte das bei mehreren Flügen problemlos, sorgte allerdings noch für verdutzte Blicke beim Personal.

Wie hoch ist mein Puls?

Die Fitnessfunktionen der Apple Watch eignen sich prima, um sein tägliches Bewegungsniveau zu protokollieren, sportliche Aktivitäten aufzuzeichnen und daraus den ungefähren Kalorienverbrauch zu berechnen. Dank des integrierten Pulsmessers sollen die so berechneten Werte besonders genau sein, etwa so wie beim Fitbit Charge HR.

Bei meinen Tests funktionierte das sehr gut. Die Aktivitäten-App zeichnete korrekt alles auf, wenn ich spazieren ging, eine Fahrradtour machte oder durchs Nordseewatt wanderte. Eine Besonderheit: Die Schrittlänge des Nutzers errechnet die App automatisch mithilfe der GPS-Daten vom iPhone, die während eines Laufs oder Spaziergangs ermittelt werden.

Grafisch werden die so ermittelten Werte sowohl auf der Smartwatch als auch in der iPhone-App hübsch aufbereitet. Besonders weit gehen die Auswertungen im Vergleich zu spezialisierten Apps wie Runtastic oder Runkeeper aber nicht. Weder kann ich mir meine Laufstrecke auf einer Karte anzeigen lassen, noch wird ausgewertet, in welchen Herzfrequenzzonen ich trainiert habe.

Der Akku könnte mehr können

Die Akkulaufzeit war im Test besser als erwartet. Teilweise zeigte mir das Gerät abends noch 75 Prozent Akkukapazität an. Das ändert sich aber drastisch, sobald ich die Watch intensiver benutzte. Unter die 20-Prozent-Marke kam ich trotzdem nicht.

Ein fünfundvierzigminütiges Training mit Pulsmessung und Musik via Bluetooth-Headset saugt 17 Prozent der gespeicherten Energie aus dem Akku. Ein ebenso langes Training ohne Musik und mit einem Bluetooth-Pulsgurt anstelle des eingebauten Sensors benötigte nur sieben Prozent der Akkukapazität.

Zudem zeigte sich, dass die Apple Watch nicht nur ihren eigenen, sondern auch den Akku des angeschlossenen iPhones belastet. Mein Apple-Handy musste während der Testwoche jedenfalls früher an die Steckdose als gewohnt.

Fazit

Design, Material und Verarbeitung der Apple Watch sind makellos. Die neue Smartwatch sieht nicht nur gut aus, sie ist auch sehr angenehm zu tragen. Die Eingewöhnung an das neue System kann ein paar Tage dauern, zeigt dann aber seine Logik und funktioniert schnell und problemlos.

Ihr volles Potenzial wird die Apple Watch aber erst ausspielen, wenn es mehr als die paar Drittanbieter-Apps gibt, die zum Test bereitstanden. Denn die Apple Watch ist ebenso wenig eine Armbanduhr wie ein Smartphone eine Taschenuhr ist.

Vorteile und Nachteile

Edles Design

Sehr hochwertige Verarbeitung

Sehr gutes Display

Einfache Bedienung

Drahtlose Ladefunktion

Hohe Preise

Bei intensiver Nutzung mäßige Akkulaufzeit

Verkürzt die Akkulaufzeit des gekoppelten iPhones

Anmerkung: SPIEGEL ONLINE wird eine eigene App für die Apple Watch anbieten. Sie wird zum Verkaufsstart der Smartwatch erhältlich sein.

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1. Praktikant?
Arminiafan 08.04.2015
"...Die viel billigeren Android-Smartwatches können da nicht mithalten. ..." Guter Journalismus muss nicht billig sein.
2. Abwarten und Tee trinken....
Larosen 08.04.2015
Ich bin Apple begeistert. Ich habe auch lange auf diese Uhr gewartet, jedoch könnte sie mich leider nicht überzeugen. Ich werde wohl noch ein paar Generationen warten und dann vlt. Zusammen mit dem iPhone 7s eine Apple Watch 2 oder 3 erwerben. Mal schauen ob Apple wirklich einen so großen Erfolg damit haben wird, wie angenommen. Immerhin Stützungen sich darauf die aktuellen Quartalszahlen, die wohl sonst bisher relativ mau sind- für Apples Verhältnisse.
3. Ohje
jenzer 08.04.2015
Vielleicht werd ich langsam alt, aber ich frag mich echt, ob man im Leben nichts besser zu tun hat als sich mit dem Schwachsinn auseinanderzusetzen, den die Industrie uns da vorsetzt. Wozu brauch ich so einen Dreck bitteschön? Kalorienverbrauchsschätzer, Pulsmesser, Schrittlängenberechner, Handgelenksklopfer oder Boardkartenanzeigegerät? Oh mein Gott, ich bin sprachlos, was uns da mal wieder als sensationelle Revolution der Techwelt verkauft wird. Schwachsinn³
4. Puuhhh
PerIngwar 08.04.2015
Ei, Herr Kremp..."edel" sehen die aus? Mir gefallen die am Stand im Nürnberger Hauptbahnhof für 5 - 10 Euro besser - und die muss ich 5 Jahre nicht aufladen. Aber wenn Sie das "edel" finden......
5. Uhr!
Labs-Kautz 08.04.2015
Sie ist teuer und irgendwie..... nutzlos.... Was das Design angeht gefällt mir das iPhone, das iPad und nahezu jede Art von Mac, aber diese UHR ist für mich persönlich ein Fehltritt der für jeden anderen Uhrenhersteller den Ruin bedeuten würde. Ich besitze kein Appleprodukt, schon aufgrund des Preises, aber diese UHR ist hässlich, und ich würde keine haben wollen selbst wenn ich sie mir leisten könnte, ganz im Gegensatz zum iPhone, zum iPad oder einem Mac.
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