Neue Gadgets: Der Design-PC aus der Pfalz

Der Bytebench von Convar liefert besondere Einblicke, und ist immer ein Einzelstück - und deshalb nicht ganz billig. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: Eine Kamera, die beschriebt, was man fotografiert und ein Pulsgurt fürs iPhone 4S.

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CONVAR BYTEBENCH

Convar Bytebench: Handgefertigter Design-PC

Im rheinland-pfälzischen Pirmasens hat sich die Firma Convar auf die Wiederbeschaffung verloren geglaubter Daten spezialisiert. Seit einiger Zeit bietet das Unternehmen auch Hardware an, vor allem Festplattengehäuse aus Pappe. Jetzt gibt es auch einen Desktop-PC namens Bytebench, der vor allem durch seine Formensprache auffällt.

Der Computer entsteht als handgefertigtes Einzelstück aus zwei Millimeter starkem Stahlblech und wird auf Wunsch mit Leder bespannt oder mit Holz verziert. Im Inneren beherbergt der Mini-PC auf einem Mini-ITX-Mainboard einen Intel Atom 525 Dual-Core-Prozessor mit 1,8 GHz. Die Onboard-Grafik mit nVidias Ion-Chipsatz ist in der Lage, DVI- und HDMI-Bildschirme mit Full-HD-Inhalten (1080p) zu beliefern. Vier GB RAM lassen sich maximal auf dem Mainboard unterbringen und so ist der Rechner, trotz angestaubter Technik, für die allermeisten Aufgaben im Home Office ausreichend gerüstet.

Schnelles W-Lan und Gigabit-LAN, USB-2.0- und -3.0-Anschlüsse, eSATA und ein integrierter DVB-S2-HDTV-Tuner sorgen darüber hinaus für vielfältige Verbindungsmöglichkeiten zur Außenwelt.

Das kann teuer werden

Die Front des Bytebench beherbergt einen besonderen Blickfang: Eine ebenfalls von Convar eingepackte eSATA-Festplatte namens "ByteSpotter". Das Besondere daran: Durch ein transparentes Gehäuseteil lässt sich die ein Terabyte große Platte beobachten. Die Festplatte ist mit einem Griff austauschbar: Verschiedene Betriebssysteme oder Benutzer-Umgebungen lassen sich so einfach und schnell auswechseln.

Sinnvoller und preislich auf Augenhöhe mag eine Solid-State-Disk (SSD) an Stelle des Bytespotters sein, aber dann geht einem der nette Anblick der sich unermüdlich drehenden Festplatte verloren.

Von Haus aus lässt sich der Bytebench mit den Betriebssystemen Windows 7 oder Ubuntu bestellen und auch bei der Festplattenkapazität, dem Arbeitsspeicher und dem optischen Laufwerk kann der PC dem eigenen Bedarf gemäß konfiguriert werden. Aber Vorsicht: So kommen in der maximalen Ausbaustufe schnell 3000 Euro zusammen. (Frank Busch)

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Descriptive Camera: Foto geschossen, Beschreibungstext bekommen

Descriptive Camera: Ein Fotoapparat, der erklärt, was man knipst Zur Großansicht
Matt Richardson

Descriptive Camera: Ein Fotoapparat, der erklärt, was man knipst

Der New Yorker Matt Richardson ist nach eigenen Worten Technikfreund, Schwimmer, Läufer, Erdnussbutter-Fan, Fotograf, Filmer und vor allem: "Maker of things". Da wundert es nicht, dass er neben seinem Studium beim Bastlermagazin "Make" arbeitet. Sein neuester Streich, die "Descriptive Camera", ist so verblüffend wie kurios.

Der Prototyp steckt in einer Plastikbox, durch deren Wände man die verbaute Technik bewundern kann. Ansonsten gibt es nur einen Auslöseknopf und drei Statuslampen: Grün für "Bereit", Gelb für "Wird entwickelt" und Rot für "Fehler". Man visiert ein Motiv an, drückt auf den Auslöser und muss dann in der Regel drei bis sechs Minuten warten, bis die Kamera einen kleinen Zettel ausdruckt, auf dem dann eine Beschreibung dessen, was man fotografiert hat, aufgedruckt ist.

Aber wie funktioniert das? Besitzt die Kamera etwa künstliche Intelligenz? Nein, die Lösung ist viel einfacher: In Wirklichkeit schickt die Kamera das Bild an den Dienst "Amazon Mechanical Turk". Das ist eine Plattform, bei der Freiwillige für teils minimale Entlohnung klar definierte Arbeiten übernehmen. In der Regel geht es um kleine, sich wiederholende Aufgaben. Hier also: Beschreibe das Bild. Laut Matt Richardson sind es in diesem Fall 1,25 US-Dollar (rund 95 Eurocent) pro Foto. Die Kamera lässt sich aber auch so konfigurieren, dass sie das Bild per E-Mail an einen beliebigen Empfänger sendet. Wer sich für die technischen Einzelheiten interessiert, findet sie auf der Website zur Descriptive Camera.

Der Prototyp ist derzeit per Ethernet-Kabel mit dem Internet verbunden und braucht eine externe Stromquelle. Letztlich soll sich die Kamera aber drahtlos mit dem Netz verbinden und mit Batterien funktionieren, so dass sie sich im Prinzip wie jede andere Kamera anfühlt.

Gefunden bei Patrick Breitenbach auf Google+. (Jan Tißler)

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Wahoo Fitness BlueHR: Mit dem iPhone 4S das Herz im Auge behalten

Wahoo Fitness Pulsgurt: Körperfunktionen per iPhone überwachen Zur Großansicht
Wahoo BlueHR

Wahoo Fitness Pulsgurt: Körperfunktionen per iPhone überwachen

Nur weil man ein Nerd ist, heißt das nicht, man gehöre zur vorurteilsbehafteten Gruppe der Pizza-Cola-Hacker-Kultur. Im Gegenteil: Bewegung, Sport und Spaß stehen bei uns Geeks und Nerds hoch im Kurs. Also: rauf aufs Rad, rein in die Joggingschuhe oder ab auf die Berge. Bei all diesen Aktivitäten hilft die Kenntnis der eigenen Herzfrequenz das richtige Maß zu finden - und mit dem Wahoo BlueHR Herzfrequenzgurt sieht man das direkt auf dem iPhone.

Gerade die Jogger mit Kopfhörern im Ohr können sich nur schwer von ihrem iPhone-MP3-Player trennen. Wieso also noch eine Pulsuhr mitnehmen? Der BlueHR funkt, wie sein Name vermuten lässt, über Bluetooth die Herzfrequenz an das Smartphone. Obwohl Bluetooth ein einheitlicher Standard ist, ist laut Hersteller nur das iPhone 4S kompatibel. Hat man diese technische Hürde überwunden, steht dem Training nichts mehr im Wege.

Der Gurt ist bis zu 1,5 Meter Tiefe wasserdicht, was für einen Regenschauer oder schweißtreibende Aktivitäten ausreichend sein sollte. Eine Nutzung im Schwimmbad verbietet sich. Mit den passenden Wahoo-Apps kann man sich einen Überblick über seinen Fitness verschaffen.

Wie sinnvoll ist das?

Als Sportler halte ich diese Idee zwar für durchaus nett, aber: Wie bequem ist es, unterwegs das riesige Smartphone herauszuholen, nur um die Herzfrequenz, die Strecke oder die Geschwindigkeit abzulesen? Hätte die App eine Sprachansage, und würde der Akku nicht so stark beansprucht, könnte man darüber nachdenken. Eine echte Pulsuhr mit GPS ist in meinen Augen aber immer noch die besser Ergänzung zu einem ernsthaften Training - doch das muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Wahoo-Gurt kostet rund 80 Euro. (Kai Zantke)

Mehr dazu bei neuerdings.com.

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