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Augmented Reality: Mein Handy zeigt etwas, was Du nicht siehst

Von Mathias Hamann

Sie stehen am Eiffelturm, halten die Handykamera drauf: Schon sagt Ihnen das Gerät, wer das Wahrzeichen erbaut hat. Revolutionäre Programme ermöglichen es Mobilgeräten, auf dem Display Aufnahmen der Realität mit Untertiteln zu versehen - live. SPIEGEL ONLINE zeigt, was die Technik taugt.

An Häusern pappen Schilder, die nicht jeder sieht, Monster erscheinen auf Wänden. Wer sie sehen kann, halluziniert nicht etwa, sondern hat schlicht das richtige Handy.

Virtuelles Haustier: Dieses Äffchen kann man nur im Fernseher streicheln
Sony

Virtuelles Haustier: Dieses Äffchen kann man nur im Fernseher streicheln

"Augmented Reality" heißt der Fachbegriff dafür, wenn uns Hilfsmittel mehr zeigen, als die Natur hergibt. Die Funktionsweise ist ganz einfach: Die reale Welt wird gefilmt und auf dem Bildschirm legt eine Software zusätzliche Informationen über das Filmbild der Umgebung.

Früher brauchte es für die Technik einen Rucksack, der enthielt ein GPS-Modul zur Lagebestimmung, einen dicken Rechner zur Umrechnung der Daten und eine Cyberbrille.

Nun schrumpft die Technik ins Handy, denn in den modernen Geräten ist eigentlich alles drin, was es braucht: eine Kamera, ein GPS-Empfänger, ein Rechner und ein Bildschirm.

Funktionieren soll die erweiterte Wirklichkeit bald auf dem iPhone. Obwohl viele Videos im Netz dazu kursieren, hat Apple bisher noch nicht erlaubt, dass Applikationen, welche auf die Kameraschnittstelle zugreifen, verkauft werden dürfen. Die Demonstrationen auf geknackten Telefonen beeindrucken jedoch bereits, zum Beispiel dieser U-Bahn-Wegweiser:

Doch es gibt ja nicht nur das iPhone: Wir haben zusamengetragen, was das Konzept heute schon hergibt.

Wikipedia-Wolken, Haustiere und Folien für die Wirklichkeit - SPIEGEL ONLINE zeigt, welche Programme die Idee Augmented Reality heute schon umsetzen.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 16 Beiträge
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1. Brave New World
heathcliff 01.08.2009
und wozu soll das alles gut sein? Damit ich nur noch in die Restaurants und Bars gehe, die für den entsprechenden Dienst zahlen. Klingt irgendwie wie Schutzgelderpressung, diesmal aber legal und weltweit. Nebenher wird der User auch noch auf Schritt und Tritt überwacht. Na ja, wer's braucht...
2. Brecht
LurchiD 01.08.2009
Zitat von sysopSie stehen am Eiffelturm, halten die Handykamera drauf: Schon sagt Ihnen das Gerät, wer das Wahrzeichen erbaut hat. Revolutionäre Programme ermöglichen es Mobilgeräten, auf dem Display Aufnahmen der Realität mit Untertiteln zu versehen - live. SPIEGEL ONLINE zeigt, was die Technik taugt. http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,639661,00.html
Das Gerät sagt also, wer den Eiffeltum erbaut hat. Wer baute das siebentorige Theben In den Büchern stehen die Namen von Königen. Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt? Und das mehrmals zerstörte Babylon, Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute? Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war, Die Maurer? Das große Rom Ist voll von Triumphbögen. Über wen Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis Brüllten doch in der Nacht, wo das Meer es verschlang, Die Ersaufenden nach ihren Sklaven. Der junge Alexander eroberte Indien. Er allein? Cäsar schlug die Gallier. Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich? Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte Untergegangen war. Weinte sonst niemand? Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer Siegte außer ihm? Jede Seite ein Sieg. Wer kochte den Siegesschmaus? Alle zehn Jahre ein großer Mann. Wer bezahlte die Spesen? So viele Berichte, So viele Fragen. (Bertolt Brecht: Fragen eines lesenden Arbeiters)
3. ...
tylerdurdenvolland 02.08.2009
Zitat von sysopSie stehen am Eiffelturm, halten die Handykamera drauf: Schon sagt Ihnen das Gerät, wer das Wahrzeichen erbaut hat. Revolutionäre Programme ermöglichen es Mobilgeräten, auf dem Display Aufnahmen der Realität mit Untertiteln zu versehen - live. SPIEGEL ONLINE zeigt, was die Technik taugt. http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,639661,00.html
Ganz, ganz toll!!!! Was wir brauchen sind noch viel, viel mehr Information. Vor allem solche wesentlichen wichtigen..... wer könnte wohl den Eiffelturm erbaut haben. Seit Jahren rätsel ich schon... Naja, andererseits für Spiegel Leser... vielleicht gar keine schlechte Idee...
4. Zukunftsweisende Technik, leider schlecht recherchierter Artikel
matc 02.08.2009
Da ich mich seit einiger Zeit mit dem Thema Location Based Games beschäftige und hierzu auch einen eigenen Blog betreibe, habe ich den Artikel mit großem Interesse gelesen. Augemented Reality scheint langsam in den Massenmedien anzukommen. Natürlich kann ein solcher Artikel nur oberflächlich das Thema der doch sehr breiten Zielgruppe präsentieren. Dennoch wäre eine gründlichere Recherche in Bezug auf die journalistische Qualität wünschenswert. So wird im Artikel behauptet, die entsprechenden iPhone Apps funktionierten nur auf "geknackten" iPhones. Dies ist so nicht korrekt, jeder Entwickler kann natürlich seine Software auf seinem iPhone testen, so entstehen solche Videos - um über Geräte mit Jailbreak (so nennt man das "knacken" des iPhones in Fachkreisen) diese Anwendungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, müssten spezielle Versionen der Software vom Anbieter zur Verfügung gestellt werden. Dies ist aktuell aber nicht der Fall, da natürlich über eine Verbreitung über den offiziellen App Store deutlich mehr Geld zu verdienen sein wird. Wer sich intensiver mit dem Thema Augmented Reality und Location Based Games auseinandersetzen möchte, dem sei mein Blog unter www.lobaga.de ans Herz gelegt. Diesen Hinweis bitte als weiterführende Info und nicht als Werbung verstehen. :)
5. Kann es kaum abwarten ...
avollmer 02.08.2009
... bis es das alles als Implantat für unser sensorisches Nervensystem gibt. Direkte Einblendungen und Ansagen ins Gehirn, eine Verschemlzung von Cyber- und Realspace. Resistance is futile. In diesem Fall passt der Satz mehrfach.
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