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Nur mit Pilotenschein: US-Behörde plant strenge Regeln für kommerzielle Drohnen

Flugdrohne (in New York): Behörde schlägt kommerzielle Nutzung nur mit Pilotenschein vor Zur Großansicht
REUTERS

Flugdrohne (in New York): Behörde schlägt kommerzielle Nutzung nur mit Pilotenschein vor

Amazon und Co. warten schon: In den USA sollen gewerbliche Drohnenflüge erlaubt werden - aber nur tagsüber und nur, wenn der Pilot eine Lizenz hat.

Die US-Regierung plant allem Anschein nach, die Regeln für den gewerblichen Einsatz von Flugdrohnen sehr eng zu fassen. Wie das "Wall Street Journal" ("WSJ") am Dienstag unter Berufung auf mit den bislang unveröffentlichten Vorschriften vertraute Personen berichtet, schreiben die Entwürfe der US-Luftfahrtbehörde FAA hohe Anforderungen fest.

So sollen die Flugroboter nur während des Tages fliegen dürfen, die maximale Flughöhe darf 120 Meter nicht übersteigen. Zudem muss stets Sichtverbindung zum Fluggerät bestehen. Wer eine Drohne kommerziell steuert, zum Beispiel zur Paketauslieferung, muss einen Pilotenschein besitzen.

Bis jetzt, so das "WSJ", seien Drohnenflüge nur zu gewerblichen Zwecken gesetzlich nicht geregelt, sondern schlicht verboten. Dabei gibt es mittlerweile einen großen Bedarf für staatliche Zulassungen. Allerdings seien die nun vorgeschlagenen Regeln wesentlich restriktiver als von Branchenkennern erwartet. Außerdem würden sie Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes nicht in ausreichendem Maß berücksichtigen.

Einen weiteren Dämpfer könnten Drohnen-Pläne etwa zur Nutzung in der Landwirtschaft oder dem Baugewerbe durch die FAA-Regeln erhalten. Die fassen nämlich sämtliche unbemannten Fluggeräte mit einem Gewicht unterhalb von 25,5 Kilo zusammen. Fans von Kleinstfliegern bringen vor, diese würden nur ein paar Pfund wiegen, seien viel ungefährlicher und kaum mit großen Geräten wie etwa Boeings ScanEagle mit 20 Kilogramm Gewicht und drei Metern Spannweite zu vergleichen.

Der aktuelle Zeitplan der FAA sehe vor, Vorschläge zur Drohnen-Regulierung "bis Jahresende" zu veröffentlichen, so das "WSJ". Dem würde sich dann eine Kommentarperiode anschließen, in deren Verlauf die Behörde Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge einsammelt. Bis zur endgültigen Version eines Gesetzes für kommerzielle Drohnennutzung könnten ein bis zwei Jahre vergehen.

Die Neufassung der FAA-Regeln für unbemannte Fluggeräte war notwendig geworden, nachdem ein Bundesgericht im März 2014 das Verbot kommerziell eingesetzter Drohne für unrechtmäßig erklärt hatte. Es habe dazu zuvor keine öffentlichen Anhörungen gegeben. Dies machte das aktuelle Gesetzgebungsverfahren notwendig, führt "Ars Technica" zum Hintergrund aus.

meu

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1. Zur Regulierung wurde es aber auch höchste Zeit. Europa sollte nachziehen!
Duzend 25.11.2014
Sonst passiert es noch wie in den achtziger Jahren, dass ein international bestens bekannter, sozusagen "hochdekorierter" Drogenboss wie Abdullah Catli aus einem Schweizer Hochsicherheitsgefängnis entkommen kann, und am Ende keine einzige Tageszeitung in Erfahrung bringen kann, auf wen der Helikopter zugelassen war. Also Fluggeräte kenntlich machen und registrieren - das muss schon sein. Mal sehen, wann das erste Amazon-Drohnen-Imitat per 9-mm-Geschoss eine andere Drohne mit sensiblerer Fracht vom Himmel holt. Spannende Zeiten!
2. Wenn das so ist
Mannfred_NEU 25.11.2014
Wenn die Bedingungen so sind, dann ist das ein Verbot. Einen Piloten anstellen, um eine Pizza auszuliefern. Und das auch nur solange er die Drohne selber sehen kann? Ich kann nicht glauben, was ich da lese. Da ist irgendwas falsch wiedergegeben.
3. Ein Alptraum
wschomb 25.11.2014
Die Vorstellung das unentwegt irgendwelche Drohnen ueber unseren Kopfen schwebt um Pakete auszuliefern oder einfach Passenten mit der Kamera aufzunehmen ist doch ein Alptraum. Das wird ein Festessen fuer die Anwaelte wenn das erste Paket jemandem auf dem Kopf faellt. Vielleicht ist ja die gute alter Wurfschleuder die richtige Antwort fuer dieses Vorhaben.
4. yoooh
geotie 25.11.2014
Nach dem Freihandelsabkommen, darf ich hier hergestellte Drohnen in den ISA nicht fliegen? Immerhin drohen die Amis mit Unsummen, wenn die ihre Ware hier nicht verkaufen oder benutzen dürfen. Wie ist die Gesetzeslage? Wer und was darf sein? Vielleicht freue ich mich, eines Tages die Amis auf entgangenen Gewinn zu verklagen.
5.
ralf_si 25.11.2014
Zitat von DuzendSonst passiert es noch wie in den achtziger Jahren, dass ein international bestens bekannter, sozusagen "hochdekorierter" Drogenboss wie Abdullah Catli aus einem Schweizer Hochsicherheitsgefängnis entkommen kann, und am Ende keine einzige Tageszeitung in Erfahrung bringen kann, auf wen der Helikopter zugelassen war. Also Fluggeräte kenntlich machen und registrieren - das muss schon sein. Mal sehen, wann das erste Amazon-Drohnen-Imitat per 9-mm-Geschoss eine andere Drohne mit sensiblerer Fracht vom Himmel holt. Spannende Zeiten!
Wie soll denn die Paketauslieferung funktionieren, wenn derjenige, der sie steuert einen Pilotenschein haben muss (wird ja wohl nicht so häufig erteilt wie die Fahrerlaubnis zum Führen eines KFZ) und zudem Sichtkontakt zu Drohne gegeben sein muss. Soll der Steuernde im Zeppelin in 400 Metern über der Stadt sitzen, damit der Sichtkontakt zu den zahlreichen Drohnen für die Paketauslieferung gegeben ist?
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