Von Johannes Sträter
"Slow Burn - Verführerische Falle", USA 2005. Regie: Wayne Beach. Format: 1,78:1 (16:9). Länge: 88 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,90 Euro.
Während Bezirksstaatsanwalt Ford Cole (Ray Liotta) mitten im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt steckt, tötet seine Assistentin und Geliebte, Nora Timmer (Jolene Blalock), einen Mann, der sie vergewaltigt hat. Alles sieht nach Notwehr aus, doch dann taucht ein Zeuge auf, der eine ganz andere Version der Ereignisse erzählt. Plötzlich ist Ford Cole selbst in Gefahr und es bleibt ihm nur eine Nacht, die Wahrheit heraufzufinden.
Ray Liotta ("Narc") zeigt einmal mehr, dass er seine Paraderolle als zwielichtiger Charmeur perfekt beherrscht, diesmal begleitet von TV-Darstellerin Jolene Blalock. Sie verkörperte in der bislang letzten Star Trek Staffel (2001-2005) die attraktive Vulkanierin T'pol und erlangte damit hierzulande eine gewisse Bekanntheit. Im Schatten des Routiniers Liotta absolviert sie ihr Spielfilmdebut recht ordentlich, jedoch bietet das Drehbuch kaum Gelegenheit, sich zu beweisen. Den Unterhaltungswertwert dieses bis zum Schluss spannungsreich erzählten Krimi-Dramas trübt das nur wenig.
Bis 31. November im Handel
"Undisputed - Sieg ohne Ruhm", USA 2002. Regie: Walter Hill. Format: 1,78 (16:9). Länge: 89 Min. FSK: 16.
Seit zehn Jahren ist der Häftling Monroe Hutchens (Wesley Snipes) ungeschlagener Box-Champion im Gefängnis. Nun wartet man gespannt auf die Ankunft des amtierenden Weltmeisters George "Iceman" Chambers (Ving Rhames), der jüngst zu einer langjährigen Strafe verurteilt wurde. Allen ist klar: die beiden werden klären müssen, wer der wahre Champion ist. Schon bald organisiert der gut vernetzte Mafioso Mandy Ripstein (Peter Falk) einen geheimen Kampf, bei dem es um viel Geld geht.
Actionspezialist Walter Hill ("Red Heat") kitzelt aus dem simplen Plot ein überraschend frisches Boxerdrama, das sein historisches Vorbild im Schicksal des Boxweltmeisters Mike Tyson hat. Er war 1992 - nicht unumstritten - wegen Vergewaltigung zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden, wurde wegen guter Führung jedoch schon nach drei Jahren entlassen. Anders der wutschnaubende Boxer, den Ving Rhames ("Mission Impossible") im Film verkörpert. Er liefert sich mit dem ungewohnt zurückhaltend auftretenden Wesley Snipes ("Blade") ein zwar etwas vorhersehbares, aber spannend inszeniertes Duell.
Bis 5. Dezember im Handel
und
"Solitary Man" , USA 2009. Regie: Brian Koppelman & David Levien. Format: 2,35:1 (16:9). Länge: 86 Min. FSK: 12 Jahre. Heftpreis: 4,99 Euro.
Ben Kalman (Michael Douglas) war einst erfolgreicher Unternehmer. Jetzt ist er bankrott, von seiner Frau geschieden und versucht, das Alter mit zahlreichen Affären zu bekämpfen. Von seinem Charme überzeugt, macht er sich an die einflussreiche Jordan (Mary-Louise Parker) ran, um seine Karriere wieder in Schwung zu bringen. Doch als er deren Tochter Allyson (Imogen Poots) zu einem Vorstellungsgespräch an seine alte Universität begleitet, lässt er sich zu einem folgenschweren Fehler hinreißen.
Seit er 1987 an der Seite von Glenn Close eine "Verhängnisvolle Affäre" erlebte, fügte Michael Douglas seiner Paraderolle als unverbesserlicher Schwerenöter immer neue Facetten hinzu. Im Seniorenalter von 63 Jahren erreichte er darin eine Perfektion, wie man sie nur selten zu sehen bekommt. Authentisch, lebensnah und herzergreifend präsentiert er einen Menschen, der einfach nicht vernünftig werden will. Erstklassig gespielte, packende One-Man-Show eines Hollywood-Profis.
Vom 28. November bis 26. Dezember im Handel
"Tödliches Kommando", USA 2008. Regie: Kathryn Bigelow. Format: 1,78:1 (16:9/1080p). Länge: 125 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,50 Euro (DVD), 5,99 Euro (Blu-ray).
Bis sie abgelöst werden müssen die US-Soldaten Sandborn (Anthony Mackie) und Eldrige (Brian Geraghty) in Bagdad noch 38 Tage lang Sprengsätze entschärfen. Da wird ihr Kompaniechef bei einem Einsatz getötet und der stille Sergeant William James (Jeremy Renner) rückt an seine Stelle. Mit seinen Alleingängen bricht der neue Kommandant alle Regeln und riskiert damit das Leben seiner Untergebenen.
Kathrin Bigelow ("Strange Days") zeigt die Nerven aufreibende Arbeit einer Militär-Einheit, die sich täglich in Todesgefahr begibt. 200 Stunden Rohmaterial, teilweise mit bis zu zwölf Kameras gleichzeitig gedreht, schnitt sie auf zwei Stunden zusammen. Diese Essenz ist ein ebenso beängstigender wie beeindruckender Versuch, die alltägliche Furcht im Leben der Soldaten dem Publikum nahe zu bringen. Einer der stärksten Beiträge Hollywoods über den US-Einsatz im Irak. Obwohl er sechs Oscars bekam spielte der Film, der in den USA unter dem Titel "The Hurt Locker" lief, an den Kinokassen kaum sein Budget von nur 15 Millionen Dollar ein.
Bis 5. Dezember im Handel
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