Geknickte Smartphones Auch Samsung macht die Biege

Nach Apple jetzt auch Samsung? Während sich Apples Konkurrenz noch über die Verbiegbarkeit des iPhone 6 Plus amüsiert, zeigt ein YouTube-Video, dass sich auch Samsungs Galaxy S4 exzessivem Druck beugt.

"Wo rohe Kräfte sinnlos walten": Dieses Samsung-Smartphone gab seinen Widerstand auf
Adam Mckeithan/ YouTube

"Wo rohe Kräfte sinnlos walten": Dieses Samsung-Smartphone gab seinen Widerstand auf


Jetzt kommen die Nachahmer. Seit Tagen sorgt ein Video für Aufregung, in dem ein Kanadier Apples iPhone 6 Plus so lange mit seinen Händen traktiert, bis es sich verbiegt. Jetzt hat ein anderer YouTube-User ein Konkurrenzmodell demselben Test unterworfen. Vor laufender Kamera prüfte er, ob wohl Samsungs Galaxy S4 dem Druck seiner Finger standhält. Das Ergebnis ist verheerend. Zwar ist das Gerät nach dem Versuch nicht so stark verbogen wie Apples Handy, dafür zersplitterte auch noch der Bildschirm.

Natürlich ist dieser Versuch ebenso wenig repräsentativ wie die Verbiegeaktion beim iPhone 6 Plus. Aber der kurze Film zeigt zumindest, dass sich auch andere Handys verbiegen lassen, auch wenn das anderen YouTubern offenbar nicht gelingen wollte.

Es scheint, als käme es nicht nur darauf an, seine Finger vor der Kamera möglichst energisch auf den Smartphone-Rücken zu drücken, sondern auch darauf, das jeweilige Gerät am richtigen Punkt anzugreifen. Das Galaxy S4 brach offenbar, als Druck auf die Mitte seiner Rückseite ausgeübt wurde. Das ist naheliegend, denn dort ist das Gerät offensichtlich konstruktionsbedingt schlechter geschützt als an den Seiten, wo der umlaufende Rahmen Druckkräfte ableiten kann.

Doch unabhängig davon, ob und wie sich das eine oder andere Smartphone mit Muskelkraft verbiegen lässt, nutzt die Konkurrenz die Diskussion um die Widerstandskraft der Apple-Smartphones längst für sich: Der Hersteller der Ritter-Sport-Schokolade etwa witzelt mit Blick auf seine knickbaren Schokotafeln: "Knicken statt biegen!".

@reverseocr, 19. September: "baseline"

Auch Apples Erzkonkurrent Samsung lässt sich die Gelegenheit nicht nehmen und wirbt für sein Galaxy Note Edge, das gerade erst auf der Ifa großes Interesse weckte, mit dem Spruch: "Gebogen, nicht verbogen." Doch gerade was dieses Modell angeht, sollten sich die Koreaner vielleicht lieber in vornehmer Zurückhaltung üben.

Wie Konzernchef Lee Kun-hee diese Woche erklärte, wird das viel gelobte Gerät wohl nicht allzu bald in Handel erhältlich sein. Vielmehr sei geplant, es nur in limitierter Auflage und vorerst nur in Südkorea anzubieten. Die Herstellung sei sehr aufwendig, und es könnten bis zum Jahresende wohl kaum mehr als eine Million Exemplare produziert werden, berichtet "Computerbild".

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Ifa-Neuheiten: Samsungs verbogene Gadgets

mak



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zensurforumbenutzerin 26.09.2014
1. Nach wie vor!
Ich hab bisher nur noch nie davon etwas gelesen, das sich irgendein Phone in der Hosetasche verbogen hat. Und darum geht es doch wohl. Oder darf dieses Detail garnicht mehr angesprochen werden? Sind deshalb jetzt die Videos No. 1 News, in denen mit beabsichtigter Gewalt alle moeglichen Phones verbogen werden?
jm1973 26.09.2014
2. Manmanman
Was sind denn das für schwachsinnige Nachrichten? JEDES Gerät dürfte sich verbiegen/zerstören lassen, sofern man nur genug Kraft aufgewendet. Hosentaschen sind der klassische Handytod, das wissen wir nicht erst seit gestern. Und demnächst heißt es in den Nachrichten "Mein Smartphone ist defekt, nachdem ein LKW drüber gefahren ist, welche ein Skandal!" Arme Welt in der wir leben...
Lexx 26.09.2014
3.
Mit kraft lässt sich jedes Handy verbiegen oder die displays splittern. Beim iPhone 6 plus ging es in erster Linie darum, dass es sich in der Hosentasche verbiegt. Da kann man erzählen was man will, aber das passiert bei Konkurrenzprodukten weniger, bei selber Handhabung.
saiber 26.09.2014
4. Klar bricht es wenn mans biegt
Man bekommt alles kaputt wenn man es kaputt machen will. Klar bricht es wenn man es "excessive" biegt. Was hat man denn gedacht? Dass es aus Gummi ist?
Alimentator 26.09.2014
5. Na und?
Mit entsprechender Gewalt lässt sich wohl jedes Smartphone zerstören. Beim Iphone soll das aber schon in der Hosentasche beim Sitzen passieren. Das dürfte beim S4 ja wohl nicht der Fall sein.
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