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CES 2014: Das werden die Technik-Trends des Jahres

Aus Las Vegas berichtet

Produktpräsentation auf der CES (Archivbild): Es wird Überraschungen geben Zur Großansicht
AFP

Produktpräsentation auf der CES (Archivbild): Es wird Überraschungen geben

In Las Vegas startet die CES, die wichtigste Messe für Unterhaltungselektronik. Fast alle großen Hightech-Unternehmen werden ihre neuen Produkte für das Jahr 2014 zeigen. Wir verraten schon jetzt, was zu erwarten ist.

Ab Dienstag wird Las Vegas wieder zum Mittelpunkt der Hightech-Industrie: Dann beginnt die weltweit größte und wichtigste Messe für Unterhaltungselektronik und Computer, CES. Die Produkte, die hier enthüllt werden, legen die Trends des Jahres fest.

Die Top-Themen der diesjährigen CES könnten kaum unterschiedlicher sein: riesige Fernseher und winzige, tragbare Elektronik. Die neuen Fernseher werden groß sein, einige Displays sind gebogen, andere ultrahochauflösend. Zu Wearables, Elektronik, die man am Körper trägt, gehören Smartwatches wie Samsungs Gear ebenso wie Fitness-Tracker, die körperliche Aktivitäten messen, aufzeichnen und auswerten. Zwar versuchen die meisten Hersteller, ihre großen Neuheiten geheim zu halten, bevor sie sie mit großem Brimborium auf der Messe vorstellen, doch einige Informationen sind schon im Vorfeld durchgesickert.

Tragbare Elektronik

Ein Tweet, den Samsungs britische Niederlassung am 3. Januar verbreitete, lässt es möglich erscheinen, dass der koreanische Konzern in Las Vegas bereits den Nachfolger seiner Smartwatch Galaxy Gear zeigen will. Die computerisierte Armbanduhr, die mit Samsung-Smartphones zusammenarbeitet, war nach ihrer Vorstellung auf der Ifa 2013 mit ebenso viel Begeisterung wie Kritik aufgenommen worden.

Dass derartige Uhren auch außerhalb der Elektronikbranche wahrgenommen werden, wird man auf dem CES-Stand von Mercedes sehen. Dort wird der Prototyp eines Wagens zu sehen sein, der Fahrzeugdaten an eine Pebble-Smartwatch sendet. So soll man beispielsweise den Füllstand des Bezintanks und den Status der Türschlösser prüfen können, auch wenn man nicht im Auto sitzt.

Auch Googles Datenbrille Glass wird man auf der Messe öfter begegnen, beispielsweise beim Autohersteller Hyundai. Der hat eine Glass-App angekündigt, mit der man einige Funktionen bestimmter Neuwagen von der Brille aus steuern kann. So soll die Brille helfen, das geparkte Auto zu finden, den Motor zu starten und Navigationsziele einzugeben.

Fast unüberschaubar dürfte sein, was es in Las Vegas an neuen Fitness-Trackern zu sehen geben wird. Wie wichtig das Thema sein wird, zeigt schon eine Meldung von Corning Glass. Der Hersteller des kratzfesten Gorilla-Glas-Materials, das viele Handy-Hersteller für ihre Handys verwenden, hat ein neues Verfahren entwickelt. Es soll die Produktion gebogener Gläser vereinfachen, die beispielsweise für Fitness-Armbänder gebraucht werden.

Dass der Fitness-Markt auch große Unternehmen zunehmend interessiert, zeigt ein vorab verbreitetes Foto, das offenbar ein neues Fitnessarmband von LG zeigt. Schon auf der CES 2013 hatte der Konzern ein derartiges Produkt vorgestellt, aber nie auf den Markt gebracht. Lifeband Touch soll das neue Produkt angeblich heißen. Der Clou könnte sein, dass es auch Daten von einem gekoppelten Handy anzeigen kann. Damit wäre es ein Hybrid aus Fitness-Tracker und Smartwatch.

Fernseher

Dass es um die Geheimhaltung bei LG nicht zum Besten steht, zeigt auch ein anderes Foto, das vor wenigen Tagen im Netz aufgetaucht ist. Es zeigt angeblich den ersten LG-Fernseher mit webOS-Betriebssystem. Ursprünglich war die Software vor einigen Jahren für Smartphones der US-Firma Palm entwickelt worden. Der Erfolg blieb aber aus, Palm geriet in finanzielle Schwierigkeiten und wurde von HP übernommen. Anfang 2013 hatte LG die webOS-Software von HP lizenziert. Auf dem jetzt aufgetauchten Bild sind allerdings keine Ähnlichkeiten mit der Smartphone-Software zu erkennen. Trotzdem könnte es LG mit webOS-Fernsehern gelingen, dem Thema Smart-TV neuen Schub zu geben.

Wichtiger als der Internetzugang in TV-Geräten werden auf der CES aber zum einen die sogenannten Curved-TV mit gebogenem Bildschirm und zum anderen UHD-Fernseher (die Abkürzung steht für Ultra High Definition) mit doppelter bis vierfacher Full-HD-Auflösung sein. Sowohl LG als auch Samsung werden in Las Vegas Geräte zeigen, die all das in sich vereinen und dazu noch riesengroß sind. Beide Unternehmen haben Curved-TVs mit UHD-Auflösung und 105-Zoll-Diagonale (2,66 Meter) angekündigt.

Während die aber für die meisten Anwender noch unbezahlbar sein dürften, wird es auf der CES auch die ersten Lowcost-TV mit UHD zu sehen geben. So hat Empire Electronics bereits einen 50 Zoll großen UHD-TV angekündigt, der unter der Marke Polaroid für 1000 Dollar verkauft werden soll. Das passende Programm dafür will der Streaming-Anbieter Netflix senden und einigen seiner Kunden die TV-Serie "House of Cards" in UHD-Auflösung anbieten.

Und sonst?

Das wird noch lange nicht alles sein, was die CES 2014 zu bieten hat. Samsung beispielsweise hat Gerüchten zufolge ein Tablet im 12,2-Zoll-Format im Gepäck, das die Grenze zwischen Tablet-PC und Laptop verwischen könnte.

Interessantes deutet sich auch bei Intel an. Der Chip-Hersteller wird Berichten zufolge eine neue Plattform für Mobilcomputer vorstellen, auf der Android und Windows nebeneinander laufen können. Zwar haben sich einige Hersteller schon an ähnlichen Produkten versucht. Wenn aber Intel einen Baukasten anböte, aus dem sich PC-Produzenten bedienen können, wäre dazu jeder Hersteller in der Lage, und es könnte ein Schwemme solcher Zwei-System-Laptops geben.

Und es wird Überraschungen geben. Letztes Jahr hatte niemand mit der mobilen Spielkonsole Shield von Nvidia oder der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift gerechnet. In diesem Jahr werden es andere Produkte sein, die uns in Erstaunen versetzen. Für die CES gilt dasselbe wie für die vielen Spielautomaten in Las Vegas: Auch wenn man sie gut kennt, weiß man nicht, was am Ende herauskommt.

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insgesamt 65 Beiträge
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1. So ein Quatsch
nachdenklich289 05.01.2014
Alles nur unnötiger Blödsinn.. Aber das ist der Fluch des Kapitalismus, die Wirtschaft muss auf Teufel komm raus wachsen, und deshalb wird den Menschen solange eingeredet, dass sie etwas unbedingt brauchen, bis sie's selber glauben.
2. super!
cannelloni 05.01.2014
Herr Kremp, ein Artikel ohne das Wort Apple? Hat's weh getan? ;) Danke jedenfalls, das sowas langsam möglich wird...
3. Guten Morgen...
shechinah 05.01.2014
"wird es auf der CES auch die ersten Lowcost-TV mit UHD zu sehen geben. So hat Empire Electronics bereits einen 50-Zoll-großen UHD-TV angekündigt, der unter der Marke Polaroid für 1000 Dollar verkauft werden soll." LOL, eit Monaten kann man bei Ottoversand Blaupunkt UHD TVs zwischen 600 und 1000 Euro bestellen, guten Morgen
4. aufgepasst !
roland.vanhelven 05.01.2014
alles, was in diesem artikel beschrieben wurde, sind neue NSA datenbeschaffungsgeraete. genau dafuer braucht die NSA die neuen super rechner und Google die schwommenden rechenzentren. die neuen geraete liefern naemlich unmengen von daten, die ja irgendwie erfasst werden moechten. besonders interessant sind geraete wie die armband computer, die nebenbei auch noch die stimmung und den zustand des traegers uebermitteln.
5. sehr einseitig...
voalli 05.01.2014
wo bleiben die Apple Highlights?
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