Apples Tablet Beine hoch, das iPad kommt

Was kann das iPad, wo liegen seine Schwächen? Über Apples neuestes Gerät wird viel spekuliert, echte Erfahrungsberichte gibt es noch nicht. Jetzt ködert der Konzern die Fan-Gemeinde mit einem Video über den Alleskönner - und lüftet ein paar Geheimnisse.

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Apple

Hamburg - Revolutioniert das iPad die Mediennutzung? Oder wird es sich als Apples erster Flop seit dem Tablet-Rechner Newton erweisen? Zehntausende Menschen haben das Gerät bereits bestellt, ohne es jemals in den Fingern gehalten zu haben oder die Eigenschaften wirklich zu kennen. Auch Verlage in Europa und den USA sind elektrisiert von der Vorstellung, das Tablet könne einen neuen Vertriebsweg für digitale Versionen ihrer Produkte erschließen.

Andere Gerätehersteller arbeiten fieberhaft an ähnlichen Produkten. In Deutschland wird ein WePad entwickelt, diese Nachricht sorgte international für Aufregung. Auch Microsoft will bei den Tablet-PC mitmischen. Doch Apple wird nun der erste Konzern sein, der mit der neuen Generation von Surfbrettern auf den Markt kommt.

Und so wird das iPad mit großer Spannung erwartet. Die Besteller elektrisiert derzeit eine E-Mail, die die meisten von ihnen bekommen haben: Das iPad ist unterwegs.

Köder-Videos für iPad-Abnehmer

Wer - in den USA - sein iPad bis zum 27. März geordert hat, kann das neue Apple-Gadget am Wochenende vom Paketboten in Empfang nehmen. Andere Abnehmer können es sich am Samstag in einem Apple Store abholen. Passend dazu hat das US-Unternehmen heute eine Reihe von Videos veröffentlicht, in denen elf von Apple für das iPad optimierte Apps vorgestellt werden.

Die Videos zeigen: Das iPad ist ein Zwischending. Es ist kein Notebook, keine iPod und auch kein E-Book-Reader. Stattdessen hat es ein wenig von jedem dieser Geräte. Dem Notebook nahe kommen der Browser, das E-Mail-Programm und die Bürosoftware. Vom iPod stammen Video- und Musikabspielprogramme und der iTunes Store. Von E-Book-Readern abgeleitet ist das neue Programm iBooks, mit dem man elektronische Bücher kaufen und lesen kann.

Was die Videos aber vor allem zeigen ist, dass sich das iPad tatsächlich benutzen lässt wie ein riesengroßer iPod touch. Sein Touchscreen funktioniert genau wie bei iPod und iPhone, nur dass man darauf jetzt auch sinnvoll mit mehr als zwei Fingern gleichzeitig agieren kann - etwa wenn man mehrere Digitalfotos zu einem virtuellen Stapel sortieren will. Welche Funktionen die Videos zeigen, was sie Neues verraten, zeigt die Fotostrecke zu den Apple-Filmen.

Beinharte Benutzung

Was die Videos aber auch zeigen ist, dass man bei Apple eine sehr eigene Vorstellung davon hat, wie so ein iPad zu benutzen ist. In fast allen Clips nämlich haben die Nutzer ihre Beine irgendwo aufgelegt, hochgelegt oder angewinkelt, um sie als Stütze für das Multimediagerät benutzen zu können. So einfach und handschmeichlerisch wie ein iPhone ist der Tablet-Rechner nicht zu verwenden, wie den Bildern unschwer zu entnehmen ist.

Doch noch ist das alles reine Theorie. Sicher: Das Gerät angefasst, kurz ausprobiert, ein klein wenig daran herumgespielt, hat SPIEGEL ONLINE schon am Tag der offiziellen Vorstellung im Februar in San Francisco. Einen eingehenden Test kann ein solcher kurzer Erfahrungsbericht nicht ersetzen. Den liefert SPIEGEL ONLINE, sobald das iPad erhältlich ist - am Osterwochenende.

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