Fotobuch-Gestaltung Schriftzeichen setzen

Schriftarten spielen eine zentrale Rolle für den grundlegenden Stil eines Fotobuchs. Ob klassisch, modern, sachlich oder verspielt - die passende Schriftart unterstreicht die Aussage der Bilder. Das Magazin "Docma" erläutert Grundregeln von Typografie und Gestaltung.

Von Eva Ruhland


Mit einer Schriftart oder -familie bestimmen Sie die Rhetorik Ihres Fotobuchs. Die Bedeutung von Texten gewinnt oder verliert mit deren Inszenierung. Dabei ist die Verführung groß, das vielfältige Angebot an Fonts auf Ihrem Rechner allzu sehr auszureizen. Grundsätzlich gilt es, sich auf eine Schriftart und deren Schriftschnitte wie fett, kursiv oder mager festzulegen. Je dominanter Sie dabei die Schriften auf den Buchseiten gewichten, umso mehr treten die Bilder in den Hintergrund.

Serifen oder Sans Serif?

Am Anfang steht die Entscheidung für die geeignete - wohlgemerkt durchgängige - Schriftart Ihres Fotobuchs. Testen Sie die Lesbarkeit einer Schriftenfamilie auf Ober-, Mittel- und Unterlängen sowie auf verfügbare und benötigte Schriftschnitte. Farblich sollten Schriften immer in hinreichendem Kontrast zum Hintergrund stehen. Fast eine Philosophie verbirgt sich hinter der Entscheidung für eine Schriftart mit oder ohne Serifen. Serifen (frz. "Füßchen") schließen die Striche von Buchstaben mit feinen Querlinien ab. Aufgrund ihrer Herkunft von der römischen Kapitalis und ihrer langjährigen Geschichte in Bezug auf Werkzeugeinsatz und Drucktechnik gelten Serifenschriften wie zum Beispiel Times oder Palatino als tradiert, klassisch und gediegen. Modern wirken serifenlose Schriftarten (frz. Sans Serif, "ohne Füßchen") wie Helvetica, Verdana oder Futura. DOCMA verwendet übrigens die feine, ausgewogene Myriad Pro von Adobe. Schreibschriften, die an Feder oder Pinsel erinnern (z.B. Berthold-Script) und handschriftliche Antiqua-Varianten (z.B. Mistral) sollten Sie im Fotobuch mit Bedacht einsetzen, denn sie wirken eher privat und emotional.

Schrift und Schriftbild

Wie die meisten Fotobuch-Editoren bietet CEWE grundlegende Optionen zur Gestaltung von Schrift und Texten. Dazu gehört die Wahl der Schriftart, des Schriftschnitts, Größe, Farbe und Ausrichtung (linksbündig, mittig, rechtsbündig oder Blocksatz). Layoutspezifische Feinheiten, wie sie Photoshop oder InDesign bieten, können Sie allenfalls mit einigen Tricks einsetzen. Dazu zählen Zeichen- und Zeilenabstand, Laufweite, Grundlinienversatz, Grundlinienraster und Effekte wie Outline oder Schattierung. Dennoch können Sie im Fotobuch zu befriedigenden Ergebnissen gelangen.

Tipps zur Wahl der richtigen Schriftart verrät das Fachmagazin "Docma":



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
Selvbygger 07.11.2010
1. Für Leute vom Fach
Wer mit den zahllosen Fachbegriffen im Artikel etwas anzufangen weiß, der braucht eine solche Anleitung nicht. Wem Zeichen- und Zeilenabstand, Laufweite, Grundlinienversatz, Grundlinienraster und Effekte wie Outline oder Schattierung und vieles anderes nichts sagen, dem sagt der ganze Artikel nix. Schade um die ganzen schönen Elektronen.
tom-rossi 08.11.2010
2. Mal geschwind in einem Artikel
zum Gestalter oder Schriftsetzer, Designer, Layouter und was weis ich noch alles. Kein Wunder, dass heute eine ganze Branche darunter leidet, dass jeder Hinz und Kunz mit seinem PC meint er sei der Photoshop-König oder was auch immer. Gelernte Fachkräfte, die studiert haben, können kaum noch ihre Qualität durch angemessene Bezahlung rechtfertigen. Die Wertschätzung einer ganzen Branche geht den Bach runter. Wer bitteschön bezahlt heute noch für gutes Design, Fotografie, Layout,... Die Folge ist ein Einheitsbrei, Stümperei und Augenkrebs in immer mehr Druckerzeugnissen und designten Produkten. "Binnich billig drangekommen"
johndoe2 08.11.2010
3. Der Artikel...
... kann nix, ausser Werbung für Docma machen. Die links führen ins Nirgendwo, die Seite selbst auf Docma sind leer, nicht nur inhaltlich. Soetwas sollte eigentlich als "Advertorial" gekennzeichnet werden.
maifreuden 08.11.2010
4. keineswegs einfach ...
„Liegt es nicht klar zutage, daß mit Schrift um*zugehen keineswegs einfach ist? [...] begegnen wir auf Schritt und Tritt häßlichen Namenszügen über den Läden, wie von Leuten entworfen, die nicht schreiben, sondern nur den eigenen Namen zur Not malen können, träge dahinfließend wie lauwarme Lava, eitel und unleserlich dazu.“ Soweit Jan Tschichold 1928 in seinem Buch „Die Neue Typographie“. Da ist er betrüblicherweise immer noch aktuell. Die gezeigten Beispiele sind an typografischer Peinlichkeit schwer zu überbieten. „what you see is what you get“! Eben! Man sollte dem/der Autor/in gelegentlich einmal zeigen, wo auf der Tastatur korrekte Anführungszeichen zu finden sind, bevor er/sie sich dann letztendlich am Tastaturkabel stranguliert ... Aber es wimmelt in den „Beispielen“ nur so von Kalamitäten, zu viele, um hier darauf einzugehen. Schade: Schönes Thema, aber völlig daneben. Traurig, traurig, tom-rossi hat leider völlig recht.
citizen_kane 08.11.2010
5. @tom-rossi
Einige Grundlagen der Gestaltung zu kennen, kann ja nicht schaden. Wenn Sie beispielsweise beruflich eine Powerpointpräsentation machen, Statistiken visualisieren usw., werden Sie für den Hausgebrauch ja auch keinen gelernten Grafiker da ransetzen. Und Privat (Einladungen usw.) kann man das ja auch gebrauchen. Oder um es mal überspitzt auszudrücken: Ich koche auch selbst, obwohl ich kein gelernter Koch bin.
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