Tipps zur Fotobearbeitung So wird die Möwe zum Eisvogel

Manche Aufnahmen lassen sich binnen Minuten digital aufpeppen: Unsere Photoshop-Anleitung erklärt anhand einer Möwe, wie Sie etwas Fotografiertes in eine Eisskulptur verwandeln.

Die Möwe vor ihrer eisigen Verwandlung
GVS und eugenesergeev - Adobe Stock/ Stefan Klein

Die Möwe vor ihrer eisigen Verwandlung

Von "Docma"-Autor Stefan Klein


Schritt 1: Möwe freistellen

Wählen Sie in Photoshop das zu vereisende Objekt zunächst aus, beispielsweise mit dem "Schnellauswahlwerkzeug". Die Auswahl muss zwar nicht außergewöhnlich präzise sein - sie sollte jedoch unbedingt das komplette Objekt erfassen und darf keine Randpixel auslassen. Sicherheitshalber sollten Sie daher die Auswahl optimieren: Rufen Sie "Auswahl > Auswählen und Maskieren" auf und wählen Sie folgende Einstellungen: "Abrunden": 10, "Weiche Kante": 3px, "Kontrast": 20%, "Kante verschieben:" +20% (a).

Bestätigen Sie den Dialog mit "OK". Duplizieren Sie den Auswahlinhalt auf eine neue Ebene ("Strg/Cmd-J") und wandeln Sie diese über Rechtsklick und "In Smartobjekt konvertieren" in ein "Smartobjekt" um (b).

GVS und eugenesergeev - Adobe Stock/ Stefan Klein

Schritt 2: Eis durch Filter

Über "Bild > Korrekturen > Tonwertkorrektur" begrenzen Sie den dunkelsten Tonwert auf 80 (a). Dadurch verhindern Sie, dass sehr dunkle Bildpartien, wie beispielsweise die Augen, im Endergebnis als strukturloses Weiß erscheinen. Entsättigen Sie die Möwe über "Bild > Korrekturen > Schwarzweiß". Belassen Sie es bei den Standardeinstellungen und bestätigen Sie mit "OK".

Wenden Sie "Filter > Filtergalerie > Kunstfilter > Kunststofffolie" an. Stellen Sie folgende Werte ein: "Glanz": 20, "Detail": 14, "Glättung": 9 (b). Bestätigen Sie den Dialog mit "OK". Wählen Sie "Bild > Korrekturen > Umkehr". Um den Lokalkontrast zu erhöhen, wenden Sie den Scharfzeichnungsfilter "Unscharf maskieren" mit diesen Werten an: "Stärke": 100, "Radius": 50, "Schwellenwert": 0. Stellen Sie die Füllmethode in der "Ebenen"-Palette auf "Negativ multiplizieren".

GVS und eugenesergeev - Adobe Stock/ Stefan Klein

Achtung: Korrekturen wie etwa die "Tonwertkorrektur" können Sie erst in Photoshop CC direkt als Smartfilter auf ein Smartobjekt anwenden. Um dieses Tutorial mit älteren Photoshop-Versionen nachzuvollziehen, müssen Sie deshalb auf die Konvertierung in ein Smartobjekt in Schritt 1 verzichten.

Gefunden in

Schritt 3: Weitere Filter-Anwendungen

Duplizieren Sie die Smartobjekt-Ebene ("Strg/Cmd-J"). Doppelklicken Sie in der neuen Ebene auf den Smartfilter "Filtergalerie" und klicken Sie dort auf das Symbol für "Neue Effektebene". Wählen Sie den "Verzerrungsfilter > Glas" und stellen Sie folgende Werte ein: "Verzerrung": 20, "Glättung": 4, "Struktur": Milchglas, "Skalierung": 100. Bestätigen Sie mit "OK".

Doppelklicken Sie in der "Ebenen"-Palette auf den Smartfilter "Unscharf maskieren". Stellen Sie die "Stärke" von den ursprünglichen 100 auf 200 Prozent. Wenden Sie zusätzlich den "Gaußschen Weichzeichner" mit einem "Radius" von 0,4 px auf die Ebene an.

GVS und eugenesergeev - Adobe Stock/ Stefan Klein

Schritt 4: Farb- und Tonwertkorrekturen

Aktivieren Sie die beiden Smartobjekte in der "Ebenen"-Palette und fassen Sie sie über "Ebene > Neu > Gruppe aus Ebenen" zu einer Gruppe zusammen. Erzeugen Sie eine Einstellungsebene vom Typ "Farbton/Sättigung". Aktivieren Sie die Option "Färben" im "Eigenschaften-Bedienfeld". Stellen Sie die "Sättigung" auf 35 und den "Farbton" auf 215. Wählen Sie "Ebene > Schnittmaske erstellen", um die Wirkung der Einstellungsebene auf die Gruppe zu beschränken. Die Hintergrundebene behält auf diese Weise die Originalfarbe.

Legen Sie eine Einstellungsebene "Gradationskurven" an und beschränken Sie auch diese Korrektur mittels einer Schnittmaske auf die Gruppe. Ändern Sie die "Füllmethode" der Einstellungsebene auf "Luminanz", um sicherzustellen, dass die folgende Korrektur die Farben nicht verändert: Ziehen Sie die Mitteltöne der Kurve nach unten, um die Möwe abzudunkeln. Nutzen Sie gegebenenfalls weitere Punkte in der Gradationskurve, um Schatten oder Lichter auf Ihr Motiv abzustimmen.

GVS und eugenesergeev - Adobe Stock/ Stefan Klein

Schritt 5: Eiszapfen erzeugen

Wählen Sie alle Ebenen einschließlich der Hintergrundebene aus und fassen Sie sie über "Ebene > Smartobjekte > In Smartobjekt konvertieren" zu einem neuen Smartobjekt zusammen. Öffnen Sie den "Verflüssigen"-Filter ("Filter > Verflüssigen") und aktivieren Sie das "Mitziehen-Werkzeug". Stellen Sie die "Größe" auf 150, die "Dichte" auf 50, sowie den "Druck" auf 100.

Setzen Sie mit dem Pinsel an der Unterseite des Körpers an und ziehen Sie nach unten. So erzeugen Sie Eiszapfen. Variieren Sie die Parameter, um weitere, unterschiedliche Eiszapfen "einzumalen".

GVS und eugenesergeev - Adobe Stock/ Stefan Klein

Und dann haben Sie auch schon Ihr Ergebnis:

GVS und eugenesergeev - Adobe Stock/ Stefan Klein


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