Neue Gadgets Armband versetzt Sportmuffeln Stromstöße

Ein Fitness-Armband verpasst seinem Träger Stromstöße, wenn er sich nicht bewegt. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: Individuelle Klingeltöne fürs Fahrrad und eine Karte, die gleich mehrere Geräte ersetzt - und trotzdem ins Portemonnaie passt.


Armband Pavlok: Stromstöße für Fitnessmuffel

Armband Pavlok: Stromstöße für Fitnessmuffel

Das Prinzip ist so einfach wie brutal: Pavlok ist ein Armband, das dem Träger Stromstöße versetzt, wenn er sich nicht bewegt. Es stammt von einer Firma namens Behavioral Technologies - und der Erfinder Maneesh Sethi will damit schon 13 Kilo abgenommen haben.

Zuerst stellen die Nutzer mit einer passenden App einen Trainingsplan auf. Dann überwacht das Armband anhand von Beschleunigungssensoren und Pedometer, ob der Träger seinen Plan einhält. Wenn nicht, verpasst ihm das Armband einen mehr oder weniger starken Stromstoß. Zudem sollen sich zwei Nutzer auch gegenseitig Stromstöße verabreichen können - wenn sie ihre Armbänder miteinander vernetzt haben.

Erfinder Sethi will Pavlok im Herbst über eine Crowdfunding-Aktion auf Angel.co finanzieren. Kosten: knapp 200 Euro pro Stück. (Jürgen Vielmeier)

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Smart Card: Festplatte, Kartenleser und Reserveakku in einem

  Smart Card : Kaum größer als eine Kreditkarte
The Power Company

Smart Card: Kaum größer als eine Kreditkarte

Diese Karte ist klein, dünn und passt in einen Geldbeutel. Gleichzeitig ersetzt sie viele tragbare Geräte, wie Festplatte, Taschenlampe, Reserve-Akku und Micro-SD-Kartenleser. Der Hersteller "The Power Company" will die sogenannte Smart Card im Herbst auf den Markt bringen.

Mit der Smart Card kann man so schnell nicht verloren gehen: Sie hat eine GPS-Funktion, eine Batterieanzeige und einem Notfall-Knopf, der im Ernstfall Rettungsdienste alarmieren kann. Laut dem Hersteller kann man mit der Karte alles aufladen, was sich an einem USB-3.0-Kabel mit Micro-USB-Stecker anschließen lässt, wie eine E-Zigarette oder eine Videokamera. Das Kabel wird mitgeliefert. Andere Stecker kann man mit einem Extra-Aufsatz anschließen.

Die angebotene Notruffunktion setzt wie der GPS-Tracker ein kabellos verbundenes Smartphone voraus. Allerdings beträgt die Lademenge des Reserveakkus nur 1600 mAh - und das ist wohl nicht genug, um die meisten Smartphones komplett zu laden. Auch gibt der Hersteller die genauen Maße der Smart Card nicht bekannt.

Ob die Karte wirklich bald zu haben ist, ist unklar. Angeblich soll man sie im Oktober in zwei Versionen bekommen können: in einer aus Plastik und einer aus Aluminium. Vorbestellen kann man sie bis zum 14. August unter anderem auf der Indiegogo-Seite des Projekts. Die einfache Ausführung aus Plastik und mit acht GB Speicher kostet mit Lieferung umgerechnet 36 Euro, die teure Version aus Aluminium mit 128 GB Speicher 102 Euro. (Jürgen Vielmeier)

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MyBell: Individuelle Klingeltöne fürs Fahrrad

Mit der Klingel MyBell fallen Radfahrer im Straßenverkehr sicher auf. Denn die Klingel kann alle möglichen Töne abspielen. Dafür braucht der Nutzer das Gerät nur kurz an den Rechner anzuschließen und Dateien (MP3, WAV oder OGG) in den Speicher zu ziehen. Über große Tasten auf der Oberseite der Klingel kann er dann zwei unterschiedliche Klingeltöne abrufen. Für gefährliche Situationen bietet sich beispielsweise ein schriller Warnton an. Wenn der Radfahrer aber nur auf sich hinweisen möchte, ohne andere Menschen zu erschrecken, kann er einen angenehmeren Ton abspielen lassen.

Allerdings ist MyBell für eine Fahrradklingel ziemlich groß, was vor allem am Lautsprecher liegt. Der befindet sich vorne am Gerät und soll lauter als eine normale Fahrradklingel sein. Der Hersteller gibt die Lautstärke mit 96 Dezibel an, will aber auch schon 105 Dezibel gemessen haben. Zum Vergleich: Eine Autohupe tutet mit etwa 110 Dezibel.

Im Gegensatz zu einer ganz normalen Fahrradklingel benötigt MyBell einen Akku - und der ist eher schwach. Er soll in vier Stunden komplett über Micro-USB aufgeladen sein und im Schnitt etwa zwei Tage durchhalten. Der Stromverbrauch dürfte dabei weniger mit der Klingelfunktion zu tun haben als mit den integrierten LEDs. Auch sie soll man individuell einstellen können.

Wer das Projekt unterstützen will, kann über Kickstarter umgerechnet rund 85 Euro vorschießen. Hier ist der internationale Versand bereits enthalten. Im Februar 2015 planen die Macher, die Klingel auszuliefern. (Jan Tißler)

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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
nosports28 19.07.2014
1.
Bin ja gespannt, wann die ersten fordern, solche Armbänder zur Pflicht für jede(n) zu machen.
luigi_lucheni 19.07.2014
2. Noch besser...
Zitat von sysopEin Fitness-Armband verpasst seinem Träger Stromstöße, wenn er sich nicht bewegt. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: Individuelle Klingeltöne fürs Fahrrad und eine Karte, die gleich mehrere Geräte ersetzt - und trotzdem ins Portemonnaie passt. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/gadgets-pavlok-smart-card-mybell-a-981522.html
wäre es, wenn die mobils den Zombies Stromschläge versetzen würden, die auf öffentlichen Wegen ständig auf das Display glotzen anstatt darauf zu achten, wo sie langgehen.
butalive76 19.07.2014
3. Hacker
Und Hacker haben ihren Spaß!
mickeymania 19.07.2014
4.
Zitat von luigi_lucheniwäre es, wenn die mobils den Zombies Stromschläge versetzen würden, die auf öffentlichen Wegen ständig auf das Display glotzen anstatt darauf zu achten, wo sie langgehen.
Die Idee lässt sich sogar noch ausbauen: Wie wäre es, wenn das Armband erkennt, wenn der Autofahrer im laufenden Betrieb sein Smartphone ans Ohr nimmt...
jamsrhb 19.07.2014
5.
Oh, das wird aber unsere neu puritanischen Vernunftfaschisten freuen. Ein Gadget das zur Bewegung mittels Stromschlägen zwingt. Bald wird sowas als Pflicht gefordert werden. Du sollst kein Fleisch essen; Du sollst nicht rauchen; Du sollst Sport treiben; Du sollst keinen Spass am Autofahren haben; Du sollst Bio kaufen; Du sollst Zucker meiden; Du sollst nicht fernsehen; Du sollst jede Idee aus politischer Ecke X tollig finden; Du sollst alles gendern. Du sollst jederzeit politisch korrekt sein, aber wir definieren was das ist. Wer nicht mitmachen und einsehen will, dass wir besser wissen was gut für ihn ist, wird erst niedergebrüllt und bekommt in letzter Instanz ein Dressurhalsband das Schocks verteilt bevor es in die Umerziehungslager geht. Willkommen im Stalinismus 2.0. Die Quintessenz aller radikal linken Weltbilder. "Wer nicht will wie wir, wird halt gezwungen."
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