Von Konrad Lischka
Kaum eine Behauptung über Digitalbücher liest man so oft wie diese: Für Fachbücher und Magazine sind sie sicher ganz wunderbar, aber für Romane, nein, da ist das gedruckte Buch unschlagbar. Vielleicht muss man erst einen guten Teil von Stephen Kings Dark-Tower-Zyklus mit Amazons E-Reader Kindle lesen und es nebenbei mit ein paar Digital-Ausgaben der "F.A.Z." und von "The Atlantic" versuchen, um festzustellen: Das ist Quatsch. Die heute verfügbaren Lesegeräte eignen sich am besten zum linearen Lesen. Querlesen, drei Titel parallel durchpflügen, springen, exzerpieren, wie man es bei fachlichen Recherchen täte - alles viel zu umständlich.
Das spricht gar nicht gegen die Digitalbücher. Im Gegenteil: Gerade Amazons Kindle, in Deutschland seit Oktober erhältlich, ist als Lesegerät für Romane, Kurzgeschichte und lange Reportagen richtig gut. So gut, dass ich in den vergangenen vier Wochen keinen gedruckten Roman mehr in der Hand hatte - stattdessen drei Bände King, zwei Krimis von James Sallis, einige Kurzgeschichten von H.P. Lovecraft in elektronischer Form.
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