Computermesse Cebit Willkommen im Wolkenkuckucksheim!

Mehr als 300.000 Besucher erwartet Hannover zur Computermesse Cebit. Von 3-D-Welten über Roboter bis zu Sicherheitssoftware präsentieren IT-Aussteller ihre neuesten Erfindungen - wichtigstes Thema in diesem Jahr: Cloud Computing.

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Kontaktaufnahme erwünscht: Die Cebit will wieder mehr Publikum anziehen
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Kontaktaufnahme erwünscht: Die Cebit will wieder mehr Publikum anziehen

Verglichen mit der Cebit wirken andere Hightech-Messen mickrig. Hört sich vermessen an, ist aber so. Zum Vergleich: Das Jahrestreffen der Handy-Branche, der Mobile World Congress, zog im Februar mehr Besucher an als erwartet. Fast 60.000 Menschen wanderten über das von 1400 Ausstellern besiedelte Messegelände in Barcelona. Mehr als doppelt so viel Anziehungskraft hatte die Consumer Electronics Show (CES), in der Wüstenstadt Las Vegas. Sensationelle 140.000 Gäste kamen, um die Exponate von 2700 Firmen und Organisationen anzuschauen.

Doch verglichen mit der Cebit sind das geradezu Peanuts. Ihren Besucherrekord erreichte die Messe in Hannover im Jahr 2001 mit 830.000 Gästen. Das sind Zahlen, die manchem Fachbesucher aus den USA erstaunt die Luft aus den Lungen entweichen lassen. Dort wird die CES von vielen als größte Computermesse der Welt angesehen - und wer weiß, vielleicht wird sie das auch einmal, denn seit 2001 hat die Popularität der weltgrößten Computermesse Cebit drastisch nachgelassen. Die Cebit änderte ihre Ausrichtung mehrfach, wollte mehr Fachbesucher anlocken und schraubte die Eintrittspreise hoch. Eines der Resultate dieser Entwicklung: Für 2011 erwarten die Veranstalter 330.000 Gäste bei 4200 Ausstellern. Immerhin mehr als doppelt so viele Besucher wie bei der CES, aber eben weit entfernt von einstigen Rekorden.

Eines aber ist über die Jahre gleich geblieben: die feierliche Eröffnung der Computermesse mit Politik-Prominenz. An diesem Montagabend wird Bundeskanzlerin Merkel die Messe offiziell eröffnen, bevor am Dienstagmorgen tatsächlich der erste Messetag beginnt. An ihrer Seite wird dabei der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan als Vertreter des Partnerlandes Türkei stehen. Aber welche technischen Neuheiten bringt die Cebit?

Lesen Sie hier, warum wir künftig alle abheben, wie die dritte Dimension nicht nur das Wohnzimmer erobert und was es mit den vier Säulen der Cebit auf sich hat:

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static_noise 28.02.2011
1. .
Die Cebit ist eine langweilige Produktmesse von Großkonzernen die der Zeit hinterher laufen. CloudComputing ist also der Kracher? Das ist ein thema welches in der IT eigentlich schon längst durch ist, Google, Mazon und Co beiten seit Jahren Plattformen die 'ready 2 use' von jedem genutzt werden können. Diejenigen die sich intensiv damit beschäftigen sind schon wider ernüchtert (wie bei SOA oder der sonstigen grad durch's Dorf getriebenen Sau). Siemens, Telekom und Co sind keine Inovationstreiber mehr, nur noch 'Vermarkter'. letztes Jahr meinte jeder seine 3D Monitore/Brillen/Software verticken zu müssen. Uns fehlt eine Computermesse in Deutschland welche sich mit den Themen von morgen beschäftigt, nicht mit denen von vorgestern welche jetzt in Blech oder Plastik gegossen und nem Firmenaufkleber versehen verkauft wird. Innovative Vorträge sucht mal in Hannover doch vergebens...
Paul Panda 28.02.2011
2. Nebulös
Cloud Computing (vor allem für Privatanwendungen) halte ich für ein typisches Beispiel dafür, dass man den Anwendern etwas aufschwatzt, wenn der Markt gesättigt ist: Die PCs, um die es früher ausschließlich ging, sind ausgereift und lassen kaum noch Wünsche offen. Statt sich damit zufrieden zu geben, dass jetzt endlich wesentlich mehr als 640 mal 480 Pixel, mehr als 16 Farben und mehr als 64 Kilobytes Speicherplatz für'n "Apple" und'n Ei zur Verfügung stehen, die Computer endlich so schnell sind, dass keine Grafik mehr ruckelt und auch komplizierte Berechnungen in Windeseile ausgeführt werden - stattdessen also sollen wir jetzt, wo wir endlich genug Platz auf der Platte haben, unsere Software und wahrscheinlich auch unsere Daten irgendwo im Internet auslagern. Darin sehe ich ich keinerlei Vorteile, und wenn ich an den Datenschutz denke, sogar nur Nachteile. Das Argument, mit Cloud auch Software verwenden zu können, an die man sonst nur für teueres Geld rankommt, halte ich für vorgeschoben: Die meisten User nutzen doch sowieso kaum mehr als Word und Power Point. Und Software für die meisten anderen Zwecke kostet auch nicht gerade ein Vermögen - und brauchbare alte Versionen gibt's zum Teil gratis oder ermäßigt. Nein: Mein Computer und meine Daten gehören mir - da lasse ich mir von irgendwelchen "Wolken" nicht den Kopf vernebeln und vorschreiben, welche Software ich verwende.
Meckermann 28.02.2011
3. Dem Kunden zum Nachteil
3D und Cloud: zwei "Trends" die dem Kunden derzeit mit der Brechstange schmackhaft gemacht werden. Ersters verbessert das visuelle Erlebnis bestensfalls marginal und kostet dafür Unsummen, letzteres könnte zwar im Grunde eine echte Bereicherung des Lebens sein, wird aber in erster Linie benutzt, um den Kunden weitgehend zu entrechten. Tolle Aussichten...
franziskus, 28.02.2011
4. Zurück zu den Wurzeln
Zitat von sysopMehr als 300.000 Besucher erwartet Hannover zur Computermesse Cebit. Von 3-D-Welten über Roboter bis zu Sicherheitssoftware präsentieren IT-Aussteller ihre neuesten Erfindungen - wichtigstes Thema in diesem Jahr: Cloud Computing. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,748141,00.html
Anfang der 80er Jahre war man der Meinung, dass jeder seinen eigenen Rechner haben sollte. Die Experten, die vor den Problemen warnten, wurden als "rückständig" hingestellt. Bunte graphische Bildschirmoberflächen und dazu noch mein ganz persönlicher Computer. Welch ein Paradies für den Anwender. Im Nachhinein stellt es sich als eine der größten und auch teuersten "Dummheiten" in der Geschichte der Datenverarbeitung dar. Bestücken Sie 40000 PCs in einem Unternehmen mit neuer Software, dann wissen Sie, welche Probleme damit verbunden sind. Es war auch schon früher nicht so einfach, ein Dutzend Rechner zu aktualisieren. Dies trifft ja nicht nur auf firmeninterne Anwendungen zu, sondern auch auf den Privatanwender. Welcher Privatanwender führt alle Updates durch oder sichert regelmäßig seine Daten? Von der Datensicherheit ganz zu schweigen. Kehren wir zurück zu den Wurzeln. Die Anwender arbeiten mit Thin-Clients (ziemlich dummen Terminals). Die Programme und Daten für Firmenanwendungen befinden sich auf wenigen zentralen Rechnern. Für Privatanwendungen werden die Programme runtergeladen. Die Daten liegen entweder auf der eigenen Festplatte oder werden von Service-Rechenzentren zur Verfügung gestellt. Nur so nebenbei, weil wir schon bei Thema sind. Machen Sie einen Test. Entfernen Sie gedanklich alle Texte zu den graphischen Symbolen auf Ihrem Computer. Können Sie ihn noch bedienen? Jetzt die Gegenprobe. Entfernen Sie alle graphischen Symbole. Können Sie ihn bedienen? Auch die Steuerung mit der Maus ist für die Bearbeitung bei kommerziellen Aufgaben eine Belastung. Ich möchte nicht wissen, welch wirtschaftlicher Schaden entsteht, weil der Anwender, neben der Tastatur, noch die Maus bedienen muss. Welch ein Irrsinn
barlog 28.02.2011
5. Titel
CloudComputing - was für eine schöne Entwicklung, dank derer wir bald alle nur noch noch mit kleinen bis mittelgroßen Handschmeichlern herumlaufen werden, auf denen wir unsere täglichen, den eigenen Computer/Smartphone schwer überfordernden, täglichen Aufgaben (e-Mails schreiben, Bilder angucken, spon lesen, Männchen hüpfen lassen...) erledigen werden. Möglich machen das liebe Menschen, die die schrankgroßen Rechner, die wir momentan noch zur Ablage unserer Familienfotos zu Hause stehen haben, online selbstlos zur Verfügung stellen, natürlich verbunden mit dem großen Ehrenwort, niemals den kleinsten Blick in unser persönliches Fach zu werfen, außer um regelmäßig BackUps zu machen. Falls mal was kaputt geht im Cloudcomputerraum . ... So wird alles schöner für die vielen Millionen Menschen, die dringend darauf angewiesen sind, ihre Familienfotos von jedem Ort der Welt abrufen zu können. Die einzigen Menschen, die irgendwann noch ihre Daten auf altmodischen Computern mit Speichermedien für sich behalten wollen, werden die Terroristen sein, die gerade dadurch von der Obrigkeit ganz leicht gefunden werden können. Nur Pessimisten könnten vermuten, daß irgendwann mal das ganze Internet von bösen Menschen, die für dessen Nutzung Geld verlangen und sich heimlich mit konservativen Politikern treffen, übernommen werden könnte - ich glaube das nicht, denn ich möchte nicht fortschrittsfeindlich erscheinen.
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