Mit Messwagen und Peilstationen Netzagentur beseitigte 2018 Tausende Funkstörungen

Mehrere Tausende Male sind Mitarbeiter der Bundesnetzagentur vergangenes Jahr ausgerückt, um Funkstörungen zu beheben. Oft wurden als Störquelle WLAN-Router aufgespürt, die auf nicht zugelassenen Frequenzen funkten.

Sende-Antennen auf einem Funkmast
DPA

Sende-Antennen auf einem Funkmast


Spezialisten der Bundesnetzagentur haben im vergangenen Jahr in rund 4700 Fällen in ganz Deutschland Funkstörungen vor Ort aufgeklärt und beseitigt. In mehr als 1200 Fällen seien dabei sicherheitsrelevante Bereiche wie der Flugfunk, der Funkverkehr von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei, der Bahnfunk oder das öffentliche Mobilfunknetz betroffen gewesen, teilte die Aufsichtsbehörde am Mittwoch mit.

In über 1600 weiteren Fällen suchte der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur außerdem nach ungenehmigten Frequenznutzungen und nahm Geräte und WLAN-Netze außer Betrieb, die auf nicht zugeteilten Frequenzen betrieben wurden. Dabei handelte es sich oft um Geräte, die über den Onlinehandel in die EU gelangt waren und die nicht die EU-Normen erfüllten.

Um Funkstörungen flächendeckend beheben zu können, ist der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur bundesweit an 19 Standorten vertreten. Zum Einsatz kommen dabei neben stationären Mess- und Peilstationen auch Funkmess- und Spezialfahrzeuge.

Auf das CE-Siegel achten!

Verbraucher und Institutionen, die eine Funkstörung melden wollen, können sich an die sogenannte Funkstörungsannahme der Bundesnetzagentur wenden. Diese ist rund um die Uhr unter der Rufnummer 04821 89 55 55 oder per E-Mail unter funkstoerung@bnetza.de erreichbar. Vor einer Anfrage bei dieser Störungsannahme sollte man sich allerdings vergewissern, dass nicht womöglich doch ein technischer Defekt Auslöser für die Störung ist.

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur kann von Institutionen, Unternehmen und Verbrauchern gebührenfrei in Anspruch genommen werden. Wer eine Funkstörung verursacht, muss ebenfalls keine Gebühren befürchten, sofern die Störung unverschuldet verursacht wurde. Wer eine solche Störung verursacht, weil er geltende Bestimmungen nicht einhält, muss die Kosten für die Störungssuche und -Beseitigung tragen.

Die Bundesnetzagentur rät dazu, beim Kauf von Elektrogeräten auf die europaweit geltende CE-Kennzeichnung zu achten, die anzeigt, dass das jeweilige Gerät europäischen Normen und Standards entspricht.

mak/dpa

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insgesamt 25 Beiträge
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Seite 1
vox veritas 02.01.2019
1.
Ein Hinweis, was eine unbegründete Anforderung für eine Störersuche bzw. das Verursachen einer Störung kosten kann, wäre sicherlich sehr interessant gewesen.
sametime 02.01.2019
2. Zoll
Der Zoll kontrolliert doch zumindest sporadisch Post aus dem Nicht-EU-Ausland. Dann könnte er doch neben der Suche nach Zollvergehen kurz schauen, ob die Ware CE-Zeichen aufweist. Die werden zwar mitunter auch einfach draufgemacht, es wäre jedoch ein einfacher Weg, den Billigschrott einzudämmen.
mmmc126668331558129 02.01.2019
3. Störquellen in der Luft?
Wer prüft eigentlich die tausenden Windenergieanlagen mit Ihren enormen elektrischen Feldern? Oder vertraut man hier auf die Integrität der Hersteller die Störsicherheit durch entsprechende Messungen sicher zu stellen?
felisconcolor 02.01.2019
4. Auf den meisten
China Geräten klebt ein CE Bapperl. Obwohl das Gerät nie eine CE Zertifizierung durchlaufen hat. Ist doch schon ein running gag. Fragt euren lieben Chinesen von nebenan was der Klebi zu bedeuten hat, lächelt er höflich und antwortet "China Export".
blubbblubber 02.01.2019
5.
da will ich garnicht wissen, was meine alten helix antennen fürs wlan früher so gestört haben. richtfunk über 3000m, 5grad öffnung. da hats so ziemlich alles gelöscht. dect telefone, sat signal, wlan, amateurfunk... war ne witzige zeit anfang der nuller jahre...
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