Für Linux-Liebhaber und Hobby-Admins: Das Handbuch, das Ubuntu fehlt

Linux ist inzwischen bequem und leicht zu nutzen, wenn man weiß, wie es geht: Windows-Sozialisierte aber scheitern oft nach wie vor schon, wenn sie ein Zusatzprogramm installieren wollen. Hilfe gibt es in Foren - irgendwo, und für Laien oft unverständlich. Oder in gedruckter Form.

Maskottchen Tux: Linux ist vielen sympathisch, Angst vor der Nutzung haben sie trotzdem Zur Großansicht
Larry Ewing/Simon Budig/Anja Gerwinski

Maskottchen Tux: Linux ist vielen sympathisch, Angst vor der Nutzung haben sie trotzdem

Ubuntu ist die vielleicht beliebteste Linux-Distribution. Sie ist ideal für alle, die zu Linux umsteigen und dieses Betriebssystem kennenlernen wollen. Wie alles genau funktioniert, von der Installation über der Arbeit mit verschiedenen Programmen bis zum Einsatz von Ubuntu als Server, erklärt Linux-Kenner Michael Kofler in seinem "Ubuntu-Handbuch". Damit man direkt loslegen kann, gehören zu dem rund 700 Seiten dicken Werk auch zwei DVD mit Ubuntu 10.4 in der 32- und 64-Bit-Version.

"Das Ubuntu-Handbuch" ist eine erweiterte Version des schon für die Ubuntu-Version 9.04 erschienenen Ubuntu-Einsteigerbuchs von Kofler. Das Buch ist in fünf große Teile gegliedert, in denen die verschiedenen Möglichkeiten zur Installation von Ubuntu, die Arbeitsoberfläche mit dem Desktop-System Gnome, verschiedene Programme für die tägliche Arbeit, die große Familie der Ubuntu-Varianten und Techniken und Hilfen für Fortgeschrittene erklärt werden.

Kofler zeigt zunächst, wie und wo sich Ubuntu installieren lässt, ob auf dem PC neben oder sogar unter Windows, dem Netbook, dem USB-Stick oder in einer virtuellen Umgebung. Dann erklärt er, wie man sich häuslich einrichtet, Drucker und Netzwerkzugang konfiguriert - sofern das überhaupt notwendig ist und Ubuntu das nicht schon alles selbst erledigt hat - und wie man neue Programme findet und installiert.

Der zweite Teil widmet sich dem Ubuntu-Desktop Gnome und wie hat hier mit Dateien und Verzeichnissen umgeht, auf Netzwerkverzeichnisse zugreifen und den Desktop persönlich gestalten kann. Im dritten Teil geht es dann um die Nutzung Programmen zur täglichen Arbeit, die aber auch vielen Windows-Nutzern schon vertraut sein dürften, wie den Browsern Firefox und Google Chrome, den E-Mail-Programmen Evolution und Thunderbird, der Büro-Software OpenOffice und der Bildverarbeitung Gimp. Daneben werden aber auch noch einige Multimedia-Programme vorgestellt, zum Beispiel um die Fernsehkarte eines Rechners nutzen zu können.

Nachdem im vierten Teil kurz die wichtigsten Vertreter der inzwischen großen Zahl an Ubuntu-Varianten wie Kubuntu (mit dem Desktop KDE), Xubuntu (mit dem Desktop XFCE) oder auch die Ubuntu Netbook Edition, Ubuntu Studio und Ubuntu Server vorgestellt wurden, geht es dann zum Schluss ans Eingemachte. Im fünften erfahren fortgeschrittene Linux-Anwender und alle, die sich nicht mit Mausklicks begnügen wollen, wie man mit dem Terminal arbeitet, einfache bash-Scripte programmiert und mit der Benutzerverwaltung umgeht. Die letzten Kaptitel widmen sich dann noch kurz dem Einsatz von Ubuntu als Home-Server und Root-Server. Aber gerade darüber ließe sich wohl noch viel mehr sagen. Das Buch ist durchaus etwas, was auf längere Zeit angelegt ist, da die zu Grunde gelegte Version 10.04 "Lucid Lynx" eine sogenannte LTS-Version (Long Term Support) ist, die drei Jahre mit Updates unterstützt wird.


"Das Ubuntu-Handbuch - Alles zu Installation, Anwendung & Administration" von Michael Kofler ist im Verlag Addison-Wesley erschienen, umfasst 720 Seiten (mit 2 DVD) und kostet 39,80 Euro.

Klaus Gürtler, apn

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