Neue Gadgets: Virtuelle Realität auf dem Zauber-Laufband

Durch unbekannte Landschaften wandern, ohne das Wohnzimmer zu verlassen? Die Erfindung eines britischen Ingenieurs soll genau das möglich machen. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: Ein Multifunktions-Tool für iPhones und der Entwurf für einen schicken 3-D-Drucker.

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Wizdish / YouTube

In der Vergangenheit gab es schon einige Ansätze für Sportgeräte, die explizit für Gamer gedacht sind. Auch WizDish ist nicht grundlegend neu, aber nach zehn Jahren Entwicklung jetzt auf dem Weg zum fertigen Produkt. Die weiße Scheibe soll es ermöglichen, Spielewelten zu durchwandern oder sich sportlich zu betätigen, ohne dass man dazu sein Wohnzimmer verlassen müsste.

WizDish ist die Entwicklung des britischen Ingenieurs Julian Williams, der damit ein neues Spielerlebnis erschaffen will. Das rund sieben Kilogramm schwere Zubehör erinnert zwar zunächst an ein Trampolin, ist aber nicht zum Springen geeignet, sondern hat eher die Funktion eines Laufbandes. Mittels spezieller, fest sitzender Schuhe stellt man sich auf das Gerät und macht Gehbewegungen. So bleibt man auf der Stelle stehen, kann die Information über die Bewegung aber an ein Spiel weitergeben. WizDish berücksichtigt laut Entwickler auch Richtungswechsel, seitliches Drehen, Hinhocken und Springen.

In Kombination mit einer "Virtual Reality"-Brille soll so eine verblüffende Illusion entstehen, die den Spieler noch mehr als bisher in die künstliche Welt hineinzieht. Völlig natürlich sieht das Gehen auf der Scheibe allerdings nicht aus, wie zum Beispiel das folgende Demo-Video zeigt. Anstatt zu gehen, muss man mit den Füßen über die Scheibe wischen:

Wohin soll die Reise der WizDish gehen? Laut Firmen-Website war ein führender Spielkonsolen-Hersteller begeistert von der Technologie. Aber das muss bekanntlich nichts heißen. Außerdem wird WizDish nur dann einzigartig werden, wenn Spiele es direkt unterstützen und zudem die weiteren Aspekte Berücksichtigung finden - vor allem das Tracking der Kopfbewegungen, das ein wesentlicher Bestandteil des Systems ist, aber zusätzliche Geräte benötigt.

So oder so stellt sich die Frage nach dem Mehrwert für Spieler. Allerdings hat man sich das vor einigen Jahren auch beim Balance Board für die Wii gefragt - und das wurde ein großer Erfolg. Ähnlich dem Balance Board soll sich auch WizDish für Anwendungen wie Sport in den heimischen vier Wänden eignen. (Sven Wernicke)

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ReadyCase: Die Multifunktions-iPhone-Hülle

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Indiegogo

Smartphone-Hüllen unterliegen der Mode - andauernd gibt es neue Trends, jahreszeitlich angesagte Farben und viel Bling-Bling. Hauptsache auffallen - so lautet da nicht selten die Devise. Das ReadyCase ist erholsam anders: Es setzt auf Mehrwert durch Multifunktion. Aber noch ist es nur eine Idee, für die über die Crowdfunding-Website Indiegogo Geldgeber gesucht werden. Und das mit großem Erfolg: Die angepeilte Summe von 15.000 Dollar wurde längst übertroffen. Sieben Tage vor dem Ende der Finanzierungsaktion haben Unterstützer schon mehr als 100.000 Dollar eingezahlt.

Das ReadyCase wirkt etwas unhandlich. Es ist auch kein komplett geschlossenes Case, sondern nutzt die Rückseite, um einen USB-Stick und ein Multiwerkzeug unterzubringen. Der iPhone-Rahmen ist geschützt, die Rückseite teilweise offen.

Interessant ist das ReadyCase durch den Modul-Charakter. Der mitgelieferte USB-Stick dient gleichzeitig als Aufsteller und steht in zwei verschiedenen Speichergrößen (8 und 16 GB) zur Verfügung. Dazu hat das Case mit einem Kabelhalter einen Helfer gegen verknotete iPhone-Headsets. Für iPhone-Fotografen gibt es optional ein Linsenset mit drei Objektiven. Der Objektiv-Anschluss ist im ReadyCase integriert.

Noch gibt es das ReadyCase in den Funding-Paketen ab 40 Dollar (rund 30 Euro) plus 12 Dollar (9 Euro) für den internationalen Versand.

Weitere Informationen gibt es auf der Projektseite auf Indiegogo. (Nadine Dressler)

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Schicker 3-D-Drucker als Bachelor-Arbeit

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XEOS

Das Thema 3-D-Drucker regt nicht nur die Phantasie von Gadgetfreunden und Science-Fiction-Fans an, sondern ganz offensichtlich auch die von Industriedesignern: Der deutsche Student Stefan Reichert zeigt mit seiner Bachelor-Arbeit "Xeos 3D", wie schick so ein Gerät aussehen könnte. Einige Hersteller haben sich den Entwurf bereits interessiert angesehen.

Mit Blick auf das Design erinnern heutige 3-D-Drucker meistens an die Rechner von Ende der siebziger Jahre, am Beginn der Microcomputer-Revolution. Für die Zielgruppe sind heute wie damals die Eckdaten des Geräts erst einmal wichtiger als ein schönes Äußeres oder gar eine leicht nachvollziehbare Nutzerführung. Der Industriedesign-Student Reichert von der Universität Wuppertal konnte das auf gewisse Weise nicht mehr mit ansehen und entwarf für seine Bachelor-Arbeit den Xeos 3D. Er sollte sich harmonisch in Büros oder Privathaushalte integrieren und dabei zugleich leicht verständlich sein.

Wie Stefan Reichert gegenüber neuerdings.com erklärt, wird der Xeos 3D in dieser Form wohl nicht produziert. Aber Hersteller haben den Entwurf entdeckt und prüfen das Design. Insofern ist es gar nicht so unrealistisch, dass wir in künftigen Modellen einmal das eine oder andere Element wiederentdecken. (Jan Tißler)

Mehr Informationen und ein Interview mit Stefan Reichert bei neuerdings.com

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insgesamt 21 Beiträge
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1. Was kann SPON
felisconcolor 21.10.2012
Zitat von sysopna @SPON Wieder mal schamlos Apfel-Werbung gemacht?
dafür das Hersteller andere smartphones so sträflich vernachlässigen. Wenn es ihnen nicht gefällt machen sie ein Blog auf und berichten uns täglich aus der Welt jenseits von Ixxx. Ich möchte wetten, wenn es denn gut gemacht ist, das ihr Blog überrannt wird. u.a. von mir. Aber Meckern ist ja auch sooo einfach.
2.
spatenheimer 21.10.2012
Zitat von sysopna @SPON Wieder mal schamlos Apfel-Werbung gemacht?
Seltsam, dass eigentlich immer die Fandroids mit den Meckereien anfangen und dafür sorgen, dass die Threads eskalieren. Als würde hier nie ein Artikel über Drei Sterne erscheinen.
3. virtuelle Realität interessiert mich nicht
ehf 21.10.2012
Da bevorzuge ich die echte Realität. Meine Lieblingsapps- und Gadgets sind fahrradfahren, fotografieren, essen, und vieles andere nicht-anscheinende.
4.
thelix 21.10.2012
Zitat von ehfDa bevorzuge ich die echte Realität. Meine Lieblingsapps- und Gadgets sind fahrradfahren, fotografieren, essen, und vieles andere nicht-anscheinende.
Richtig so! Schließlich sollen alle diese doofen Neuigkeiten nur dazu dienen, uns vom ECHTEN Fahrrad fahren, ECHTEM fotografieren und ECHTEM Essen abzuhalten. ^^ Sorry, aber ich glaube, Sie haben nicht so recht verstanden, worum es hier geht und wofür solche Gerätschaften gut sind.
5.
ehf 21.10.2012
Zitat von thelixSorry, aber ich glaube, Sie haben nicht so recht verstanden, worum es hier geht und wofür solche Gerätschaften gut sind.
Oh doch. Es geht um einen hochgradig albernen Hype um "Apps" und "Gadgets", und um die Massendegeneration von Leuten. Insbesondere, wenn angebissenes Obst im Spiel ist.
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