Es ist nicht das erste Mal. Auch nicht das zweite Mal. Es ist mindestens das dritte Mal, dass Gerüchte über ein Facebook-Smartphone in Umlauf kommen. Dieses Mal will es die "New York Times" vor allen anderen wissen: Schon nächstes Jahr soll man das Handy des sozialen Netzwerks kaufen können, schreibt die Zeitung und beruft sich dabei auf anonyme Informanten aus den Reihen des Unternehmens.
Demnach habe Facebook bereits mehrere Software- und Hardware-Entwickler bei Apple abgeworben. Diese bringen auch die entsprechende Expertise von Cupertino nach Menlo Park: Die Ex-Mitarbeiter von Apple sollen an der Entwicklung vom iPhone beteiligt gewesen sein. Einer von ihnen stammt den Informanten zufolge aus dem iPad-Team.
Das letzte Gerücht über ein Facebook-Handy tauchte im Herbst 2011 auf. Damals machte AllThingsD auch den Codenamen publik: Buffy - in Anlehnung an die TV-Serie "Buffy - Im Bann der Dämonen" - soll das Projekt heißen, bei dem auch der Handy-Hersteller HTC offenbar eine Rolle spielt. Zuvor hatte Ende 2010 TechCrunch berichtet, dass Facebook daran arbeite, eine Software für das Telefon zu entwickeln.
Wie auch letztes Mal, als AllThingsD Facebook mit seinen neuesten Informationen konfrontierte, wich das soziale Netzwerk den Anfragen der "New York Times" aus: "Wir sind in der gesamten mobilen Branche aktiv und arbeiten mit Hardware-Herstellern, Anbietern von Betriebssystemen und Applikations-Entwicklern zusammen", heißt es in einer Stellungnahme. Die Gerüchte um das Smartphone wollte der Konzern weder bestätigen noch dementieren.
Doch bisher ist aus den Vermutungen um das Facebook-Handy nichts geworden. Doch so mancher macht sich bereits Gedanken, wie das Betriebssystem des Facebook-Handys wohl aussehen könnte: In einem Blog stellt ein Grafikdesigner aus New York seine Ideen dazu vor - und richtet sich dabei nach der Optik der Facebook-App.
Der "New York Times" zufolge hat Facebook das Buffy-Team inzwischen verstärkt. Die Gründe für den Einstieg in das Smartphone-Geschäft liegen auch auf der Hand: Facebook muss neue Einnahmequellen erschließen. Nicht zuletzt nach dem verpatzten Börsengang ist der Druck auf den Konzern gewachsen. Investoren zweifeln daran, ob das Geschäftsmodell des jungen Unternehmens so noch lange funktionieren kann. Rund 85 Prozent seiner Einnahmen erzielt das soziale Netzwerk derzeit mit Werbung. Doch immer mehr Kunden beklagen sich, dass man nicht messen könne, wie stark sich Werbung auf der sozialen Plattform tatsächlich auf die Geschäfte auswirken würde.
In dem Bericht wird ein Facebook-Mitarbeiter zitiert: "Mark befürchtet, dass Facebook in Zukunft einfach nur zu einer App auf anderen mobilen Plattformen verkommen könnte, wenn er nicht bald selbst ein Smartphone entwickelt."
cib
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