Bildbearbeitung mit Lightroom: So bringen Sie Farben zum Strahlen

Von Christian Öser

Bildkorrekturen: So lassen Sie in Lightroom die Farben leuchten Fotos
Christian Öser

Übersättigte Hauttöne abschwächen, einen hellen Himmel dramatisch abdunkeln, matte Farben zum Leuchten bringen: Dafür braucht man nicht Photoshop, das geht auch mit dem günstigeren Bildverwaltungsprogramm Lightroom. Wie man richtig korrigiert, erklärt das Fachmagazin "Docma".

Das Bildverwaltungsprogramm Lightroom hat einige Funktionen zur Bildbearbeitung vom Profi-Programm Photoshop übernommen. Lightroom richtet sich auch an Hobby-Fotografen - die Vollversion kostet 100 Euro, eine kostenlose Testversion kann man aus dem Netz laden.

Für die Farbbearbeitung sind bei Lightroom die aus Photoshop bekannten Bedienfelder "Farbton/ Sättigung" und "Selektive Farbkorrektur" zu einem Bereiche zusammengefasst: dem HSL-Bedienfeld.

Die Abkürzung steht dabei für Farbton (engl. Hue), Sättigung (Saturation) und Luminanz (Luminance). Durch die Zusammenlegung finden sich im Bedienfeld sowohl die additiven Farben Rot, Grün und Blau als auch die subtraktiven Farben Aquamarin (Cyan), Magenta und Gelb.

Bildet man diese sechs Farben in einem Farbkreis ab, liegt Rot bei 0 Grad und alle folgenden Farben in einem Abstand von jeweils 60 Grad. Zusätzlich zu diesen sechs Farben finden Sie in Lightroom noch zwei weitere. Mit Orange und Lila erhöht sich die Zahl der ansprechbaren Farben auf acht und der Abstand zwischen den Farbtönen im Farbkreis verringert sich auf 45 Grad.

Das hat den großen Vorteil, Farbkorrekturen in Fotos wesentlich feiner durchführen zu können - vor allem Orange in Verbindung mit Rot ermöglicht deutlich sanftere Übergänge bei Hauttönen. Insgesamt stehen also nicht weniger als 24 Regler zur Verfügung, die auf die drei genannten Bereiche Farbton, Sättigung und Luminanz aufgeteilt sind.

Die Fotostrecke zeigt anhand von Beispiele aus der Praxis, in welch unterschiedlichen Situationen das HSL-Bedienfeld Ihre Fotos schöner macht.

Fotostrecke

13  Bilder
Bildkorrekturen: So lassen Sie in Lightroom die Farben leuchten
Dieser Text ist ein Auszug aus "Docma", Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung (Ausgabe 2/2013). Gratishefte können hier und einzelne Ausgaben hier bestellt werden.

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1. Quatsch
eiskoenig 24.03.2013
Lightroom hat nichts "vom Profiprogramm Photoshop übernommen" sondern einen völlig anderen Ansatz. Lightshow ist nicht dazu gedacht, Manipulationen an Bildern durchzuführen wie Photoshop (den es übrigens mit eingeschränktem, aber immer noch großem Funktionsumfang in der "Hobbyvariante" Photoshop Elements ebenfalls um 100 EUR gibt) sondern bildet den Prozess in der Dunkelkammer nach. daher auch der Name Lightroom (Dunkelkammer). LR ist primär zur Bearbeitung von digitalen Negativen gedacht (RAW-Format) und das wiederum bieten nur die wenigsten Kompaktkameras, da muss schon ne SLR ran. Liebe Spon-Redaktion, lässt doch bitte auf solche Artikel Leute los die wissen wovon sie schreiben. ihr habt doch mit Sicherheit genug Profis...
2. Lightroom und Photoshop
Stelzi 24.03.2013
Lightroom ist ja nicht nur ein Bildverwaltungsprogramm mit einigen Bearbeitungsfunktionen sondern vielmehr ein Programm zu Bildentwicklung, welches u.a. auch die ganzen Objektivkorrekturfnktionen die mit Adobe Camera RAW auch Photoshop zur Verfügung stehen, sehr viel besser in den Workflow einbindet. Wenn man nicht vor hat an seinen Fotos Motiv- oder Szenen-manipulierend einzugreifen, dann is Lightroom durch den besseren Workflow und die mächtigen Verwaltungsfunktionen zur Entwicklung von Fotos für den Heim- als auch professionellen Einsatz nicht nur wegen des spotbilligen Preises die bessere Wahl oder aber zumindest als Ergänzung kaum verzichtbar.
3. Konzept
chrome_koran 24.03.2013
Lightroom war nie als Abkoppelung von Photoshop gedacht, auch wenn der später in "Photoshop Lightroom" geänderte Name es so vermuten ließe. Es handelte sich um eine vollkommen neu entwickelte Software - im Übrigen auch für ein gänzlich neues Konzept der Bildebarbeitung. Das Konzept und die erste darauf basierende Software (Aperture) stammen im Übrigen von Apple. Lightroom wurde seinerzeit im Wahnsinnstempo entwickelt, um Apples Aperture Paroli zu bieten und diese Marktlücke schnellstmöglich zu besetzen. Inzwischen ist Aperture in der Entwicklung um ganze Stadien zurückgeblieben und teilt somit das Schicksal vieler Apple-Innovationen (wegbereitend, danach von Nachahmern durch schiere Masse übertrumpft).
4. die HSL-Regler bieten keinen Zugriff auf alle Farben
poisonnuke 24.03.2013
Werte Redaktion... bitte führt solche Arbeiten mal selbst aus und schaut euch die Ergebnisse an. Gerade wenn man versucht Hauttöne zu treffen kann es mit den HSL Reglern in LR sehr kompliziert werden. Denn der Farbkreis wird an sich zwar abgedeckt, aber die Töne die zwischen den Farben liegen werden völlig ignoriert. Es gibt dann harte Übergänge zu den Zwischenfarben und stellenweise erhält man sehr schnell abgestufte Farbverläufe. Sehr hässlich. Wenn man die HSL Regler minimal benutzt kann man im Rahmen damit was machen, aber gerade übersättigte/untersättigte Farben sollte man lieber über die Dynamik/Sättigungs Regler angehen und hat über die Maskenwerkzeuge da noch bessere Einfluss-Möglichkeiten. Und warum der Artikel einzig diese IMHO eher unwichtige Funktion heraushebt, ist mir auch schleierhaft. Es gibt so viele Funktionen die LR für eine breite Masse interessant machen. Auch wenn LR wie jede andere Adobe-Software einen Nachteil hat... es ist extrem zähflüssig. Selbst auf einem aktuellen High-End System läuft es nicht wirklich flüssig. Wäre toll wenn Adobe irgendwann mal seine Software effizienter programmieren würde.
5. leuchtende Farben
smartphone 24.03.2013
was man leider zu oft sieht , sind nicht leuchtende Farben , sondern knallbunter Popartbilder. Also von allem zuviel . Zuviel Sättigung , zuviel Kontrast etc Photoshop ist btw auch nicht der heilige Gral ...Es ist erstaunlich ,was sie mit z.T Uraltprogrammen oft aus dem Freewarebereich machen können ( ich rede nicht von GIMP )
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