Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

US-Forschungsprojekt: Eiscreme aus dem 3D-Drucker

Junge beim Eislecken (Symbolfoto): Am MIT kommt das Eis aus dem 3D-Drucker Zur Großansicht
DPA

Junge beim Eislecken (Symbolfoto): Am MIT kommt das Eis aus dem 3D-Drucker

Ein ideales Bastelprojekt für den Sommer: Amerikanische Wissenschaftler haben einen 3D-Drucker entwickelt, der Eiscreme in jede Form bringen kann. Eine Idee, die sich gar nicht so leicht umsetzen ließ.

Cambridge - Bei ihnen kommt die Erfrischung aus dem Drucker: Drei junge Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen 3D-Drucker entwickelt, der Softeis in beliebiger Form herstellen kann. Dafür hackten sie eine handelsübliche Eiscreme-Maschine und schlossen sie an einen 3D-Drucker von Solidoodle an. Das Gerät stellten sie in einen handelsüblichen Kühlschrank.

"Die Atmosphäre musste kühl sein, damit die Eiscreme während des Druckens in Form bleibt", sagten die Entwickler Kyle Hounsell, Kristine Bunker and David Donghyun Kim dem Fachportal "3DPrint".

Dennoch waren mehrere Testphasen nötig, bis das Eis in der gewünschten Form blieb. Zunächst schmolz es noch zu schnell. Dieses Problem lösten die Forscher, indem sie das Eis von allen Seiten mit flüssigem Stickstoff besprühen ließen, während es auf eine Glasplatte floss. Flüssiger Stickstoff hat einen Siedepunkt von minus 196 Grad Celsius und kühlt daher extrem.

Noch nicht massentauglich

Nachdem die Forscher verschiedene Geschwindigkeitsstufen, Temperaturen und Materialien ausprobiert hatten, fanden sie genau die richtigen Einstellungen, um ein Eis in 15 Minuten drucken zu können. Das ist zum Beispiel in Sternform möglich.

Das Gerät müsse noch weiterentwickelt werden, um massentauglich zu sein, heißt es: "Wir fanden den Drucker hauptsächlich spannend, weil er Kinder interessieren könnte."

Das Eiscreme-Experiment ist das nicht das erste Projekt, bei dem 3D-Drucker für einen ungewöhnlichen Zweck eingesetzt werden: Mit den Geräten wurden beispielsweise schon Knochen-Ersatzteile und Waffen hergestellt. Und auch eine Nudelfirma arbeitet an einem Pasta-Drucker.

aks

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
Kritik 18.07.2014
Zitat von sysopDPAEin ideales Bastelprojekt für den Sommer: Amerikanische Wissenschaftler haben einen 3D-Drucker entwickelt, der Eiscreme in jede Form bringen kann. Eine Idee, die sich gar nicht so leicht umsetzen ließ. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/eiscreme-aus-dem-3d-drucker-projekt-von-mit-forschern-a-981715.html
Wenn das wirklich funktioniert, ist das ein revolutionärer Schritt in der Menscheitsgeschichte, nur vergleichbar mit der Landung auf dem Mond. Stellen Sie sich vor, Speiseeis in jeder gewünschten Form. Da könnte man sogar Eis in Form einer Kugel machen, oder Eis, das aussieht wie Spaghetti. Revolutionär!!
2. Gibt es doch längst!
monolithos 18.07.2014
In jedem McDonalds steht ein Softeis-3D-Drucker. Der kann zwar nur eine Form, nämlich McSunday (was aber umgeformt werden kann zu McFlurry, auch den "Umformer" gibt es bereits seit Jahren), aber dafür so schnell, dass das Eis zumindest bis zur Ausgabe an den Kunden formstabil ist. Und das ohne flüssigen Stickstoff! Wenn wir es übertreiben, können wir auch eine Spritzgebäckdüsentüte als (manuellen) 3D-Drucker betrachten. Wahrscheinlich steht in jeder Tiefkühlpizzafabrik etwas, was sich auch getrost als 3D-Drucker bezeichnen ließe. Schließlich werden Tomatensoße und Analogkäse längst nicht mehr per Hand aufgepinselt. Das gleiche bei Spaghettieis. Hier hat also niemand die Revolution der Nahrungs- und Genussmittelversorgung erfunden, sondern lediglich ein unnötig aufwendiges und unnützes Verfahren mit einem zurzeit hippen Begriff aus der IT-Welt kombiniert.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Bei Amazon kaufen.
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: