Mysteriöser Unfall Chinese erleidet angeblich iPhone-Stromschlag

Schon wieder soll es in China zu einem gefährlichen Unfall beim Aufladen eines iPhones gekommen sein. Nach einem Stromschlag liegt ein Mann im Koma. Über die Ursache wird noch gerätselt, doch erneut ist ein billiges Ladegerät von einem Drittanbieter beteiligt.

iPhone 5: Erneut berichten chinesische Medien über einen Stromschlag
AFP

iPhone 5: Erneut berichten chinesische Medien über einen Stromschlag

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Einem Bericht von "ZDNet" zufolge liegt ein 30-jähriger Chinese seit zehn Tagen im Koma, weil er einen Stromschlag von seinem iPhone erhalten haben soll. Der Artikel bezieht sich auf chinesische Medien, die am Donnerstag über den Vorfall berichteten. Demnach soll der Mann einen Schlag bekommen haben, als er das Apple-Smartphone an einer Steckdose aufladen wollte.

Er soll noch gerufen haben: "Ich bekomme einen Stromschlag", als er das iPhone an ein Ladegerät angeschlossen hat. Seine Schwester sei ihm zu Hilfe geeilt und habe das Ladegerät aus der Steckdose ziehen wollen. Laut Informationen der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hat sie "Schmerzen wie Nadelstiche" gefühlt. Der Strom sei durch ihren ganzen Körper bis zu den Füßen geflossen, während ihr Bruder zitternd und mit Schaum vor dem Mund auf dem Boden lag.

Als der 30-Jährige ins Krankenhaus eingeliefert wurde, soll er nicht mehr geatmet haben. Die Ärzte haben ihn wiederbelebt. Erst nach drei Tagen soll sich sein Zustand stabilisiert haben. Die Ärzte bestätigten der Agentur, dass es sich bei dem Unfall "zweifellos um einen elektrischen Schlag" gehandelt habe.

Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet allerdings, dass der Mann ein iPhone 4 mit dem Ladegerät eines Drittanbieters geladen haben soll, nicht mit einem Apple-Originalteil. Zudem habe es geregnet, die Luftfeuchtigkeit sei sehr hoch gewesen. Das lässt es zumindest plausibler erscheinen, dass eine Funkenentladung, eine Art kleiner Blitz, zu dem Unglück beigetragen haben könnte. Laut Xinhua waren weder am iPhone noch am Ladegerät Spuren eines Stromschlags zu erkennen und beide funktionierten nach dem Ereignis problemlos. Was genau der Grund für den Unfall war, ist bisher also unklar.

Kein Einzelfall

Wenn die Darstellung der Schwester des Opfers stimmt, wäre es der zweite derartige Zwischenfall mit einem iPhone innerhalb einer Woche. Am Montag hatten chinesische Medien über eine Flugbegleiterin berichtet, die an den Folgen eines Stromschlags von einem iPhone 5 gestorben sein soll. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch Apple hat angekündigt, den Vorfall zu untersuchen.

Die beiden Berichte aus China erinnern an eine Reihe ähnlicher Vorfälle, die 2007 und 2009 die Medien beschäftigten. Unter anderem war ein Mann im südchinesischen Guangzhou gestorben, nachdem sein Handy in der Brusttasche explodierte und dabei seine Halsarterie aufriss. Als Ursache war in diesem Fall ein billiger Ersatzakku eines Drittherstellers vermutet worden.

Dasselbe galt für einen Fall in Südkorea, bei dem ein Arbeiter ebenfalls an den Folgen einer Handy-Explosion gestorben sein soll. Später stellte sich allerdings heraus, dass der Mann tatsächlich von einem Kollegen mit einem Baufahrzeug angefahren worden war. Der fingierte Handyunfall sollte das echte Unglück nur vertuschen.



insgesamt 30 Beiträge
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LarsLondon 19.07.2013
1. Wasser + Billigteile = Stromschlag?
Sehe ich das richtig, dass in beiden Faellen spekuliert wird, der Stromschlag koennte aufgrund von Feuchtigkeit und billiger Ladegeraete entstanden sein? Das klingt doch mehr als unwahrscheinlich. Die werden ja sich wohl kaum mit blanken Kabeln unter die Dusche gestellt haben. Oder...?
skyrim 19.07.2013
2. Typisch
Die Leute kaufen sich ein Gerät für 600, 700€ und sparen dann am Zubehör.
verhetzungsschutz 19.07.2013
3. Überwachung versagt?
Zitat von sysopAFPSchon wieder soll es in China zu einem gefährlichen Unfall beim Aufladen eines iPhones gekommen sein. Nach einem Stromschlag liegt ein Mann im Koma. Über die Ursache wird noch gerätselt, doch erneut ist ein billiges Ladegerät von einem Drittanbieter beteiligt. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/chinese-angeblich-durch-stromschlag-von-iphone-ladegeraet-im-koma-a-912008.html
Warum hat die auf jedem iPhone installierte Überwachungssoftware in diesem Fall versagt?
bernd_b 19.07.2013
4. Werbung für Orginalteile
Meldet das die Marketingabteilung von Apple? Ist noch keiner an einem explodierendem Akku in einem Symbian oder Android Handy gestorben? Da werden ja selbst die Originalteile nicht von Apple hergestellt. Sommerloch Ende - zurück zu Prism.
borama 19.07.2013
5. Wie wäre es...
...mit einer Überschrift: "Lebensgefahr durch gefälschte iPhone Ladegeräte". Jaja, das ist zu wenig plakativ und reisserisch. Mein Rat: Spiegel.de sollte sich nicht zu sehr an Focus.de oder Bild.de anbiedern.
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