Von Tilo Gockel
Setup
Um eine Durchlichtsituation zu erzeugen, kann man mit einer Acrylplatte arbeiten. Das Setup ist damit relativ leicht umzusetzen, aber es geht noch einfacher. Hier habe ich ein Regal verwendet, das keine durchgängigen Böden hat, sondern nur eine Art Lattung, die lichtdurchlässig ist und sich damit perfekt für ein Foto wie die "Burning Noodlez" eignet.
Der Aufbau gelingt damit besonders einfach und schnell: Räumen Sie einen Regalboden frei, legen Sie die Nudeln darauf (hier eine besonders große Penne-Variante), platzieren Sie den Blitz darunter, und lassen Sie ihn nach oben zeigen, fertig!
Einstellungen und Aufnahme
Wieder einmal möchte ich das Umgebungslicht komplett unterdrücken und wähle entsprechend eine relativ kurze Zeit von 1/125 Sekunde. Die restlichen Einstellungen sind: ISO 100 für rauscharme Bilder und Blende f/7,1 für eine ausreichende Schärfentiefe. Da der Blitz ohne Lichtformer und auf sehr kurzem Abstand verwendet wird, reicht eine kleine Blitzleistung aus - ich würde bei 1/16 der Maximalleistung beginnen, einen Testschuss machen und dann nachregeln.
Bildbearbeitung in Photoshop
Die wenigen Schritte in der Nachbearbeitung zielen darauf ab, den Kontrast zu erhöhen und die Nudeln noch feuriger und knalliger wirken zu lassen. Die notwendigen Einstellungen können Sie direkt im Raw-Konverter vornehmen.
Ich habe hier die Farbtemperatur etwas wärmer eingestellt und den Schwarzwert und den Kontrast angezogen. In Photoshop habe ich dann anschließend aus ein paar geeigneten Ausschnitten das Triptychon erstellt.
Tipps, Tricks und Weiterführendes
Wie kommt man eigentlich auf interessante Licht-Setups? Das Nudelfoto ist aus einer "Motif Surprise"-Runde im Freundeskreis entstanden. Die Regeln sind wie folgt: Jeder bringt zum Treffen ein paar Gegenstände mit, diese werden untereinander verlost und dann als Hausaufgabe möglichst schick fotografiert. Mein "Gewinn" waren zwei Tütenklammern, die Nudeln sowie eine Packung Pralinen. Das macht wirklich Spaß und spornt an, kreativ zu werden - vielleicht probieren Sie das auch einmal im Fotoclub oder Freundeskreis aus.