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Hautprobleme: Fitbit ruft über eine Million Fitness-Armbänder zurück

Fitbit-Armbänder: Anwender klagten beim neuen Modell über Hautreizungen Zur Großansicht
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Fitbit-Armbänder: Anwender klagten beim neuen Modell über Hautreizungen

Allergische Reaktion statt Wohlbefinden: Sein neues Fitness-Armband bringt den US-Hersteller Fitbit in Schwierigkeiten. Tausende Anwender klagten nach dessen Nutzung über Hautprobleme. Jetzt muss die Firma gut eine Million Exemplare zurücknehmen.

San Francisco - Das junge Unternehmen Fitbit muss über eine Million seiner Fitness-Armbänder zurückrufen. Käufer des Modells Fitbit Force sollen den Kaufpreis von 130 Dollar erstattet bekommen. Für die vergleichsweise kleine Firma aus San Francisco stellt die Aktion eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Zugleich geben die Zahlen einen Hinweis darauf, wie sehr das Geschäft mit elektronischen Fitness-Armbändern derzeit boomt.

Fitbit verkaufte allein in den USA innerhalb eines knappen halben Jahres rund eine Million Exemplare seines neuen Armband-Modells. Die Zahl geht aus einer offiziellen Rückruf-Mitteilung hervor, die das Unternehmen am späten Mittwoch im Internet veröffentlicht hat.

Demnach klagten 9900 Käufer nach dem Tragen des Armbandes über Hautprobleme. Fitbit hatte sein neues Spitzenmodell im Februar wegen der Beschwerden vom Markt genommen. In Kanada wurden rund 28.000 weitere Force-Bänder verkauft. In Deutschland ist das Produkt noch nicht offiziell auf den Markt gekommen.

Ins Geschäft mit den Fitness-Armbändern sind mittlerweile auch etablierte Elektronik-Konzerne wie Sony und LG eingestiegen. Die Geräte zählen etwa die täglich gemachten Schritte eines Nutzers und zeichnen Informationen zum Schlafverhalten auf. Über entsprechende Apps und Webseiten ermöglichen sie eine Auswertung der so gesammelten Daten.

mak/dpa

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1. "Die Resistenz gegen die Allergenität des Armbandes ist ein Teil des Fitness-Tests",
Privatier 13.03.2014
Zitat von sysopDPAAllergische Reaktion statt Wohlbefinden: Sein neues Fitness-Armband bringt den US-Hersteller Fitbit in Schwierigkeiten. Tausende Anwender klagten nach dessen Nutzung über Hautprobleme. Jetzt muss die Firma gut eine Million Exemplare zurücknehmen. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/fitbit-rueckrufaktion-fuer-ueber-eine-million-fitness-armbaender-a-958480.html
...hätte man lieber nicht verschweigen, sondern in sämtlichen Produktbeschreibungen, von der Werbung bis hin zum "Beipackzettel" offen kommunizieren und ausdrücklich betonen sollen. Die Probleme des Hersteller wären "proaktiv" gelöst - und das etwa "eine Prozent" der Benutzer, "die das Armband juckt", wären von dieser Diagnose des persönlichen Gesundheitszustandes nicht gänzlich unerwartet und uninformiert überrascht worden.
2. Die Mehrzahl dieser
halliburtonium 13.03.2014
Produkte aus diversen Kunststoffen sind doch eine geniale Idee der Chinesen. Sie verklappen Ihre Schad- und Reststoffe auf hübsch gewinnbringende Weise. Und die "gemeine Trendgesellschaft" kauf ihnen den attraktiv aufbereiteten Gifmüll ab. Ob als Armand an Kinderuhren, oder Plastikspielzeug oder Gesundheitsarmbänder. Herrlich! Ein genialer Coup!
3. Wir werden
kv21061929 13.03.2014
vermessen, optimiert und bepreist, alle Daten werden gespeichert und ausgewertet, Puls, Kalorienverbrauch, Gemütszustand und vieles mehr. Diese Daten sind z.B. für Krankenkassen und Arbeitgeber von besonderen Interesse. Die Datensammler, besser Informationshändler, werden eines Tages diese Informationen zu Geld machen, ein gutes Geschäft, denn wie immer werden diese Informationen kostenlos geliefert, von den Schafen die jeden Trend hinterlaufen und so naiv Fragen: wer kann schon mit diesen Daten etwas anfangen?
4. Selber schuld
celephais 14.03.2014
130€ für ein "Fitnessarmband"? Ich glaub es hackt.
5. Blöd ist schick ...
qualidax 16.03.2014
Zitat von celephais130€ für ein "Fitnessarmband"? Ich glaub es hackt.
Nicht nur der Preis, sondern generell die Idee, durch ein Armband (auf heutigem technischen Niveau) irgendwie gesund oder fit zu sein, ist der blanke Hirnschiss. Man könnte jetzt zynisch sein, und sagen, die Käufer haben es nicht besser verdient ...
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