Entwicklerkonferenz WWDC 2018 Liebe Leserin, lieber Leser,

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am Montag geht die World Wide Developer Conference von Apple los, kurz WWDC. Um 19 Uhr deutscher Zeit wird Apple-Chef Tim Cook im McEnery Convention Center in San José, Kalifornien, die Veranstaltung eröffnen. Fünf Tage lang werden dort Programmierer aus aller Welt mit Apples Experten über Programmiertechniken diskutieren. Nicht-Programmierer hingegen interessieren sich nur für die ersten eineinhalb Stunden, die Keynote.

Mann mit Notebook auf der WWDC 2017
DPA

Mann mit Notebook auf der WWDC 2017

Im vergangenen Jahr ging es dabei hoch her. Neben diversen Software-Updates wurde dort erstmals der HomePod gezeigt, Apples smarter Lautsprecher, der erst jetzt, ein Jahr später, in Deutschland in den Handel kommt. Außerdem gab es ein neues MacBook Pro und einen iMac, beide Geräte konnte ich damals kurz über Nacht in meinem Hotelzimmer testen.

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Apple-Konferenz WWDC: Der neue iMac ausprobiert

Darüber, was Apple in diesem Jahr präsentieren wird, herrscht bei den üblichen Apple-Bloggern ungewohnte Unsicherheit. Es scheint, der Konzern hat es endlich einmal geschafft, seine Geheimnisse für sich zu behalten. Wenigstens die meisten.

Ein paar Dinge gelten trotzdem als sicher: Es wird vor allem um Software gehen, wie auf jeder WWDC. So werden macOS 10.14, iOS 12, watchOS 5 und tvOS 12 gezeigt werden. Und es wird wieder viel über Gesundheits- und Fitness-Apps gesprochen werden.

Doch was neue Hardware angeht, tappt die Branche noch im Dunkeln. Es gibt Gerüchte über ein neues Mittelklasse-Smartphone, das iPhone SE2 heißen könnte. Auch für das MacBook Air erhoffen sich wieder einmal viele eine längst überfällige Neuauflage.

Überfällig wäre auch die Markteinführung von Apples kabelloser Ladestation AirPower, die im September 2017 angekündigt worden war. Möglicherweise werden parallel dazu neue AirPod-Kopfhörer vorgestellt, die sich per AirPower aufladen lassen.

 AirPower-Ladestation
Apple

AirPower-Ladestation

Sicher ist vor allem, dass Tim Cook auf der WWDC auch auf ein neues Ziffernblatt für die Apple Watch hinweisen wird. Das wird, passend zu einem sogenannten Pride-Edition-Armband, das es 2017 kurzzeitig gab, in den knallbunten Gay-Pride-Farben gehalten sein und ist schon im jüngsten watchOS-Update 4.3.1 enthalten. Freigeschaltet wird es aber erst nach dem Ende der Keynote, also etwa um 21 Uhr deutscher Zeit.

Ich bin vor Ort in Kalifornien für Sie dabei und werde noch am Abend berichten, was Tim Cook aus Apples Wundertüte gezogen hat.


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Seltsame Digitalwelt: Die Ich-habe-das-Handy-vergessen-Panik

Am vergangenen Mittwoch kam ich relativ spät von der Arbeit nach Hause, hatte nur wenig Zeit, denn eine Stunde später stand am anderen Ende der Stadt die wöchentliche Bandprobe an. Also stellte ich mein Smartphone auf die Ladestation, um den Akku für den Abend aufzuladen. Schnell noch ein kurzes Abendbrot und Schwupps, saß ich mitsamt Bass in meinem Auto, fuhr in Richtung Süden durch die Stadt und wollte tun, was ich in dieser halben Stunde immer tue: ein paar private Telefonat führen.

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Smartwatch mit LTE: Die Apple Watch Series 3 im Test

Doch ich hatte mein Mobiltelefon auf der Ladestation stehen gelassen. Umdrehen wäre zeitlich zu knapp geworden, also keine Option. Meine Apple Watch aber schon. Daran hatte ich zuvor nie gedacht, aber die Smartwatch ließ sich mit der Freisprechanlage meines Wagens koppeln. Das Handy kann jetzt öfter mal zu Hause bleiben.


App der Woche: "Sir Questionnaire"
getestet von Tobias Kirchner

Orange Pixel

Sir Questionnaire stellt den Spieler vor die Wahl. In jedem Raum muss eine Entscheidung getroffen werden: Kämpfen oder Flüchten? Untersuchen oder lieber den Raum verlassen? Hinter der nächsten Truhe kann sich ein nützlicher Gegenstand oder ein Feind verstecken. Mit den Kämpfen und schnellen Runden sorgt das Spiel für kurzweiligen Spaß und die Jagd nach neuen Items ist motivierend. Außerdem besticht Sir Questionnaire durch eine charmante Pixeloptik - und Humor.

Für 2,99 Euro (Android) oder 3,49 Euro (iOS) von Orange Pixel, ohne In-App-Käufe: iOS, Android


Fremdlink: Drei Tipps aus anderen Medien

  • "Porn's Uncanny Valley" (Englisch, fünfzehn Leseminuten)
    In den Achtzigern war das San Fernando Valley, nordwestlich von Los Angeles, das Zentrum der amerikanischen Pornoindustrie. "The Atlantic" erzählt, wie nun junge Porno-Start-ups versuchen, die Branche mit Virtual-Reality-Technik zu übernehmen.
  • "The Beatles' Revelatory White Album Demos: A Complete Guide" (Englisch, 45 Leseminuten, viel mehr Hörminuten)
    Durch Songs wie "While My Guitar Gently Weeps" ist das "White Album" der Beatles zum Klassiker geworden. Die Proben dazu zeichneten die Musiker auf Tonbändern auf, die jetzt nach und nach bei YouTube veröffentlicht wurden. Die "Wired" erklärt die Bedeutung der historischen Demos in epischer Breite.
  • "Was verunsicherte Eltern lesen sollten" (Deutsch, drei Leseminuten)
    Das böse Smartphone treibt Kinder in die "Internetsucht"? Darf das Kindergartenkind ans Tablet? Viele Eltern sind verunsichert, welche Technikregeln für Kinder gelten sollen. Die SZ bietet einen Überblick über Ratgeberliteratur.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche, Ihr

Matthias Kremp

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insgesamt 24 Beiträge
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Seite 1
Alter Falter 04.06.2018
1.
Ein neuer Mac mini ist überfällig. Aber was soll man von Apple heute schon erwarten. Noch mehr unnötiger Lifestyle Kram wahrscheinlich.
newline 04.06.2018
2. Aha
"Es scheint, der Konzern hat es endlich einmal geschafft, seine Geheimnisse für sich zu behalten. Wenigstens die meisten." Vielleicht haben sie auch nichts besonderes vorzustellen. "...beide Geräte konnte ich damals kurz über Nacht in meinem Hotelzimmer testen." Nennen Sie es befingern, beschnuppern aber bitte nicht testen.
bin-är 04.06.2018
3. Immer unzufriedener
Vor einigen Jahren war ich ein Apple-Hater, wollte kein einziges der Apple-Produkte haben. Doch als ich dann mal für zwei Wochen ein MacBook meiner Schwester für die Uni benutzt habe, war ich positiv überrascht. Über die Jahre habe ich mir dann diverse Apple Produkte zugelegt, da ein homogenes System sehr angenehm war. Doch ich muss zugeben, von mal zu mal werde ich unzufriedener mit den Apple-Geräten. Es läuft nicht mehr alles so "flüssig", es tauchen Probleme auf ... ich kann das nicht genau beschreiben. Damals fiel es mir schwer zu erklären, warum ich genau Apple-Geräte haben möchte, heute fällt es mir schwer zu erklären, was ich an den Apple-Geräten nicht mag.
echoanswer 04.06.2018
4. Apple
Holt lediglich auf und wird schon wieder für den schon jetzt veralteten Schrott gefeiert.
Zündkerze 04.06.2018
5. mir nicht
Zitat von bin-ärVor einigen Jahren war ich ein Apple-Hater, wollte kein einziges der Apple-Produkte haben. Doch als ich dann mal für zwei Wochen ein MacBook meiner Schwester für die Uni benutzt habe, war ich positiv überrascht. Über die Jahre habe ich mir dann diverse Apple Produkte zugelegt, da ein homogenes System sehr angenehm war. Doch ich muss zugeben, von mal zu mal werde ich unzufriedener mit den Apple-Geräten. Es läuft nicht mehr alles so "flüssig", es tauchen Probleme auf ... ich kann das nicht genau beschreiben. Damals fiel es mir schwer zu erklären, warum ich genau Apple-Geräte haben möchte, heute fällt es mir schwer zu erklären, was ich an den Apple-Geräten nicht mag.
Apple hat das schlechteste Preis/Leistungsverhältnis. Einzig das Design ist ein Argument, schön anzusehen wem es gefällt. Andere haben in Sachen Design aufgeholt, sind aber nicht über die ganze Produktpalette homogen.
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