Nachdem sie im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden waren, gehen die ersten Firefox-Handys jetzt in den Verkauf.
Beim spanischen Hersteller Geeksphone wurden die beiden Modelle Peak und Keon zum Preis von 149 respektive 91 Euro angeboten. Das knallorangefarbene Keon hat einen 3,5-Zoll-Bildschirm und verfügt über 3G, Edge, einen 1 Ghz Snapdragon-Prozessor und 4 GB Speicher. Das teurere Peak hat mit 4,3-Zoll Diagonale einen etwas größeren Bildschirm und besitzt außerdem eine 8-Megapixel-Kamera hinten sowie eine 2-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite.
Offensichtlich überrollte die Nachfrage nach den Smartphones mit Mozillas Firefox OS als Betriebssystem den Hersteller völlig. Am Mittwochnachmittag bekamen Interessenten, die den Onlineshop des spanischen Anbieters ansteuerten, nur die dürre Mitteilung angezeigt, derzeit seien die Geräte ausverkauft. In den nächsten Stunden soll der Verkauf aber wieder anlaufen.
Dabei hatte Geeksphone die Geräte noch nicht einmal als voll ausgereifte Produkte angeboten, sondern als "developer preview", also als Geräte für App-Entwickler, ausgewiesen. Dennoch waren die Firefox-Handys bereits nach wenigen Stunden vergriffen. Allerdings ist nicht bekannt, wie viele Smartphones überhaupt in den Verkauf gegangen sind.
Vorab hatte Mozilla mit einer Reihe von nationalen Telefonanbietern Übereinkünfte geschlossen. Die Deutsche Telekom und die spanische Telefónica haben sich bereits an der Entwicklung des mobilen Betriebssystem beteiligt. Im Juni soll der reguläre Verkauf in Brasilien, Polen, Portugal, Spanien und Venezuela beginnen.
Die Bezeichnung als "developer preview" ist dabei wohl mehr als ein Marketing-Gag. Die Geräte seien mit einer Entwickler-Version des Firefox OS ausgestattet, "so dass Entwickler sie, wo auch immer in der Welt, verwenden können und regelmäßig die aktuellen Updates erhalten", erklärte Mozilla-Chefentwicklerin Stormy Peters im hauseigenen Blog.
Auf diese Weise könnten Programmierer schon jetzt damit beginnen, geeignete Apps zu erstellen, die später im Firefox Marketplace angeboten werden könnten.
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