Ausstieg Nie wieder Viren

Linux? Bloß nicht! Viele Nutzer scheuen das Betriebssystem. Nur was für Experten, lautet das Urteil. Eine Fehleinschätzung, denn der Windows-Rivale hat sich zum Normalverbraucher-System gemausert. Der Rechner läuft stabil, schnell und vor allem virensicher. Ein Erfahrungsbericht.

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Maskottchen Tux: Seit 20 Jahren sammelt Linux Sympathien - aber nur wenige Nutzer
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Maskottchen Tux: Seit 20 Jahren sammelt Linux Sympathien - aber nur wenige Nutzer

Am Morgen des 5. Januar 2012 flackerte der Bildschirm meines PC kurz auf. Für Bruchteile einer Sekunde sah man, wie sich ein Internet-Explorer-Fenster öffnete und dann komplett über den Bildschirm legte. Der produktive Teil meines Arbeitstages war damit beendet.

Ich recherchierte gerade im Web, eine der geöffneten Seiten muss verseucht gewesen sein. Sie schleuste die neueste Version des sogenannten BKA-oder UKash-Virus auf meinem Rechner ein und schoss ihn regelrecht ab. Binnen Sekunden war Windows unbrauchbar geworden, verweigerte mir jeden Zugriff. Den sollte ich gegen Zahlung von 100 Euro wieder bekommen, behauptete die sich als Polizei-Warnung verkaufende Erpressungssoftware. Wer das glaubt und zahlt, wird ärmer, aber nicht selig.

Die Infiltrierungsmethode nennt sich Drive-by, man fängt sich einen Schädling ein, während man sich eine Web-Seite ansieht. Es reicht, dass der Rechner in diesem Augenblick nicht ausreichend geschützt ist, was häufig der Fall ist.

Schutz ist ein relativer Begriff

Der Schutz ist durch Sicherheitslücken der installierten Software begrenzt. Zu jedem gegebenen Zeitpunkt haben wir etliche Programme installiert, die bisher nicht geflickte Sicherheitslecks aufweisen - vom Browser über den PDF-Reader, die Office-Software bis hin zu diversen Skripten (Java, Flash etc.), die das bevorzugte Einfallstor für Viren sind. Und gegen neu auftretende Schadsoftware gibt es so oder so zunächst keinen Schutz - egal, wie gründlich man sich absichert.

Mein PC hängt beispielsweise hinter einem Router, der vieles abfängt. Ich arbeite ohne Admin-Rechte. Der Rechner ist durch Firewall und Virenschutzsoftware abgesichert, die jede Stunde auf neuesten Stand gebracht werden. Sicherheitsupdates der Software sind selbstverständlich. "Mein" BKA-Virus kam trotzdem durch.

Es ist zum Mäuse melken, zum in die Tischplatte beißen, zum aus der Haut fahren. Wir Windows-Nutzer leben mit diesem Mist seit über zwanzig Jahren. Wir haben es als Teil der PC-Normalität akzeptieren gelernt, nehmen es hin wie Schlechtwetter. Warum eigentlich?

Weit über 95 Prozent aller Virenprobleme betreffen einzig und allein unsere Windows-Rechner. Apple-Fans lachen sich eins und behaupten, das läge an schlechter Software. Hauptsächlich liegt es wohl eher daran, dass sich die Verseuchung für Kriminelle lohnt: Windows läuft auf rund 90 Prozent aller PC.

Aber was ist, wenn auf dem von einem Erpressungstrojaner blockierten Rechner einmal wirklich kostbare Daten verschüttet liegen? Dann muss man sich etwas einfallen lassen.

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uwe_aus_köln 05.02.2012
1. Sehe ich ähnlich
Ich bin seit Suse 5.3 mal mehr, mal weniger mit Linux zugange. In dieser Zeit hat sich viel getan in Sachen Benutzerfreundlichkeit. Heute kann man Linux auch den Normalsterblichen empfehlen. Es ist sicher empfehlenswert, im Fall der Fälle jemanden zu kennen, die sich mit Linux auskennt, dies ist jedoch bei Windows nicht anders.
hermes69 05.02.2012
2.
ja man merkt schon deutlich, dass die spon redaktion aus hippen, trendy mac usern besteht :D wer es zum glücklich sein braucht ^^
Pat-Riot 05.02.2012
3. Kein Mitleid
Zitat von sysopLinux? Bloß nicht! Viele Nutzer scheuen das Betriebssystem. Nur was für Experten, lautet das Urteil. Eine Fehleinschätzung, denn der Windows-Rivale hat sich zum Normalverbraucher-System gemausert. Der Rechner läuft stabil, schnell und vor allem virensicher. Ein Erfahrungsbericht. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,812304,00.html
Wie das einem hier als Profi gehandelten Journalisten passieren kann, ist mir schleierhaft. Ich hätte mit dem System-Backup vom Vortag (oder das vom Vorvortag, wenn das vom Vortag schon verseucht gewesen sein sollte) die System-SSD überschrieben. Hätte maximal eine Viertelstunde gedauert (mit TrueImage in einer Version vor der grottenschlechten von 2011) - in der ich einen Latte macchiato in der Küche getrunken und dort auf dem Drittcomputer (Netbook) entspannt SPon gelesen hätte. Oder wenn ich einen dringenden Abgabetermin gehabt hätte, auf dem Zweitcomputer auf der gegenüberliegenden Seite des Schreibtisches weitergeschrieben. Wer kein Backup macht, ist selber schuld.
hubertrudnick1 05.02.2012
4. Linux
Zitat von sysopLinux? Bloß nicht! Viele Nutzer scheuen das Betriebssystem. Nur was für Experten, lautet das Urteil. Eine Fehleinschätzung, denn der Windows-Rivale hat sich zum Normalverbraucher-System gemausert. Der Rechner läuft stabil, schnell und vor allem virensicher. Ein Erfahrungsbericht. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,812304,00.html
Nie wieder Viren, oder andere Angriffe, wer das verspricht der will den Kunden nur täuschen und was vormachen damit er sein Produkt kauft. In allen Programmen gibt es den ungebetenden Zugang und überall werden gewisse Leute sich mit dazwischen schalten und Schaden anrichten. Auf solche Werbebotschaften sollte man einfach nicht hören. HR
wuestefeld 05.02.2012
5. BKA-Virus???
Ich frage mich immer öfters, wo sich die Betroffenen im Netz herumgetrieben haben. In meinem Bekanntenkreis sind es immer die gleichen, die sich was einfangen! Denen ist auch nicht mehr zu helfen, da sie sich auch mit Linux ein Schadprgarmm einfangen werden. Ich geh ja auch nicht morgens um 3 durch bestimmte Straßen spazieren. Dieses angemessene Verhalten scheint sich im Netz noch nicht durchgesetzt zu haben.
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