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Smileys statt Zahlen: Britische Firma will Pin-Codes durch Emojis ersetzen

Emojis: Smileys und Regenbogen als Passcode für Bankgeschäfte Zur Großansicht

Emojis: Smileys und Regenbogen als Passcode für Bankgeschäfte

Viele Nutzer können sich Bilder besser merken als Ziffernfolgen. Eine britische Softwarefirma will deshalb auf bunte Emojis setzen statt auf Pin-Codes. Das Verfahren soll sicherer sein - das ist aber auch kein Kunststück.

Es ist schon eine lustige Vorstellung: Beim Geldziehen am Bankautomaten gibt man nicht mehr eine vierstellige Ziffernfolge ein, sondern eine Reihe von Emojis. Kombinationen wie Smiley, Pizza, Sonnenbrille, Lippenstift oder eine Auswahl aus 40 anderen Symbolen könnten der Pin-Code der Zukunft werden, wenn die Idee von Intelligent Environments Schule macht.

Das britische Unternehmen entwickelt Finanzsoftware und meint diesen Vorstoß ganz ernst. Intelligent Environments stellte jetzt die Banking-App vor, für die es jedoch noch keine Kunden gibt: Sie liefert 44 Emojis in vier Reihen, die man statt der üblichen vierstelligen Zahlenfolge eintippen muss.

"Wenn Sie Emojis in WhatsApp nutzen, warum dann nicht auch zum Einloggen in das Bankkonto?", fragt Geschäftsführer David Webber im Imagefilm des Unternehmens. Die Firma präsentiert sich gern als unkonventionell, machte 2013 mit einer Banking App für die Smart Watch Pebble auf sich aufmerksam und prüft in Hackathon-Veranstaltungen die Widerstandsfähigkeit ihrer Produkte gegen Angriffe.

So sicher wie eine PIN

"Unsere Forschung zeigt, dass 64 % der Millennials regelmäßig nur mit Emojis kommunizieren", zitiert die britische Zeitung "The Guardian" Webber, "also haben wir beschlossen, den Passcode für die neue Generation durch die Entwicklung der weltweit ersten Emoji-Sicherheitstechnik neu zu erfinden." Mit "Millennials" bezeichnen Soziologen die Generation Y - also Leute, die zwischen 1990 und 2010 Teenager waren.

Rund 500 mal so sicher wie eine Pin soll das Verfahren sein. Aber das ist auch nicht schwierig: Eine vierstellige Pin gehört mit ihren gerade einmal 10.000 Kombinationsmöglichkeiten zu den unsichersten Schlüsseln. Die 44 Emojis hingegen kommen rechnerisch auf 3,8 Millionen, wenn man keinen Smiley wiederholt. Die Sicherheit solch eines Passworts ließe sich noch durch das Hinzufügen von Ziffern, Sonderzeichen und Buchstaben erhöhen. Nur muss man sich die dann eben noch zusätzlich merken.

abr

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insgesamt 18 Beiträge
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1.
in_peius 16.06.2015
Selbstverständlich können solche -zumal gängigen- Lapsus Jeder und Jedem passieren. Ich fage mich allerdings dennoch: Werden nicht zumindest die Überschriften der Beiträge von irgendjemandem auf Ihre Korrektheit überprüft?
2. Lieber Autor,
t5abbih 16.06.2015
erklären Sie mir doch bitte, was genau PIN-Nummern sind? Sie sitzen doch sicherlich an ihren PC-Computer mit kabellosem WLAN. Da wird es sicherlich eine Search-Bar-Leiste geben, wo sie mal PIN "googlen" können. Sollte ihre Nummer also Nummern haben, dann hat ihr Smartphone sicherlich auch ein Handy. In diesem Sinne ;) :-) (: ):
3. Ist doch eh alles ein Buchstabe im UTF8
vogel0815 16.06.2015
Was solls. Ob nun Zahl oder Buchstabe... Egal.
4. Mein Konto
whoami 16.06.2015
wird dann auch sicher vor mir selbst sein, da ich mir zwar Ziffern, aber keine Gesichter merken kann :-)
5. Pin-Nummer?!!!
besserwisser-ffm 16.06.2015
Zitat:"Britische Firma will Pin-Nummern durch Emojis ersetzen" PIN steht für persönliche Identitätsnummer oder personal identity number, je nach Belieben. Eine Pin-Nummer ist also eine persönliche Identitätsnummer-Nummer, demzufolge falsch. Bitte um Korrektur, lieber Autor von SPON.
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