Computersicherheit FBI warnt vor Software-Updates im Hotel

Die US-Bundespolizei FBI warnt Reisende: In Hotel-Netzwerken könnten die Laptops von Reisenden mit Schadsoftware verseucht werden. Die Schädlinge seien als harmlose Software-Updates getarnt.

Laptop-Arbeiter im Hotel: Vorsicht vor Update-Pop-ups
Corbis

Laptop-Arbeiter im Hotel: Vorsicht vor Update-Pop-ups


Washington - Wer regelmäßig in Hotels übernachtet und stets einen Rechner dabei hat, kennt das: Wenn man zum ersten Mal den Browser öffnet, erscheint statt der eigenen Startseite die Aufforderung, sich im Hotel-W-Lan anzumelden, mal kostenlos, mal gegen eine Gebühr. Wenn parallel dazu ein Pop-up-Fenster erscheint, das zur Installation eines Software-Updates auffordert, sei Vorsicht geboten, so das FBI: Dabei sei es in jüngerer Zeit zu Schadsoftware-Infektionen gekommen.

Das vom FBI gemeinsam mit anderen US-Behörden betriebene Internet Crime Complaint Center warnt: "Wenn der Nutzer mit einem Klick das Update akzeptierte und installierte, wurde Schadsoftware auf dem Laptop installiert. Das Pop-up-Fenster schien dabei nur ein Routine-Update eines legitimen Software-Produkts anzubieten, für das es tatsächlich häufig Updates gibt."

Welches Software-Produkt damit gemeint war, teilte das Crime Complaint Center nicht mit. Das FBI empfiehlt jedenfalls, dass Reisende, insbesondere solche, die im Auftrag der Behörden, von privaten Unternehmen oder Forschungseinrichtungen unterwegs sind, "besonders vorsichtig vorgehen, bevor sie über ihre Hotel-Internetverbindung Software-Updates durchführen". Man solle notwendige Updates möglichst unmittelbar vor Beginn einer Reise durchführen und unterwegs solche Updates, die tatsächlich aktuell notwendig werden, nur direkt von den Herstellerseiten herunterladen.

Ganz generell sollte man bei Reisen ins Ausland besondere Vorsicht im Umgang mit seinem Rechner walten lassen - nicht nur bei Besuchen in Ländern wie China oder Russland. Einige Tipps für sichere Computernutzung unterwegs finden Sie hier.

cis

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