Von Matthias Kremp
Theoretisch sollte das ausreichen, um den Inhalt einer kompletten CD in nur zwei Sekunden von einem Gerät auf das andere zu übertragen. In der Praxis dürfte man aber nie in die Nähe dieser theoretischen Obergrenze gelangen. Zum einen wegen des sogenannten Protokoll-Overheads. Fehlerkorrekturmechanismen und Datenaustauschprotokolle fressen einen Teil der Leistung gleich wieder auf. Zudem dürfte es schwer werden, einen Massenspeicher zu finden, der Daten derart schnell lesen oder schreiben kann. Nur wenige Festplatten, zum Beispiel solche mit SSD-Technik, haben eine Chance, von USB 3.0 zu profitieren.
Bis sich der neue Standard ähnlich durchsetzt wie USB 2.0, dürfte es aber ohnehin noch eine Weile dauern. Denn, um die hohen Datenraten zu erreichen, sind neue Kabel und Stecker notwendig, die nicht in die alten Buchsen passen. Wer USB 3.0 schon jetzt nutzen will, muss dafür nicht nur entsprechende externe Festplatten anschaffen, sondern braucht auch einen neuen PC oder eine neues Notebook. Alternativ kann man auch entsprechende Steckkarten für rund 30 bis 40 Euro nachrüsten. Das wird freilich nur tun, wer wirkliche Vorteile aus der zusätzlichen Geschwindigkeit ziehen kann - und das dürften derzeit noch nicht übermäßig viele Anwender sein. So fix USB 3.0 also auch sein mag, bis es ähnlich weit verbreitet ist wie USB 2.0, wird es noch ein paar Jahre dauern.
Sie haben noch nicht genug von der Cebit? Kein Problem: Mittwoch geht es hier weiter, mit noch mehr Neuheiten, die in Hannover ihr Debüt geben werden.
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