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Gadgets auf der CES: Von der Stirn ins Gehirn

Aus Las Vegas berichtet

SPIEGEL ONLINE

Sieht aus wie ein normales Stirnband? Ist es aber nicht. Schon vor dem offiziellen Start konnten wir neue Gadgets auf der Elektronikmesse CES anschauen. An Skurrilitäten mangelt es nicht.

Einige der größten Technikkonzerne kündigen auf der Elektronikmesse CES ihre Neuerungen an. Mindestens genauso interessant ist aber, mit welchen originellen, absurden und manchmal genialen Ideen sich junge Start-ups und kleine Firmen in Las Vegas präsentieren. In diesem Jahr etwa gehört die Gymwatch GmbH aus Darmstadt dazu.

Die Ausgliederung der TU Darmstadt zeigt auf der Elektronikmesse erstmals das Gerät, an dem sie vier Jahre gearbeitet hat: den Gymwatch. Was auf den ersten Blick nur wie ein weiterer Fitness-Tracker erscheint, entpuppt sich auf den zweiten Blick als etwas ganz anderes. Während nämlich Geräte wie ein Jawbone Up oder ein Fitbit körperliche Aktivitäten einfach nur zahlenmäßig erfassen, bewertet das Darmstädter Gerät auch die Qualität des Trainings. Eine mit dem Gymwatch verbundene App kann derzeit mehrere Hundert Muskelaufbau- und Ausdauerübungen, wie man sie meist in Fitnesscentern durchführt, bewerten.

Ein Fitnessgerät ganz anderer Art ist der Tao, der auf den ersten Blick aussieht wie eine drahtlose Computermaus. Aber Tao ist mit Sensoren bestückt, die den Druck messen, den man auf die Oberfläche des Geräts ausübt. Die Idee: Indem man das Gerät zwischen den Handflächen zusammendrückt, soll man eine Spiel-App steuern und dabei seine Handmuskulatur trainieren. Im Kurztest keine leichte Aufgabe - und leider auch keine besonders spaßige.

Amüsant dagegen sind Neuheiten wie die Visijax-Fahrradjacke. Das wasserdichte und atmungsaktive Kleidungsstück ist mit seitlich angebrachten LEDs bestückt, die aufleuchten, sobald man den linken oder rechten Arm hebt. Ein Blinker fürs Fahrrad. Kaffeetrinker sollen sich dagegen für die Kaffeemaschinen der britischen Firma Smarter begeistern, bei denen sich die Stärke des Getränks und die Zahl gebrühter Tassen per App einstellen lassen.

Stand von myBrain Technologies: Wellness-Gadget zur Entspannung Zur Großansicht
AFP

Stand von myBrain Technologies: Wellness-Gadget zur Entspannung

Und wer es ganz skurril mag, wird bei dem französischen Start-up myBrain Technologies fündig. Deren Firmenvertreter sehen aus, als würden sie kleine Kronen tragen, tatsächlich sind es aber Geräte, die die Hirnaktivität ihres Trägers messen sollen.

Die Daten sollen allerdings nicht zu medizinischen Zwecken genutzt werden, sondern der Entspannung dienen. In Kombination mit einer App erzeugen sie durch die Hirnaktivität modulierte Musik, die über Kopfhörer eingespielt den Anwender entspannen soll. Ein Preis für dieses Wellness-Gadget steht ebenso wenig fest wie ein Datum für die Markteinführung.

Doch einen Kopfschmuck gibt es auch an einem anderen Stand: Die SleepPhones sehen aus wie ein Stirnband und versorgen ihre Träger mit Musik oder Meeresrauschen zum Einschlafen. Der Hersteller bewirbt das Headset als "Schlafanzug für Deine Ohren".

Und damit ist noch längst nicht Schluss mit den abseitigen Technik-Neuheiten aus Las Vegas. In unserem Video können Sie sich die genannten und weitere Gadgets anschauen.

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Gaaaanz toll
bstendig 05.01.2015
Die stärke des Kaffees lässt sich über eine App einstellen - darauf habe ich schon lange gewartet. Der bltzschnelle Drehknopf an meiner Maschine nervt einfach nur noch - vie zu banal. Diesen Fortschritt hat die Menschheit dringend gebraucht.
2. Step phones
carolian 05.01.2015
Sleep phones brauche ich nicht. Zur Schlafenszeit setze ich mich an den PC, mache eine Task auf mit You tube und Zenmusik, lese in einer anderen Task den Spiegel oder eine andere Deutsche Besserwisserzeitung und nach 10 Minuten kippe ich vom Bürostuhl ins Bett. So habe ich mich organisiert. Moderne Zeiten. :-)
3. Nur konsequent
krustentier120 05.01.2015
Wenn man, wegen der medialen Dauerberieselung tagsüber, abends nicht zur Ruhe kommt, verdrahtet man sich und wird mit Waalgesängen in den Schlaf gewogen. Klingt nur logisch.
4. MyBrain und GymWatch sind
redbayer 05.01.2015
schon Geräte einer neuen Innovationswelle, die darauf abzielt, Gehirnströme zu erfassen, auszuwerten und später einmal "zu beeinflussen". Das ist ja auch das Ziel vieler Militärprojekte. Einerseits den Soldaten über Hirnsteuerung besser zu machen und anderseits alle Gegner durch BrainBoarding gefügig zu machen und zu manipulieren. Da kommt noch viel auf uns zu - in dieser Welt der Totalüberwachung & Steuerung - durch den Weltmachtführer.
5. @redbayer
muontec 05.01.2015
tja...hmm... ich bin mir sicher das es irgendwo auf der CES auch einen Stand einer Company aus Oklahoma oder Iowa gibt die Schutzvorrichtungen (aus Alu?) gegen solche Ausforschung anbietet. Zusammen mit einem Waffenkatalog und einer Anleitung wie man sich mittels Düngereinsatz gegen die Bundesbehörden zur Wehr setzen kann. Bin ich mir ganz sicher...
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