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Drohne im Eigenbau: Mini-Hubschrauber beschießt Wasserstoff-Ballons

Er hat drei Rotoren und feuert Sprengkörper ab: Ein schwedischer Bastler hat eine Miniatur-Drohne konstruiert, die mit Wasserstoff gefüllte Ballons abschießt. Mit an Bord des Tricopters: Eine Kamera für HD-Videos.

Marke Eigenbau: Mini-Drohne mit Feuerwerks-Bewaffnung Fotos

Wie bastelt man sich eine Killer-Drohne? David Windestål aus Schweden macht es vor: In stundenlanger Arbeit hat er einen Mini-Helikopter mit drei Rotoren konstruiert, einen sogenannten Tricopter. Drei Gyroskope halten das Fluggerät stabil in der Luft. Zum Einsatz kommt dabei ein Controller namens KapteinKUK, eine Open-Source-Entwicklung. Soweit, so gewöhnlich. Doch Windestål stattete seinen Tricopter darüber hinaus nicht nur mit einer HD-Videokamera aus, sondern auch noch mit einer Abschussvorrichtung für Feuerwerkskörper.

Per Fernbedienung kann Windestål Widerstände an Bord des Tricopters unter Strom setzen, so dass diese sich erhitzen und die Zündschnüre der explosiven Ladung in Brand setzen. Wenig später heißt es: Feuer frei. Für ein YouTube-Video ließ er sein hochgerüstetes Miniatur-Kriegsgerät auf Luftballons schießen. Die hatte er vorher noch mit Wasserstoff befüllt.

Das Ergebnis sieht aus wie eine Mischung aus Videospiel und Kriegssimulation - und sorgt für große Begeisterung bei den Zuschauern im Internet. Binnen weniger Tage wurde der Clip mehr als 300.000 Mal abgerufen.

Wenn nun das Bastler-Herz höher schlägt: Über seine Helikopter-Konstruktionen bloggt er im Netz als RCExplorer, Nachbau-Anleitungen und nützliche Tipps. inklusive. Allerdings erinnert die Kampfdrohne im Miniaturformat so frappierend an die echten Killer-Drohnen, mit denen US-Militärs im pakistanischen Grenzgebiet ferngesteuert Jagd auf Terroristen machen, dass man damit hierzulande womöglich die Behörden auf den Plan rufen würde.

ore

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insgesamt 32 Beiträge
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1. Genial
makutsov 02.02.2011
Richtig gute Umsetzung! Klasse Gerät. Hierzulande würde aber sicher gleich wieder die Terrorhysterie ausbrechen.
2. Tricopter
The-BlackJack 02.02.2011
Zitat von makutsovRichtig gute Umsetzung! Klasse Gerät. Hierzulande würde aber sicher gleich wieder die Terrorhysterie ausbrechen.
Der Vergleich mit einer Killer Drohne ist ja wohl absolut lächerlich! es gibt absolut nichts Vergleichbares Militärisch genutztes! Derart reißerische Formulierungen sind doch wirklich unterstes Bild Niveau! Nein das ruft niemanden auf den Plan habe selbst einige dieser Geräte(Tri-, Quadrocopter) und nen Haufen Freunde die auch mit solchen Tricoptern(so heißt dieses Spezielle gerät mit Drei Rotoren) fliegen. Warum sollte sich auch irgend wer auf den Plan gerufen fühlen? Und das die teile eine erhöhte Terrorgefahr hervorrufen ist auch absolut lächerlich. Solche Schwebeplatformen sind sowohl bei Hobbypiloten wie auch im Professionellen Film und Foto Einsatz sehr verbreitet! Das abschießen von Feuerwerk gehört zwar eher zu absoluten Ausnahme aber das Video ist einfach super! Wer mehr erfahren will kann mich gerne mal anschreiben dann bekommt ihr ein paar links!
3. So cool das Video ist...
moex 02.02.2011
...so reißerisch ist der Spiegelartikel dazu.Ähnlichkeit mit den Drohnen in Afghanistan hat dieser Tricopter überhaupt keine.Ich wette,der Autor hat auch nicht mitbekommen,dass die "Systemeinblendungen" reineditiert wurden und die Anspielungen auf diverse Videospiele nicht verstanden.Internethumor ist halt nicht für jeden... Fragt sich nur,ab wann Staaten solche Teile für die Innere Sicherheit einsetzen.Damit lassen sich sicher prima Demos überwachen und missliebige Bürger ausspähen.
4. Das Ereignis wird völlig verkannt
Bonneville78 02.02.2011
Also ich sehe das anders, als die ersten Foristen, die sich hier zum SPON-Artikel äussern. Logisch ist das ganze Ding nur ein Spielzeug, logisch ist jede "Waffenwirkung", die man damit erzielen künnte, absolut lächerlich. Aber diese Technik ist spottbillig und (das vermute ich) nicht zu kontrollieren. 20 Stück davon, mit Milzbrand-Erregern statt Feuerwerkskörpern, eine beliebige Großstadt, und ihr könnt eine Woche lang jeden Abend nach der Tageschau den Brennpunkt gucken ...... Mir scheint, es macht sich niemand Gedanken über diese Konsequenz von Drohnen- / Robotereinsätzen durch das Militär. Wir (im Westen) meinen "der Krieg verändert sich", die Soldaten sitzen im Bunker (irgendwo in Nebraska), lenken die tödlichen Waffen auf Menschen auf der anderen Seite der Welt (wie man hört entstehen hohe Kolateralschäden) und um 17:00 Uhr ist Feierabend, dann gehts heim zur Mutti. Irgendwann werden die "da unten" sich das wohl nicht mehr bieten lassen wollen. An Vati kommen sie nicht ran (der sitzt im Bunker), aber die Lieben daheim ...... Das ist zugegeben eine noch weit weg liegende Vorstellung, aber: Erst im Dezember haben Frau Aigner und der Datemschutzbeauftragte sich zu privaten Kamera-Drohnen geäussert ("kann man nix machen"), 6 Wochen danach sind jetzt schon die Spielzeugdrohnen bewaffnet, ich bin gespannt, wann die erste Straftat / das erste Gewaltverbrechen mit so einem Ding kommt.
5. Ihr Einwand in allen Ehren...
moex 02.02.2011
Zitat von Bonneville78Also ich sehe das anders, als die ersten Foristen, die sich hier zum SPON-Artikel äussern. Logisch ist das ganze Ding nur ein Spielzeug, logisch ist jede "Waffenwirkung", die man damit erzielen künnte, absolut lächerlich. Aber diese Technik ist spottbillig und (das vermute ich) nicht zu kontrollieren. 20 Stück davon, mit Milzbrand-Erregern statt Feuerwerkskörpern, eine beliebige Großstadt, und ihr könnt eine Woche lang jeden Abend nach der Tageschau den Brennpunkt gucken ...... Mir scheint, es macht sich niemand Gedanken über diese Konsequenz von Drohnen- / Robotereinsätzen durch das Militär. Wir (im Westen) meinen "der Krieg verändert sich", die Soldaten sitzen im Bunker (irgendwo in Nebraska), lenken die tödlichen Waffen auf Menschen auf der anderen Seite der Welt (wie man hört entstehen hohe Kolateralschäden) und um 17:00 Uhr ist Feierabend, dann gehts heim zur Mutti. Irgendwann werden die "da unten" sich das wohl nicht mehr bieten lassen wollen. An Vati kommen sie nicht ran (der sitzt im Bunker), aber die Lieben daheim ...... Das ist zugegeben eine noch weit weg liegende Vorstellung, aber: Erst im Dezember haben Frau Aigner und der Datemschutzbeauftragte sich zu privaten Kamera-Drohnen geäussert ("kann man nix machen"), 6 Wochen danach sind jetzt schon die Spielzeugdrohnen bewaffnet, ich bin gespannt, wann die erste Straftat / das erste Gewaltverbrechen mit so einem Ding kommt.
...ich bin zwar kein Experte auf dem Gebiet,aber ich glaube nicht,dass die Technik,um Drohnen über große Distanzen fernzusteuern,für jeden so einfach verfügbar ist.Die Technik für die meisten ferngesteuerten Modellflugzeuge erlaubt doch eher nur eine geringe Distanz zum Flugobjekt. Und zum Anthrax: Da gibt es theoretisch wesentlich einfachere Methoden,um sowas unters Volk zu bringen.
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