Filmklassiker in 8-Bit-Optik Clint Eastwood im "Donkey Kong"-Look

Sein Hobby hat Gustavo Viselner unerwartete Aufmerksamkeit beschert - und könnte ihm jetzt noch ein Zusatzeinkommen bringen: Der israelische Grafiker wandelt klassische Filmszenen in 8-Bit-Computerspielgrafiken um.

Gustavo Viselner

Grobe Pixel statt hochaufgelöster Motive, zweidimensionale Einfachheit anstelle von räumlicher Tiefe: Im Stil klassischer Videospiele wie "Donkey Kong" oder "Super Mario" präsentiert Gustavo Viselner Szenen aus Filmklassikern. Der Grafiker aus Tel Aviv verpasst ikonischen Momenten der Kinogeschichte sozusagen einen Nostalgiefilter.

Zunächst veröffentliche der gebürtige Argentinier seine Kreationen auf Twitter. Seit Anfang 2015 befüllt er sein Profil regelmäßig mit 8-Bit-Darstellungen bekannter Kinofiguren. Den Anfang machte Clint Eastwood in seiner Rolle als Revolvermann in Sergio Leones "Für eine Handvoll Dollar". Für den 1982 geborenen Viselner war er nicht weniger als der Held seiner Kindheit.

Inzwischen veröffentlicht er seine Werke auch auf der Künstlerplattform Behance, die von zahlreichen Kulturschaffenden zur Eigenwerbung genutzt wird.

Viselner bewegt sich quer durch alle Filmgenres, allerdings mit einer gewissen Schwäche für Fantasy-, Science-Fiction- und Independent-Filme. Aus jedem der Streifen wählt er eine Schlüsselszene aus, die für ihn den ganzen Film symbolisiert.

Den entscheidenden Anstoß zur Arbeit mit 8-Bit-Kunst gab vor einigen Jahren ein Auftrag für ein Videospiel, das im groben Pixelstil gestaltet werden sollte. Das Spiel wurde zwar nie veröffentlicht, aber Viselner hatte an dieser Art der Darstellung Gefallen gefunden. Allerdings missfiel ihm die Qualität der meisten Videospiele, die auf Kinofilmen beruhen. Also verband er seine Liebe zu Abenteuerspielen mit seiner Leidenschaft für Kinofilme.

Grafische Einfachheit und Strenge

Für seine nähere Zukunft hat er sich vorgenommen, weitere Filmszenen in Pixelkunst zu verwandeln. Zudem denkt er über ein Projekt nach, dass das Leben in Israel schildern soll. Mittlerweile versucht Viselner, seine Pixelkunst auch zu vermarkten und an zahlungswillige Interessenten zu bringen. Einige seiner Arbeiten zeigen wir in dieser Fotostrecke.

Mit seinen reduzierten Versionen bekannter Motive steht Viselner indes für ein ganzes Genre. Immer mehr Künstler haben sich daran gemacht, Bildthemen zu verfremden oder zu parodieren. Dabei setzen sie bewusst auf grafische Einfachheit und Strenge.

Ohne Computerkenntnisse geht dabei nichts. So wie beim Pixelvideoproduzenten Levi Buffum, der von "Game of Thrones" über "Breaking Bad" bis "Homeland" vieles verarbeitet hat.

Die Verwandlung von Superhelden in 8-Bit-Plakate beschäftigte 2015 auch schon eine Gruppe von Mitarbeitern in einem Großraumbüro. Sie dekorierten ihren Arbeitsplatz mit 8024 Post-it-Klebezetteln, die Helden wie Superman, Captain America oder Batman darstellen sollten.

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
Bürger Icks 21.01.2016
1. Ich bin ja froh
...das ich diese Grafik nicht mehr beim Spielen bewundern muss, aber als Kunst kann man es wohl durchgehen lassen.
dr.ironie 21.01.2016
2. Sieht eher...
....nach 16bit VGA Grafik aus: zu hohe Auflösung, zu viel Farben.
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