Hamburg - Der Trikorder ist das medizinische Wundergerät in der Fernsehserie "Raumschiff Enterprise". Mit Hilfe des Diagnose-Scanners rettete der Weltraumarzt Leonard "Pille" McCoy etlichen Besatzungsmitgliedern in der Serie das Leben. Alles nur Science-Fiction? Nicht ganz. Die X-Prize-Stiftung will das blinkende Gerät nun tatsächlich entwickeln lassen. Die Organisation aus den USA plant zusammen mit dem Technologiekonzern Qualcomm einen Erfinderwettbewerb im kommenden Jahr. Wann genau die Ausschreibung starten soll, ist noch unklar.
Die Wettbewerbsteilnehmer sollen einen Trikorder entwickeln, der den Gesundheitszustand von Patienten über Sensoren beurteilt - genau wie in "Star Trek". Wer den besten Vorschlag einreicht, erhält zehn Millionen Dollar, um einen Prototypen des Trikorders zu entwickeln.
Funksensoren sollen unter anderem zum Einsatz kommen und eine moderne medizinische Bildverarbeitung. Der Sohn des "Star Trek"-Erfinders scheint begeistert von der Idee zu sein. Es sei großartig zu sehen, sagt Eugene Roddenberry, dass die Technologie aus "Star Trek" zum Leben erweckt werde und "der Trikorder für die Menschen überall zur Wirklichkeit wird".
Die Organisation X Prize hat schon häufiger mit wagemutigen Wettbewerben auf sich aufmerksam gemacht. Im Jahr 2008 forderte die Organisation die Wettbewerbsteilnehmer beim Lunar-X-Prize dazu auf, zum Mond zu fliegen. 20 Millionen Dollar soll das Team bekommen, das bis Silvester 2012 automatisch und mobil auf dem Mond unterwegs ist, fünf Millionen das zweite. Wer Eis in den Kratern am Mond-Südpol nachweisen kann, soll mit weiteren fünf Millionen Dollar belohnt werden. Gelingt die Landung nicht bis 2012, wird das Preisgeld reduziert. Das soll Tempo ins Wettrennen bringen.
jbr
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