Research in Motion Blackberry-Ausfälle in Europa, Asien, Afrika

Ausgerechnet am Tag des iPhone-5-Verkaufsstarts hat der Konkurrent Research in Motion mit großen Problemen zu kämpfen: Auf drei Kontinenten wackeln die Dienste des Blackberry-Herstellers, Mails und Webseiten ließen sich nicht abrufen. Der Konzern entschuldigte sich.

Blackberry-Smartphones: Dienstausfälle auf drei Kontinenten
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Blackberry-Smartphones: Dienstausfälle auf drei Kontinenten


Hamburg - Ein Jahr nach den tagelangen Ausfällen von Blackberry-Diensten gibt es wieder Störungen. Betroffen sind Nutzer in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. "Alle entsprechenden Service-Teams arbeiten daran, das Problem zu beheben", erklärte der Blackberry-Hersteller Research In Motion am Freitag. "Wir entschuldigen uns bei allen Nutzern, die betroffen sind."

Der genaue Umfang der Störungen war zunächst unklar. Nutzer des bekannten Blackberry-Forums crackberry.com berichteten, dass die ersten Probleme am frühen Morgen aufgetreten seien. Weder der E-Mail-Dienst noch das Surfen im Web funktionierten, hieß es. Die Beschwerden kamen von Vodafone -Kunden, wohingegen die Nutzer anderer Netzbetreiber offenbar keine Probleme hatten. Aus Deutschland gingen zunächst keine Meldungen ein.

Ein Nutzer, der nach eigenen Angaben bei einem Mobilfunk-Anbieter beschäftigt ist, erklärte, Blackberry habe in der vergangenen Nacht Servicearbeiten durchgeführt. Seitdem seien die Dienste nicht wieder richtig ins Laufen gekommen. Der Anbieter RIM selbst äußerte sich nicht zu den genauen Gründen für die technischen Probleme.

Der kanadische Konzern kämpft mit schrumpfenden Marktanteilen und roten Zahlen, weil immer mehr Kunden zu einem iPhone von Apple oder Android-Smartphones greifen. Vor ziemlich genau einem Jahr waren manche Nutzer tagelang von ihren E-Mails und anderen Diensten abgeschnitten. Die Blackberry-Services laufen über firmeneigene Rechenzentren.

cis/dpa



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MonacoMartino 21.09.2012
1. Spiegel lesen bildet
"... wohingegen die Nutzer anderer Netzbetreiber scheinbar keine Probleme hatten." http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-scheinbar-anscheinend-a-315125.html Werte(r) cis, sie hatten ANSCHEINEND keine Probleme
j.vantast 21.09.2012
2. Tücken der Technik
Auch bei uns hatten heute die Blackberrys ihren letzten Kontakt zum Server um 07:27 Uhr. Zwischendurch funktioniert es immer mal wieder kurz. Nun, so ist es eben, wenn man sich auf die Technik verlässt. Für mich nur ein Vorgeschmack auf die kommenden Jahre. Letztens fielen ja die Mailserver (oder besser, der einzige Mailserver) von Alice aus. Bei den Dumpingpreisen wird eben an der Redundanz gespart. Gehackte Server, grossflächige Ausfälle etc., das wird in Zukunft sicher noch öfter vorkommen. Der Mensch umgibt sich mit Technik die er grösstenteils nicht mehr beherrscht. Vor vielen Jahren gab es noch die Allround-Experten. Heute teilt es sich auf in Fachleute für Betriebssysteme, Anwendungen, Netzwerke, TKIT oder Peripherie. Und alle paar Jahre wird der User mit einem neuen OS konfrontiert. Mir wäre statt viel Klicki-Bunti ein zuverlässiges System viel lieber.
nymousano 21.09.2012
3. Tücken der Technik, klar.
Liegt wohl eher daran, dass RIM rote Zahlen schreibt und somit wohl an allen Ecken und Enden zu sparen versucht. Wer Zuverlässigkeit sucht und gegenwärtig auf RIM setzt ist selber Schuld.
humble 21.09.2012
4. Research in Motion & Co
Bis gestern Nachmittag ging bei Tchibo / o2 für 3Tage nichts. Kein Internetanschluß möglich und der Provider möchte vom zahlenden Kunden angerufen werden, um Informationen zum Blackout weiter geben zu können. Telefon war möglich! Jedoch keine Informationen des Providers bis Heute. Den Kunden wird eine Technik verkauft, die von den Betreibern nicht beherrscht und gehändelt wird. Satte, fette Gewinne und kein Service! Nie wieder Tchibo / O2 als Provider!!!!
z_beeblebrox 21.09.2012
5.
Ach ja, ist mir gar nicht aufgefallen. Nutze mein BB eh nur wegen der schönen Terminkalender-, Notizbuchfunktion etc. sowie gelegentlich zum Telefonieren und noch gelegentlicher zum Simsen (i.d.R. mache ich das kostenlos übers Internet vom PC aus). Habe mir aber sagen lassen, dass über Jahrzehnte hinweg die Menschen trotzdem Geschäfte machten - inkl. big business - als es nur ein schwarzes Posttelefon gab und alternativ, für Unterwegs, das gelbe Häuschen. Das mit Alice bzw O2 ist mir allerdings aufgefallen ... Wie heißt es so schön: Nur Sklaven benötigen Handys; richtige Chefs lassen arbeiten.
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