Katzen sind im Internet besonders beliebt. Katzenbilder werden millionenfach geteilt, mit lustigen Überschriften versehen verbreiten sie Ratschläge oder Witze. Auch in anderer Hinsicht sind Katzen vorbildlich: Fallen die Tiere herunter, drehen sie sich im Flug und landen so fast immer auf den Füßen.
Davon hat Apple sich offenbar inspirieren lassen. Das kalifornische Unternehmen arbeitet an einer Erfindung, die Handys besser vor Schäden schützen soll. Dazu sollen sich die Geräte beim Herunterfallen drehen und so auf einer weniger anfälligen Stelle landen. Dafür hat Apple ein Patent angemeldet, welches das Patentamt der USA nun veröffentlichte.
Der Bruchschutz würde mit Hilfe eines Sensors funktionieren, der registriert, ob sich ein Gerät im freien Fall befindet. Die Informationen werden an einen Prozessor weitergeleitet, der einen Schutzmechanismus aktiviert. "In einem Beispiel ist der Schutzmechanismus so ausgelegt, dass er die Ausrichtung des Geräts während des Falls ändert", heißt es in der Patentanmeldung, auf die das Technologie-Blog Mashable stieß. Soll heißen: Fällt das Handy mit dem Bildschirm zuerst nach unten, könnte es im Flug gedreht werden. Dann soll das Gerät so landen, dass es nicht direkt auf den Bildschirm fällt. Denn der kann leichter kaputt gehen, und eine Reparatur ist teuer.
Damit das Gerät gedreht werden kann, haben sich die Apple-Designer verschiedene Mechanismen überlegt. Einerseits könnte ein Gewicht innerhalb des Geräts verschoben werden. Das würde die Ausrichtung im Fall ändern. Oder das Gerät könnte automatisch die Batterie auswerfen - mit dem Gewichtsverlust würde sich auch der Schwerpunkt verlagern. Beim iPhone dürfte das schwierig werden, die Batterie ist hier fest verbaut. Auch andere Schutzmechanismen wie das automatische Einfahren außenliegender Knöpfe haben die Designer ausprobiert.
Ob und wann die Funktion in einem Gerät von Apple auftauchen könnte, ist unklar. Die Entwickler nennen in ihrer Patentanmeldung jedenfalls nicht nur das iPhone, sondern auch MP3-Spieler, Laptops oder Tablet-Computer als mögliche Einsatzbereiche.
Unterdessen sieht es aus, als würden Apples Geräteentwickler und die Designer der Software enger zusammenarbeiten. Apple hielt lange Zeit neue Geräte selbst gegenüber den Software-Entwicklern geheim, doch das ändere sich langsam, schreibt das "Wall Street Journal" in Berufung auf mit den Prozessen vertraute Personen.
jnb
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