Neue Gadgets Schlaues Handgepäck mit App-Anbindung

Ein Koffer mit eingebauter Waage und GPS-Sensor soll das Reisen angenehmer machen. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: ein 3D-Drucker aus Elektroschrott und Schuhe, die sich selbst schnüren.

Crowdfunding-Projekt schlaues Gepäck: Dieser Koffer leuchtet blau, er kommt aus der Zukunft
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Crowdfunding-Projekt schlaues Gepäck: Dieser Koffer leuchtet blau, er kommt aus der Zukunft

Von Jürgen Kroder, Frank Müller und Sven Wernicke


Dieses Handgepäck soll mehr können: Der Bluesmart-Koffer hat nicht nur eine Waage integriert, ein elektronisches Schloss und einen Peilsender - sondern auch noch einen Akku für stromfressende Gadgets. Mit dem Konzept haben die Entwickler auf Indiegogo schon über 1,1 Million Dollar gesammelt.

Richtig smart wird der Koffer erst mit der zugehörigen App. Da wären zum Beispiel die Daten der Gewichtsmessung, die an die Bluesmart-App gesendet werden. Hier sieht man dank des Location Trackings auch, wo sich der Koffer befindet. Damit der Koffer nicht unbemerkt entwendet werden kann, lässt sich in der App ein "Distance Alert" einstellen. Entfernt sich der Bluesmart zu weit vom Inhaber, wird ein Alarm ausgelöst.

Das Location Tracking kann natürlich auch dazu genutzt werden, um sich darüber zu informieren, ob der Koffer sich noch im Flugzeug oder schon im Abholbereich befindet. Oder um in einer Statistik auszuwerten, wo auf der Welt man mit dem innovativen Reisebegleiter schon war. Ebenso schlau soll der Verschluss sein, der sich über die App öffnen und schließen lässt.

Apropos Handy: Der Bluesmart besitzt einen integrierten Akku, womit man seine elektronischen Geräte aufladen kann. Bis zu sechs vollständige Smartphone-Ladungen soll der Koffer bieten - das sagen zumindest die Erfinder. Ein Koffer soll rund 220 Euro kosten. (Jürgen Kroder)

Fußbekleidung für Faule: Noch einfacher als Klettverschluss
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Fußbekleidung für Faule: Noch einfacher als Klettverschluss

Powerlace: Schuhe schnüren ohne Hände

Powerlace ist ein System zum automatischen, freihändigen Schuhe schnüren. Es soll ohne Batterien, Akkus oder Motoren funktionieren, allein durch das Gewicht des Anwenders und ein ausgeklügeltes Seilzugsystem. Auf Kickstarter sammeln die Entwickler Geld für die Finanzierung der Produktion.

Beim ersten Anziehen stellt man ein, wie fest die Schuhe sitzen sollen, das Powerlace-System merkt sich diese Einstellung sozusagen, sodass die Schuhe immer gleich fest und bequem sitzen sollen. Geöffnet werden die Powerlace, indem man eine Sicherung löst und die Ferse nach hinten klappt.

Das mag alles zeitsparend und bequem sein, allerdings bringt man sich dadurch um die Möglichkeit, eine der vielen dekorativen oder praktischen Schnürungen auszuprobieren, die auf Ians's Shoelace Seite vorgestellt werden. Und da Füße wirklich sehr unterschiedlich ausfallen wäre es natürlich schön, einen Schuh anprobieren zu können, bevor man rund 123 Euro dafür ausgibt.

Denn so viel kosten die Powerlace-Schuhe die Unterstützer umgerechnet auf Kickstarter. Bei erfolgreicher Finanzierung sollen die Powerlace-Schuhe im Mai verschickt werden. Das Finanzierungsziel ist dabei durchaus ambitioniert: Fast 458.000 Euro haben die Entwickler für die Produktion angepeilt. Wer seinen Teil dazu beitragen und ein paar selbstschnürende Powerlace bestellen möchte, kann das noch bis zum 14. Januar auf Kickstarter tun. (Frank Müller)

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Eigenbau: Aus alten Teilen ein neuer 3D-Drucker
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Eigenbau: Aus alten Teilen ein neuer 3D-Drucker

EWaste: Der 3D-Drucker aus alten Elektronikteilen

Was tun mit alten, womöglich defekten Elektronikteilen vom PC oder Laptop? Verkaufen lohnt sich oft nicht mehr, meist wandert solcher Schrott ins Recycling. Oder man bastelt daraus einen 3D-Drucker.

Der Instructables-Nutzer mikellc hat ein funktionsfähiges Gerät aus nicht mehr benötigten PC-Komponenten gebastelt. Mit hochpreisigen Highend-3D-Druckern kann der EWaste nicht konkurrieren. Für kleine Projekte, private Basteleien oder kreative Experimente in diesem Bereich dürfte diese Bastellösung allerdings ausreichen.

Laut User mikellc besteht seine Konstruktion aus 80 Prozent recycelten Komponenten, was die Kosten gravierend senken dürfte. Die meisten Teile stammen von zwei alten CD/DVD-Laufwerken sowie einem Diskettenlaufwerk. Die Motoren dienen der Bewegung des Druckers.

Weitere Teile sind ein PC-Netzteil, diverse Kabel und Anschlüsse. Der wohl wichtigste und teuerste Part ist die eigentliche Druckerelektronik. Hier kommt RAMPS oder RepRap (Generation 6/7) zum Einsatz, preislich geht es hier bei 50-60 Euro los. Wichtig ist, dass man eine angepasste Firmware auf die Arduino-Controller aufspielen kann. Abgesehen davon dürfte der Rest auf jedem Trödelmarkt oder gar dem Dachboden zu finden sein.

Bei näherer Betrachtung der Anleitung wird allerdings klar: Das ist nichts für Einsteiger, schließlich stehen hier Löten und Programmieren auf der To-Do-Liste. Eine Herausforderung war es offenbar, die drei Achsen (Höhe, Breite, Tiefe) ordnungsgemäß zu kalibrieren. (Sven Wernicke)

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Seite 1
thoxin 22.11.2014
1. Koffer/Ryanair
Der Koffer lacht mich ja schon an. Wenn ich das richtig sehe ist der für Ryanair allerdings 2 cm zu hoch um als Handgepäck durchzugehen. Ärgerlich wenn doch die anderen Maße passen.
hschmitter 22.11.2014
2.
Demnächst auf diesen Seiten: 10 Dinge, die Sie benötigen, um Ihre geistige und körperliche Selbstständigkeit aufzugeben: Zähne, die sich selber putzen, Hände, die allein das tun, was angeblich die 5000 Schuß pro Mann verringert, ein Navi für Ihre Wohnung...
XRay23 23.11.2014
3.
Der Koffer ist ja schön und gut, aber man soll doch im Flugzeug alle sendenden Geräte abschalten?
tam_venceremos 23.11.2014
4.
Ich glaube nicht, dass der Koffer als Handgepäck gedacht ist. Bei der ganzen Technik würde man beim Durchleuchten wohl auch einige Probleme bekommen.
ka7 24.11.2014
5.
Den Koffer gibt es schon: Den Airbus BAG2GODer von Airbus, dem IKT-Unternehmen T-Systemsund dem Reisegepäckhersteller Rimowa entwickelte intelligente Koffer bietet Passagieren mittels Smartphone- und Barcode-Technik einen Rundum-Gepäckservice, bei dem die Gepäckstücke zu Hause abgeholt und bis ans Reiseziel geliefert werden.
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