Das Unheil nahm wohl in Neuseeland seinen Lauf: Ende Juni 2010 meldet der Besitzer eines Google-Handys, dass sein Nexus One SMS-Botschaften willkürlich an falsche Nummern verschickt. Der Benutzer mit der neuseeländischen E-Mail-Adresse beschreibt die Fehlfunktion sehr trocken, wie es wohl nur Software-Entwickler schaffen:
Man kann das Problem leicht zugespitzt so beschreiben: Wer mit Googles Handy-Betriebssystem SMS verschickt, sollte nur Texte schreiben, die er guten Gewissens an alle Kontakte in seinem Adressbuch senden könnte - denn jeder kann diese Nachricht erhalten.
Mittlerweile verfolgen fast 7000 Benutzer die Reparaturgeschichte dieses bizarren Bugs im Google-Android-Forum, fast 1500 Hilferufe sind inzwischen zur ersten Fehlermeldung dazugekommen. Viele Nutzer sehen die Sache nicht so entspannt wie der Autor der ersten Fehlermeldung. Einige Kommentare:
In den ersten sechs Monaten ist auch nicht viel passiert - der Fehler war nicht als kritisch eingestuft, vielleicht waren Googles Ansicht nach einfach zu wenige Geräte davon betroffen. Das hat sich nun geändert, ein Google-Mitarbeiter erklärte der BBC jetzt, man habe die Sache nun untersucht und eine Lösung entwickelt. Warum das so lange gedauert hat? Google erklärt der BBC: "Wir haben länger gebraucht, um den Fehler nachzuvollziehen, er scheint nur sehr selten aufzutreten."
Das dürfte allerdings ein schwacher Trost für Menschen sein, die ihrem Chef mit dem Android-Handy ein "Guten Morgen, Schatz" oder Anzüglicheres getextet haben. Vielleicht können die Google-Ingenieure den fehlerhaften Code der SMS-Anwendung in ein neues Programm gießen - ein SMS-Gegenstück zum beliebten Web-Dienst Chatroulette.
lis
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