Drohnenkunststücke Tanzen, tauchen, Truthahn rösten

Drohnen können filmen und Pakete transportieren, werden aber auch für Spielereien genutzt. Diese sechs Videos zeigen die originellsten Drohnenkunststücke aus 2015 - im Pool, am Himmel oder auf der Bühne.

Ferngesteuerte Drohne: 2015 haben sich Quadrocopter stark weiterentwickelt
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Ferngesteuerte Drohne: 2015 haben sich Quadrocopter stark weiterentwickelt


Tanzende Drohnen

Kürzlich überraschten Hobbydrohnen in einem Genre, das so gar nicht zu ihnen passen will: im Ballett. Die Fluggeräte sorgten dafür, dass zwei unbekleidete Balletttänzer aus dem Blickwinkel der mitfilmenden Kamera an den entscheidenden Stellen stets verhüllt erschienen. An den Drohnen waren Papierblätter als Feigenblattersatz befestigt, die sich immer vor bestimmte Körperteile schoben.

Leuchtende Drohne

Die eigentliche Bühne für Drohnen ist allerdings der Himmel. Während sich im Hellen Formationen fliegen lassen, kann man im Dunkeln Lichtmalerei betreiben. Dabei werden mit einer Lichtquelle vor einer auf Langzeitbelichtung gestellten Kamera allerlei Bewegungen gemacht. Auf dem fertigen Bild sind dann komplexe Muster und Bilder zu sehen.

Ist an einer Drohne eine Lampe befestigt, sind auch am nächtlichen Himmel Lichtbilder im Großformat möglich. Dabei fliegen Drohnen einen zuvor einprogrammierten Kurs ab. Für ein Weihnachtsvideo ließ Drohnenhersteller AsTec einen Quadrocopter den Weihnachtsmann, bunte Sterne und Geschenkpakete ans Firmament malen.

Feuer speiende Drohne

Etwas heftiger kam eine Drohne als ruppiger Küchenhelfer zum Einsatz. Rechtzeitig zu Thanksgiving baute ein junger Bastler einen Flammenwerfer an einem Quadrocopter an. Mit dieser Ausstattung röstete das Feuer speiende Fluggerät einen rohen Truthahn im Flug. Genießbar war der Vogel danach aber wohl nicht mehr.

Tauchende Drohne

Das Fliegen allein hat einigen Maschinenbau-Studenten an der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey nicht gereicht. Sie konstruierten eine Tauchdrohne. Das Gerät kann vom Flug direkt ins Wasser eintauchen, seinen Kurs fortsetzen und wieder in die Luft aufsteigen. Die Forscher hoffen, dass derartige Geräte Inspektions- und Wartungsarbeiten an entfernten Anlagen wie etwa Bohrinseln erleichtern könnten.

Rasende Drohne

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) lösten indessen ein anderes Problem. Handelsübliche, einfache Drohnen können oft nicht autonom fliegen, es muss bei den meisten Modellen Sichtkontakt zum Piloten bestehen. Andernfalls endet der Flug schnell an einer Hauswand oder einem Baum. Selbststeuernde Drohnen konnten bislang nur sehr langsam fliegen, weil die Erfassung der Umgebung und Kursberechnung in Echtzeit große Rechnerkapazitäten verschlingt. Mit Hilfe eines Algorithmus konnte dieser Rechenaufwand verkleinert werden. Damit flog die MIT-Drohne problemlos mit bis zu 50 Sachen durchs Geäst eines Waldes.

Treibende Drohne

Paul Brennan aus Irland hat im Frühjahr im Video "Shep the Drone" gezeigt, wie eine Hobbydrohne den Schäferhund ersetzen könnte. Brennan arbeitet bei einer Firma, die auf Drohnenaufnahmen spezialisiert ist, auf dem Hof seines Bruders Declan hat er eine Drohne auf die Schafe losgelassen und die Herde vor sich her treiben lassen. Allerdings schnitt die Drohne dabei zeitlich schlechter ab als der hofeigene Schäferhund, der seinen Job also wohl vorerst behält.

meu/juh

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insgesamt 1 Beitrag
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Seite 1
Bürger Icks 04.01.2016
1. Drohnen...
Ich könnte wetten, das in Zukunft der Verkauf an und der Drohnenbesitz für Privatpersonen verboten wird. Es geht ja nicht an, das noch jemand anders spioniert, womöglich überm Verfassungsschutz rumkurvt, mit so einem Teil xD
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