Neue Gadgets Dieser 3D-Stift druckt mit Licht

Statt Hitze nutzt der neue 3D-Druck-Stift von CreoPop UV-Licht. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: eine Thermoskanne, die frischen Kaffee kocht, und ein Gerät zum Händchenhalten übers Internet.


CreoPop: Das Material wird nicht geschmolzen, sondern ausgehärtet
CreoPop

CreoPop: Das Material wird nicht geschmolzen, sondern ausgehärtet

Im Jahr 2013 sorgte der 3Doodler auf Kickstarter für Furore: Mit dem dicklichen Stift "zeichnet" man mit geschmolzenen Plastikfäden. Inzwischen ist er auf den Markt gekommen und ganz regulär über die Website erhältlich. Und längst gibt es Konkurrenten.

Jetzt will auch das Indiegogo-Projekt CreoPop in diesen jungen Markt eintreten. Die Macher werben damit, dass ihr Stift keine heiße Spitze hat und nicht wie die Konkurrenz geschmolzene Plastikfäden als Material nutzt.

Die Macher sagen, ihr Stift sei deshalb sicherer und damit auch für Kinder besser geeignet. Ob das wirklich der Fall ist, ist zweifelhaft: Schließlich ist UV-Licht selbst auch schädlich. Ganz ohne Anleitung und Aufsicht wird es auch beim CreoPop nicht gehen. Ohnehin sollte man sich das "Zeichnen" im 3D-Raum nicht so kinderleicht vorstellen, wie es in den Promovideos aussieht: Da gehört schon einiges an Geduld und Übung dazu.

Das CreoPop-Team wirbt mit einer Auswahl an unterschiedlichen "Tinten". In Aussicht gestellt werden dabei auch ungewöhnliche Materialeigenschaften wie Leitfähigkeit, Biegsamkeit, Fluoreszenz etc. Das klingt spannend, es sind aber noch nicht alle im Video gezeigten Varianten tatsächlich fertig entwickelt. Zudem ist hier auch ein wesentlicher Nachteil des Stifts verborgen: Man ist auf das Material angewiesen, das der Hersteller liefert, denn es kommt in speziellen Patronen daher. Mit einem 3Doodler kann man sich hingegen die entsprechenden Standard-Plastikfäden kaufen, die auch in 3D-Druckern zum Einsatz kommen - und deren Preis sinkt.

Dafür wiederum ist der neue Stift zumindest während der Indiegogo-Aktion günstig zu bekommen: Für das "Early Bird Special" schießt man den Machern umgerechnet rund 70 Euro für Stift und fünf Tinten vor. Im Februar 2015 will das Team liefern können. (Jan Tíßler)

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Hey Joe Coffee Mug: Diese Thermoskanne kocht Kaffee

Hey Joe Coffee Mug: 400 Milliliter passen in den Tank
Hey Joe Coffee

Hey Joe Coffee Mug: 400 Milliliter passen in den Tank

Der Hey Joe Coffee Mug zaubert auch unterwegs einen frisch gebrühten Kaffee. Das Gerät hat die Form einer großen Thermoskanne und dient nach dem Kochvorgang auch als solche. Allerdings bewahrt sie den Kaffee nicht nur auf, sondern kocht ihn auch direkt. Das Kaffeepulver wird in Form eines Pads oder als selbst gemahlener Kaffee eingesteckt, der fertige Kaffee in der gewünschten Temperatur warm gehalten.

Das Prinzip des Kaffeekochens ist eigentlich simpel: Heißes Wasser über gemahlene Bohnen in einem Sieb laufen lassen und das fertige Extrakt darunter auffangen. Rund 400 Milliliter fasst der Tank. Entsprechend hoch wirkt der gut isolierte Coffee Mug selbst. Vor allem das Wasserkochen verbraucht viel Energie. Welche Akkuleistung das Gerät mitbringt, verraten die Anbieter leider nicht. Nur, dass die Leistung für drei Tassen ausreicht. Der Akku kann später über ein USB-Kabel wieder aufgeladen werden.

Angeblich soll sich sogar Kaffee mit Milch und Zucker direkt in der Kanne produzieren lassen, wenn man die Zutaten zuvor ins Kaffeereservoir eingefüllt hat und die Kanne später einfach schwenkt.

Der Hey Joe Coffee Mug finanziert sich derzeit auf Kickstarter und kostet dort samt Lieferung nach Europa umgerechnet knapp 60 Euro. Für einige Euro mehr gibt es noch Pakete mit Zusatzakku und/oder dem hauseigenen Kaffee. Die fertigen Hey Joes sollen bereits im November ausgeliefert werden. Die Kickstarter-Aktion, die bereits erfolgreich finanziert ist, läuft noch bis zum 3. Juli. (Jürgen Vielmeier)

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Frebble: Händchenhalten übers Internet

Mit Frebble am Rechner: Berühren übers Internet

Mit Frebble am Rechner: Berühren übers Internet

Das Kickstarter-Projekt Frebble ist eine Schnapsidee. Das sagen die Macher selbst. Die Idee sei nämlich bei einer Runde in der Bar entstanden. Frederic Petrignani studierte zu der Zeit an der Rotterdam School of Management. Gemeinsam mit seinen Kommilitonen überlegte er: Wäre es nicht großartig, wenn man geliebte Menschen auch aus der Ferne umarmen oder doch zumindest ihre Hand halten könnte? Auf die Online-Umarmung müssen wir noch warten. Aber digitales, weltweites, per Gadget unterstütztes Händchenhalten soll nun Wirklichkeit werden.

Die Funktionsweise ist schnell erklärt: Man drückt das Frebble in der eigenen Hand, schon drückt beim Gegenüber das Frebble dessen Hand. Das soll das Gefühl der Nähe simulieren, das man ansonsten trotz allen technischen Fortschritts nicht hat. Vor allem Kinder seien begeistert, ist zu lesen. Kombiniert mit einem Videochat sei die Wirkung besonders stark.

Manch einer wird vielleicht lästern, dass wir uns nun schon via Computer die Hand drücken, anstatt uns im wirklichen Leben zu treffen. Aber mal abgesehen von der philosophischen Frage, wie "wirklich" oder "unwirklich" unser Leben überhaupt sein kann: Es gibt genügend Fälle, in denen man unfreiwillig voneinander getrennt ist. Und auch wenn sich so mancher Erwachsene mit so einem Gerät vielleicht albern vorkommt, haben Kinder sicher Spaß daran.

Aktuell ist das "Early Bird Special" auf Kickstarter noch verfügbar: Umgerechnet rund 73 Euro soll man für zwei Frebbles inklusive Versand vorschießen. (Jan Tíßler)

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insgesamt 3 Beiträge
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Fonso 28.06.2014
1. Der perfekte Weg, ..
..Kaffee ungenießbar zu machen, ist ihn zu "kochen".
sample-d 28.06.2014
2.
Zitat von Fonso..Kaffee ungenießbar zu machen, ist ihn zu "kochen".
Ich kann Ihnen - als native Speaker - bestätigen, dass es im Deutschen korrekt ist zu sagen man 'kocht' Kaffee. Wobei sich das wohl so entwickelt hat, weil man das Wasser zum kochenbringt, bevor man den Kaffee aufbrüht.
www.druckerstift.de 06.01.2015
3. www.druckerstift.de
Eine Kaffee Tasse kan mann sowohl auch selbst drucken; www.druckerstift.de
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